Fast jedes Produkt muss genehmigt werden. Das kann heißen, dass Sie ein OK von Ihrem Team brauchen, oder auch Unterstützung auf der Führungsebene. Vielleicht haben Sie schon mal einen Projektplan oder eine Projektcharta benutzt, um eine neue Initiative vorzustellen und grünes Licht zu erhalten. Aber wenn Ihr Vorschlag eine größere Investition erfordert, müssen Sie eventuell einen Business Case präsentieren.
Haben Sie noch nie einen Business Case geschrieben? Kein Problem, wir helfen Ihnen. Mit ein paar Ressourcen und guter Planung können Sie einen Business Case schreiben, der Ihnen hilft, die nötigen Mittