Project Management Office (PMO) – Artikel-Bannerbild

85 % der Fortune-100-Unternehmen entscheiden sich für Asana¹

  • Logo DHL
  • Logo Viessmann
  • Logo DB Bahn
  • Amazon
  • Accenture
Gratis testen
Demo ansehen

Zusammenfassung

PMO steht für Project Management Office. Dieser Unternehmensbereich ist für das Management der Projekte innerhalb eines Unternehmens zuständig. Wichtige Aufgabenbereiche sind hier die Ressourcenplanung, die Etablierung von Projektstandards und Strategien und die laufende Überwachung aktiver Projekte. Update: Im neuen Update haben wir die Inhalte dieses Artikels aktualisiert.

Jedes Unternehmen erreicht eine Wachstumsphase, in der Teams anfangen, Dinge unterschiedlich zu machen. Nehmen wir zum Beispiel an, Ihr Marketing-Team entwickelt eine einzigartige Vorlage für Kreativ-Briefings, um die Arbeit im gesamten Team anzustoßen und zu koordinieren. Gleichzeitig beschließt Ihr Produktteam, einen robusten Prozess für eingehende Anfragen zu entwickeln.

Diese Prozesse helfen dem Marketing- und dem Produktteam, ihre Arbeit bestmöglich zu erledigen – aber was passiert, wenn die beiden Teams zusammenarbeiten müssen? Wie entscheiden Sie, welche Vorlage sie verwenden oder welchen Prozess sie befolgen sollen?

An dieser Stelle kommt ein Project Management Office (auch PMO genannt) ins Spiel. PMOs steigern die Effizienz und Effektivität, indem sie Prozesse standardisieren und Best Practices im gesamten Unternehmen definieren. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, was ein Project Management Office tut und helfen Ihnen bei der Entscheidung, ob Ihr Team von einem PMO profitieren kann.

Projekte mit Asana planen

Was ist ein PMO (Project Management Office)?

Ein Project Management Office (PMO) ist eine zentrale Organisationseinheit, die die Best Practices Ihres Unternehmens im Bereich Projektmanagement festlegt und bestimmt, wie Kernprozesse und strategische Vorhaben ausgeführt werden. Dies kann ein internes Team oder ein externes Unterstützungssystem sein und wird manchmal auch als Programmmanagementbüro bezeichnet.

Was bedeutet PMO?

Die Abkürzung PMO steht für Project Management Office, zu Deutsch: Projektmanagement-Büro.

Um die funktionsübergreifende Zusammenarbeit zu unterstützen und das Chaos in Ihrem Unternehmen zu reduzieren, definiert, standardisiert, etabliert und betreibt ein PMO geschäftskritische Planungs- und Betriebsprozesse über das gesamte Unternehmen hinweg oder innerhalb einer bestimmten Abteilung. Dazu gehört in der Regel auch die Festlegung, wie Produkte und Dienstleistungen auf Abteilungs- oder Unternehmensebene entwickelt und bereitgestellt werden.

PMOs sind zentrale Unternehmensdienste, die eine wichtige Aufgabe in der Organisation von Projekten übernehmen. Das bedeutet, dass sie in den meisten Fällen zentrale Support-Teams sind, die die Arbeit vieler anderer Teams und Abteilungen unterstützen.

In einem kleinen Unternehmen könnten Sie beispielsweise ein einziges PMO-Team haben, das die Best Practices im Projektmanagement über alle Abteilungen hinweg standardisiert. In größeren Unternehmen mit vielen verschiedenen Systemen und weniger funktionsübergreifender Zusammenarbeit können PMOs auch in die Abteilungen eingebettet sein, die sie unterstützen.

Testen Sie Asana für das Projektmanagement

Der Unterschied zwischen internen und externen PMOs

Ein internes PMO ist ein Unternehmensteam, das den Projekterfolg fördert. Dies sind permanente Teams, die alle Prozesse in Ihrem Unternehmen sammeln, um Standards und Best Practices zu etablieren. Anschließend unterstützt ein internes Project Management Office Ihr Team weiter, indem es Schulungen anbietet, Richtlinien aktualisiert und die bewährten Vorgehensweisen während des Unternehmenswachstums weiter standardisiert.

Im Gegensatz dazu ist ein externes Projektmanagement-Büro eine Agentur oder ein Beratungsunternehmen, das Sie bei der Erstellung von Best Practices für Ihr Unternehmen unterstützt. Diese PMOs nehmen typischerweise Prozesse auf und schlagen dann optimierte Vorgehensweisen vor. Anders als ein internes PMO stehen externe PMOs nicht zur Verfügung, um diese Vorgehensweisen durchzusetzen oder Ihr Unternehmen weiter zu unterstützen.

Für welche Art Sie sich entscheiden, hängt von den individuellen Anforderungen Ihres Unternehmens ab. Ein internes Project Management Office ist jedoch in der Regel besser in der Lage, Ihr Unternehmen auf lange Sicht zu unterstützen. Deshalb sprechen wir in diesem Artikel über die Rollen, Verantwortlichkeiten, Herausforderungen und Vorteile eines internen PMO.

Der Unterschied zwischen PMO, Project Office, Program Office und Projektassistenz

Im Bereich des Projektmanagements gibt es verschiedene Rollen, die besetzt werden müssen. Wir erklären Ihnen kurz und knapp die wichtigsten Unterschiede:

  • PMO: Das PMO ist für das gesamte Multiprojektmanagement oder einen Bereich im Unternehmen verantwortlich. Diese Rolle ist langfristig ausgelegt.

  • Project Office (PO): Das Project Office hingegen ist nur für die Durchführung von einem großen Projekt verantwortlich. Die Rolle ist zeitlich befristet auf die Länge des Projekts.

  • Program Office (PrgO): Das Program Office ist für die Optimierung von mehreren Projekten verantwortlich, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Die Dauer ist ebenfalls befristet.

  • Projektassistenz: Die Rolle der Projektassistenz ist verantwortlich für die administrative oder operative Unterstützung im Projekt- oder Programmmanagement.

Wer arbeitet im PMO?

Ein internes Projektmanagement Office ist ein zentraler Dienst. In der Regel arbeiten diese Projektmanager als funktionsübergreifende Partner an der Standardisierung von Prozessen innerhalb der Abteilung oder des Unternehmens, die sie unterstützen. Neben den Projekt- und Prozessmanagern bestehen PMOs auch aus Mitgliedern des Geschäftsstrategie-Teams, die Prozesse nicht nur standardisieren, sondern auch helfen, diese zu optimieren und zu verbessern.

Was ist der Unterschied zwischen PMO und Projektmanager?

Ein häufiges Missverständnis besteht darin, dass ein PMO und ein Projektmanager dieselbe Rolle erfüllen. In Wirklichkeit ergänzen sich beide Funktionen, haben aber unterschiedliche Verantwortungsbereiche.

Ein Projektmanager leitet ein einzelnes Projekt von der Planung bis zum Abschluss. Er koordiniert Aufgaben, überwacht Zeitpläne und stellt sicher, dass das Projekt innerhalb des festgelegten Budgets und Zeitrahmens abgeschlossen wird. Der Fokus liegt auf der operativen Durchführung eines konkreten Vorhabens.

Das PMO hingegen arbeitet auf einer übergeordneten Ebene. Es definiert Standards, Methoden und Best Practices, die für alle Projekte im Unternehmen gelten. Während der Projektmanager sich auf das Was und Wie eines einzelnen Projekts konzentriert, sorgt das PMO dafür, dass alle Projekte einheitlich gesteuert werden und zur Unternehmensstrategie beitragen.

In der Praxis bedeutet das: Der Projektmanager setzt die Vorgaben des PMO um. Das PMO stellt Vorlagen, Schulungen und Governance-Strukturen bereit, auf die Projektmanager zurückgreifen. So entsteht ein konsistentes Projektmanagement über Abteilungsgrenzen hinweg.

Die drei unterschiedlichen Arten von PMOs

Es gibt drei Arten von internen PMOs. Für welche Art Sie sich entscheiden, hängt davon ab, wo Ihr Unternehmen steht, wie unorganisiert die Projekte sind und welche spezifischen Anforderungen Sie haben.

Art des PMO

Funktion

Verbindlichkeit

Unterstützend

Bereitstellung von Schulungen, Informationen und Empfehlungen

Gering – Vorschläge werden optional umgesetzt

Steuernd

Standardisierung von Richtlinien und Überprüfung der Einhaltung

Mittel – Projektmanager müssen Richtlinien befolgen

Weisend

Direkte Übernahme von Teilen des Projektmanagements und der Ressourcenzuweisung

Hoch – das PMO steuert die meisten großen Vorhaben

  • Ein unterstützendes PMO konzentriert sich auf die Bereitstellung von Schulungen, Informationen und Unterstützung – ohne dabei zu viele Vorgaben zu machen. Unterstützende PMOs bieten oft Empfehlungen und schlagen eine Struktur für Projekte vor, überlassen es aber jedem Projektleiter, ob er diese Vorschläge annimmt.

  • Ein steuerndes PMO bringt den größten Nutzen, wenn Sie Prozesse in den Griff bekommen und sicherstellen müssen, dass jedes Team im gleichen Takt marschiert. Anders als ein unterstützendes PMO wird ein steuerndes PMO Richtlinien standardisieren und von den Projektmanagern erwarten, dass sie diese Richtlinien effektiv befolgen. Steuernde PMOs können Projekte auch überprüfen, um sicherzustellen, dass sie den Vorgaben entsprechen.

  • Ein weisendes PMO übernimmt Teile des Projektmanagements und koordiniert die meisten Aspekte der Projektplanung wie Ressourcenzuweisung, Projektrisikomanagement und Festlegung des Projektumfangs. Da das PMO in diesem Fall faktisch die meisten großen Vorhaben steuert, haben solche Projektmanagement-Büros in der Regel die meisten Mitarbeiter.

Die Aufgaben des PMO

Ein PMO hilft Ihnen, Projektmanagement-Prozesse unternehmensweit zu standardisieren. Dafür stellt es Best Practices und Richtlinien für Ihr Team bereit. Dazu gehören:

Best Practices für das Projektmanagement

Die erste Aufgabe eines PMO ist die Standardisierung der Art und Weise, wie Projekt- und Programmmanager die Interessen von funktionsübergreifenden Beteiligten abstimmen und Projekte vorantreiben. Das PMO bietet Anleitungen, Methoden und Systeme für die Durchführung von Projekten in Ihrem Unternehmen. Dazu gehören:

Projektsteuerung

Projektsteuerung ist das Grundgerüst von Entscheidungen, die während des Projektlebenszyklus getroffen werden. Dazu gehören Details innerhalb der laufenden Projekte selbst – beispielsweise wo Informationen gespeichert werden, wer Zugriff darauf hat und wie das Team zusammenarbeiten wird – sowie Best Practices wie die fünf Phasen des Projektmanagements oder andere Projektmanagement-Methoden. Die Projektsteuerung standardisiert auch in groben Zügen, wie Projekte vom Gesamtunternehmen unterstützt werden. In diesem Fall legt ein PMO Regeln für die Projektsteuerung fest, um sicherzustellen, dass das Unternehmen in Projekte investiert, die zu den lang- und kurzfristigen Unternehmenszielen beitragen.

Datenbasierte Berichterstattung

Neben der Festlegung von Best Practices für Projekte stellt ein PMO auch Analysen für Führungsteams zur Verfügung. Es gehört zu den Aufgaben des PMO, Schlüsselfragen zu formulieren, Analyseansätze festzulegen und abzustimmen sowie Daten für das Projektcontrolling zusammenzufassen, um bei Bedarf Aktionspläne entwickeln zu können. Das PMO kann Berichte erstellen, um die Projektleistung effektiv zu bewerten. Diese Berichte versetzen Projektteams in die Lage, datenbasierte Projektentscheidungen zu treffen und Geschäftsrisiken zu reduzieren.

quotation mark
Wir hatten ein halbes Dutzend verschiedene Workflows, die wir getrennt voneinander erfasst haben. Es war eine tolle Erfahrung, sie in Asana zu vereinen und zu sehen, wie sie miteinander verwoben sind und Abhängigkeiten zu erkennen, die in einer Tabelle nicht ersichtlich waren.”
 Mike Singer, Content Operations Director, Discovery Digital Studios

Strategische Planung

Ein strategischer Plan ist ein drei- bis fünfjähriger Fahrplan, der zeigt, wohin Ihr Unternehmen gelangen will und wie es dieses Ziel erreichen soll. Ein Projektmanagement-Büro ist oft die Stelle, die für die Erstellung und Überwachung des strategischen Plans verantwortlich ist. Einige der Aufgaben dafür sind:

  • Geschäftspartnern zu helfen, ihre Strategie zu entwickeln

  • Die Verantwortung für Zielsetzungen zu standardisieren

  • Jährliche OKRs zu definieren

  • OKRs auf Quartalspläne aufzuteilen

  • Ein System zur Nachverfolgung der Fortschritte zu implementieren

  • Priorisierung der Ziele durchführen

  • Die Kommunikation der Ziele festzulegen

Anschließend stellt das PMO sicher, dass der strategische Plan auch auf die Projektebene übertragen wird. Benötigt werden unter anderem:

Kostenlose Vorlage für eine Unternehmensstrategie

Informationsaustausch

Wenn Teams Informationen, Ordner und Werkzeuge für ihren eigenen Gebrauch erstellen, denken sie nicht darüber nach, wie andere Teams auf diese Informationen zugreifen werden. Dieses Modell der Informationsisolierung führt zu mehr manueller und doppelter Arbeit.

Tatsächlich verbringt der durchschnittliche Wissensarbeiter 60 % seiner Zeit mit Arbeit rund um die Arbeit – also mit der Suche nach Unterlagen, dem Nachverfolgen des Arbeitsstatus und der Kommunikation über die Arbeit.

Es ist Teil der Aufgabe eines PMO, solche Informationssilos zu reduzieren. Um dies zu erreichen, wird ein PMO:

  • Eine zentrale Informationsquelle für wichtige Informationen einrichten

  • Bewährte Methoden für die Zusammenarbeit im Team festlegen

  • Sicherheitsmaßnahmen für die Speicherung und den Austausch von Informationen standardisieren

  • Die Verantwortung für regelmäßige Informationsaktualisierungen zuweisen und überwachen

  • Sicherstellen, dass alle wissen, wer was bis wann macht, um doppelte Arbeit zu reduzieren

Wie wirkungsvoll der Abbau von Informationssilos sein kann, zeigt das Beispiel von Viessmann: Das Unternehmen hat mit Asana die Abstimmung zwischen Teams verbessert, sodass sie nun agiler sind und schneller auf sich verändernde Marktbedingungen reagieren können. Erfahren Sie, wie auch Ihr Team von einer zentralen Plattform profitieren kann – fordern Sie jetzt Ihre persönliche Demo an.

quotation mark
Wenn Arbeit dezentralisiert ist und Abhängigkeiten unklar sind, scheint alles höchste Priorität zu haben. Das führt zu Stress und Anspannung.”
 Joe Moran, Director of Content Operations, The Michael J. Fox Foundation

Einführung und Betreuung von Tools

Es ist ein wichtiger Teil der Standardisierung von Prozessen, sicherzustellen, dass jeder die gleichen Tools verwendet (und auch weiß, wie sie zu verwenden sind). Wenn noch nicht alle Teams die gleiche Work-Management-Software nutzen, steuert ein PMO den Change-Management-Prozess und die Einführung eines neuen Tools, überwacht dessen Einsatz, führt Schulungen durch und automatisiert Prozesse, wo dies möglich ist.

Der ultimative Guide zur Auswahl des richtigen Work-Management-Tools

Ressourcenmanagement

Ressourcenmanagement ist der Prozess der Planung und Terminierung der Ressourcen Ihres Teams, um einzelne Projekte erfolgreich abzuschließen. In diesem Fall kann alles eine Ressource sein, von Ausrüstung und finanziellen Mitteln bis hin zu technischen Tools und der Kapazität von Projektmitarbeitern.

Das PMO-Ressourcenmanagement hängt davon ab, wie groß Ihr Unternehmen ist. In kleinen Unternehmen kann das PMO das Team sein, das die Ressourcen direkt den verschiedenen Projekten zuweist. In größeren Unternehmen kann ein PMO ein System für Ressourcenplanung sowie Kontrollprozesse für Änderungen einführen, um Scope Creep zu verhindern. Auf Unternehmensebene umfasst dies auch die Kapazitätsplanung und Ressourcenprognose.

Ein Beispiel für effektives Ressourcenmanagement liefert Beauty Pie: Das Unternehmen sparte mit Asana 444 Arbeitstage ein, und 61 % der Zusammenarbeit fand abteilungsübergreifend statt. Entdecken Sie, wie Asana auch Ihr Ressourcenmanagement optimieren kann – vereinbaren Sie eine unverbindliche Demo.

quotation mark
Kein zentrales Tool zu haben, schafft Unordnung. Wir wussten nicht, woran genau jeder arbeitete, es sei denn, wir fragten nach. Doch auch dann bekommt man nur eine Antwort für den jeweiligen Augenblick. Da sich die Dinge aber rasant entwickeln und ständig ändern, brauchten wir einen Ort, an dem alles gemeinsam erfasst wird, damit wir den aktuellen Status und anstehende Aufgaben einsehen können.”
 Paula Ximena Mejia, Head of Marketing Ops and Partnerships, Wix

Standardisierte Sprache

Für effektive Teams ist es von entscheidender Bedeutung, gut zu kommunizieren und funktionsübergreifend zusammenzuarbeiten. Es gehört zur Aufgabe eines PMO, bestehende Prozesse über verschiedene Teams hinweg zu prüfen und sie zu standardisieren, um eine mühelose funktionsübergreifende Zusammenarbeit zu ermöglichen. Bei Bedarf gehört dazu auch die Abstimmung einer standardisierten Unternehmenssprache, um gemeinsame Werte zu schaffen und eine gesunde Organisationskultur zu unterstützen.

Fortlaufende Schulungen

Nachdem das PMO seine Arbeit aufgenommen hat, besteht seine letzte Aufgabe darin, fortlaufende Schulungen durchzuführen, um neue Projektmanager zu schulen und neue Vorhaben zu unterstützen. Ein PMO könnte zum Beispiel Schulungen zur Festlegung von team- oder unternehmensweiten Key Performance Indicators (KPIs) veranstalten oder Webinare zur Konfliktlösung innerhalb eines Projekts anbieten.

Lesenswert: Eine Konfliktlösungsstrategie, die Sie unbedingt nutzen sollten

Die Vorteile eines Project Management Office

Der größte Vorteil eines PMO ist die Möglichkeit, Systeme und Prozesse zu standardisieren. Wenn das gesamte Team koordiniert zusammenarbeitet, sinken die Hürden für eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit – und Sie werden effektiver.

Dies ist gleichzeitig eine der größten Herausforderungen, die zu bewältigen ist, und einer der Hauptgründe, warum PMOs überhaupt sinnvoll sind. Mit der Zeit entwickeln Teams und Abteilungen natürlich ihre eigenen Prozesse. Um ihre Arbeit bestmöglich zu erledigen, implementiert jedes Team seine eigenen Standards, Technologien und Projektmanagement-Tools. Da sie aber nur Prozesse und Tools einsetzen, die den Anforderungen des jeweiligen Teams entsprechen, können so schnell Informationsbarrieren und Wissenslücken entstehen.

Wenn nichts dagegen unternommen wird, führen diese Informationsbarrieren zu betrieblicher Ineffizienz und erschweren die funktionsübergreifende Koordination.

Die erste Aufgabe ist es, die individuellen Prozesse jedes Teams zu verstehen, diese Informationen zusammenzufassen und einen standardisierten Prozess für die Abteilung oder das Unternehmen zu etablieren, das es unterstützt. Diese Ebene des Change Management kann schwierig sein. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel über die sechs Schritte zum Aufbau eines erfolgreichen Change-Management-Prozesses.

Ein PMO hilft Teams nicht nur, beste Arbeit zu leisten. Es kümmert sich auch noch um Folgendes:

  • Strategische Ausrichtung: Es sorgt dafür, dass Projekte der Unternehmensstrategie entsprechen, und verknüpft tägliche Arbeit mit den Unternehmenszielen

  • Funktionsübergreifende Zusammenarbeit: Es ermöglicht funktionsübergreifende Zusammenarbeit durch eine Standardisierung von Systemen

  • Reifegrad: Er erhöht den Reifegrad des Projektmanagements im Unternehmen

  • Standards: Es etabliert unternehmensweite Projektmanagement-Standards

  • Transparenz: Es ermöglicht Transparenz und teilt Kontext über Teamgrenzen hinweg

  • Best Practices: Es entwickelt, teilt und überwacht Best Practices für Projektmanagement im ganzen Unternehmen

  • Schulung: Es schult neue Projektmanager oder bringt neue Projektmanagementkompetenzen bei

  • Datenintegration: Es integriert und demokratisiert Daten im gesamten Unternehmen

  • Betriebliche Effizienz: Es verbessert die betriebliche Effizienz

  • Ressourcennutzung: Es verbessert die Ausnutzung der Ressourcen

  • Kosten- und Zeitersparnis: Es reduziert den Zeit- und Kostenaufwand für Projekte

Wie diese Vorteile in der Praxis aussehen, zeigt KW Automotive: Das deutsche Unternehmen hat mit Asana seine globalen Arbeitsabläufe zentralisiert, E-Mail-Silos beseitigt und klare Zuständigkeiten in jedem Projekt geschaffen. Sehen Sie selbst, wie eine zentrale Plattform Ihr PMO stärken kann – buchen Sie jetzt Ihre kostenlose Demo.

PMO-Erfolg messen: Die wichtigsten KPIs

Ein PMO kann nur dann langfristig bestehen, wenn es seinen Mehrwert nachweisbar macht. Dafür brauchen Sie klar definierte KPIs, die den Beitrag des PMO zur Unternehmensstrategie sichtbar machen. Die folgenden Kennzahlen haben sich in der Praxis bewährt:

Projektabschlussrate

Diese Kennzahl zeigt, wie viele Projekte innerhalb des geplanten Zeitrahmens und Budgets abgeschlossen werden. Eine steigende Abschlussrate ist ein direkter Indikator dafür, dass die vom PMO etablierten Prozesse greifen.

Ressourcenauslastung

Messen Sie, wie effektiv die verfügbaren Ressourcen eingesetzt werden. Eine optimale Auslastung verhindert sowohl Überlastung als auch Leerlauf und sorgt dafür, dass Mitarbeitende ihre Kapazitäten auf strategisch wichtige Projekte konzentrieren.

Budgeteinhaltung

Verfolgen Sie, wie oft Projekte innerhalb des genehmigten Budgets abgeschlossen werden. Häufige Budgetüberschreitungen weisen auf Schwächen in der Planung oder Steuerung hin, die das PMO adressieren sollte.

Stakeholder-Zufriedenheit

Regelmäßige Befragungen der Projektbeteiligten geben Aufschluss darüber, ob die vom PMO bereitgestellten Standards, Schulungen und Tools tatsächlich als hilfreich wahrgenommen werden.

Time-to-Value

Messen Sie die Zeitspanne vom Projektstart bis zur ersten messbaren Wertschöpfung. Je kürzer diese Phase, desto effektiver arbeitet das PMO bei der Priorisierung und Steuerung von Projekten.

Brauchen Sie ein PMO?

Die Einrichtung eines PMO ist wie die Einrichtung eines völlig neuen Teams – eines Teams, das auf das gesamte Unternehmen Einfluss nimmt. Obwohl diese Büros unglaublich wertvoll sind, kostet es viel Zeit, sie aufzubauen.

Sie könnten von einem PMO profitieren, wenn die meisten oder alle der folgenden Punkte zutreffen:

  • Arbeitsinformationen sind isoliert und Teams haben Probleme, zusammenzuarbeiten

  • Prozesse fühlen sich unorganisiert an

  • Informationen und Know-How gehen oft verloren

  • Ihr Unternehmen ist vor Kurzem schnell gewachsen und muss Agilität vorweisen können

  • Sie planen organisatorische Veränderungen und wollen sie durch Change Management steuern

Wenn Sie nur ein oder zwei dieser Probleme lösen müssen, versuchen Sie es mit einer anderen Strategie:

  • Projektportfolio-Management: Wenn Ihr Team einen Gesamtüberblick über den Stand der Arbeit aus der Vogelperspektive benötigt, um alle Ihre Vorhaben an einem Ort zu überwachen, versuchen Sie es mit Projektportfolio-Management.

  • Enterprise-Projektmanagement: Wenn Sie Sicherheits- und Informationsmanagement auf Unternehmensebene einrichten müssen, versuchen Sie es mit unternehmensweitem Projektmanagement.

  • Agile Methoden: Wenn Sie Ihrem Team die nötige Struktur geben wollen, um erfolgreich zu sein und sich gleichzeitig kontinuierlich zu verbessern, versuchen Sie es mit schlanken oder agilen Methoden.

  • Zielverfolgung: Wenn Ihr Team keinen Einblick in die unternehmensweiten Kennzahlen hat und nicht weiß, wie seine tägliche Arbeit mit den Unternehmenszielen zusammenhängt, sollten Sie eine Zielverfolgungssoftware ausprobieren.

So richten Sie ein PMO ein

PMO-Teams helfen allen, die gleiche Richtung einzuschlagen, damit sämtliche Teams wissen, was zu tun ist, warum es wichtig ist und wie es erledigt werden kann. Wenn Sie denken, dass ein PMO das Richtige für Sie ist, fangen Sie mit einer Untersuchung dessen an, was die Teams derzeit tun. Der erste Schritt zur Einrichtung eines PMOs besteht darin, zu verstehen, wo Sie aktuell stehen. Sobald Sie all diese Informationen zusammengetragen haben, können Sie Best Practices definieren und funktionsübergreifende Zusammenarbeit fördern.

Work Management ist ein guter Ausgangspunkt. Beim Aufbau Ihres PMO-Teams werden Sie viel in Bewegung setzen, beispielsweise bei der Ressourcenverwaltung, der Verknüpfung von Arbeit und Zielen, den Projektstatusberichten und der Transparenz.

Langfristig gesehen gibt es einige Dinge zu berücksichtigen, damit Ihr PMO auch von den Mitarbeitern und Führungskräften angenommen wird. Folgende Tipps können wir Ihnen hier noch mit auf den Weg geben:

  • Kommunikation: Von Anfang an ist es wichtig, dass die Bedeutung und die Wichtigkeit eines PMO kommuniziert wird. Denn viele Leute sehen diesen Unternehmensbereich als unnötige Bürokratie. Dabei kann ein Project Management Office hilfreich sein, den Unternehmenserfolg zu sichern. Dessen sollten sich auch die Mitarbeiter bewusst werden.

  • Kleine Erfolge: In jedem Unternehmen gibt es unterschiedliche Probleme und Gründe, warum ein PMO notwendig wird. Damit dieser Bereich auch schnell akzeptiert wird, sollte daran gearbeitet werden, kleine Erfolge in einem relativ schnellen Zeitrahmen zu erzielen. Dies steigert die Begeisterung und reduziert die Ablehnung.

  • Langsam skalieren: Zudem ist es auch wichtig, dass ein PMO zu Beginn nur für einzelne Abteilungen oder Standorte eingesetzt wird. So kann beobachtet werden, wie hilfreich der Einsatz eines Project Management Office wirklich ist und welche Auswirkungen dieser hat. Mit der Zeit kann dann die Größe des PMO erhöht werden.

PMO und KI: So gestalten Sie das PMO der Zukunft

61 % der High-Performer-PMOs setzen bereits auf KI für Reporting, Kommunikation und Risikomanagement – besonders in größeren Organisationen. Doch KI im PMO bedeutet mehr als nur Trendbeobachtung: Unternehmen wie Morningstar zeigen, wie KI-gestützte Workflows konkrete, messbare Ergebnisse liefern.

KI-gestützter Eingang von Anfragen

Einer der größten Zeitfresser im PMO ist die manuelle Erfassung, Bewertung und Priorisierung eingehender Projektanfragen. KI-gestützte Eingangsprozesse automatisieren diese Schritte und schaffen sofort Struktur.

Bei Morningstar hat das Team für Altersvorsorgeprodukte mit Asana AI Studio ein strukturiertes Framework implementiert, um den gesamten Produktlebenszyklus vom Eingang der Anfragen bis zur Wirkungsmessung zu verwalten. Anfragen werden automatisch benannt, Informationslücken identifiziert und standardisierte Zusammenfassungen für eine einfachere Bewertung erstellt.

Das Ergebnis: Die Bearbeitungszeit für Anfragen wurde um zwei Wochen verkürzt, und das Team konnte von einer reaktiven Ausführung zu einer strategischen, wertorientierten Planung übergehen. Gleichzeitig spart die KI-gestützte Content-Pipeline des Forschungsteams jährlich etwa 14.976 Stunden ein.

Automatisierte Content- und Projekt-Pipelines

Wenn Inhalte, Dokumente und Projektartefakte über verschiedene Abteilungen hinweg koordiniert werden müssen, entstehen oft Verzögerungen und redundante Arbeitsschritte. KI-gestützte Pipelines automatisieren die Zuweisung, Nachverfolgung und Freigabe solcher Prozesse.

Bei Morningstar ersetzte das Unternehmen ein veraltetes System durch eine zentralisierte Pipeline für Forschungsinhalte in Asana, die von AI Studio unterstützt wird. Fast 300 Beteiligte aus den Bereichen Forschung, Redaktion, Lektorat, Medien und Marketing arbeiten nun auf einer einzigen Plattform zusammen. Durch die Automatisierung von Zuweisungen, Statusbenachrichtigungen und Freigaben spart das Team jährlich rund 600.000 US-Dollar ein.

Datenbasierte Entscheidungsfindung mit KI

PMOs treffen täglich Entscheidungen über Ressourcenzuweisung, Projektpriorisierung und Risikobewertung. KI-gestützte Dashboards und Analysen liefern die Datengrundlage, um diese Entscheidungen schneller und fundierter zu treffen.

Das zentrale Technologieteam von Morningstar spart durch die Optimierung von Workflows und die Steigerung der Effizienz mit Asana jährlich 1.972 Arbeitstage ein. Da alle Aufgaben in miteinander verknüpften Projekten und Portfolios organisiert sind, haben Führungskräfte in jeder Phase des Workflows den vollen Überblick. Teams können die Risiken und den Mehrwert ihrer Arbeit besser einschätzen und fundiertere Entscheidungen über Priorisierungen treffen.

Mit Asanas AI Studio lassen sich KI-gestützte Automationen umsetzen, Dashboards einbinden und die Verknüpfung zwischen operativen Projekten und Unternehmenszielen schaffen. Die Nutzung von KI-Funktionen in Asana ist damit nicht nur trendgemäß, sondern strategisch smart.

AI Studio entdecken

Starten Sie Ihr PMO mit der richtigen Plattform

Ein erfolgreiches PMO braucht mehr als klare Prozesse und engagierte Mitarbeitende. Es braucht eine Plattform, die Strategie, Projekte und Teams miteinander verbindet. Asana unterstützt PMOs dabei, Ressourcen zu planen, Projekte zu steuern und den Überblick über das gesamte Portfolio zu behalten. Mit Funktionen wie AI Studio, Asana Dash und AI Teammates automatisieren Sie wiederkehrende Aufgaben, schaffen Transparenz und treffen datenbasierte Entscheidungen.

Testen Sie Asana kostenlos und legen Sie den Grundstein für ein PMO, das Ihr Unternehmen nachhaltig voranbringt.

Häufig gestellte Fragen

Verwandte Ressourcen

Artikel

Strategische Planung mit der Hoshin-Kanri-Methode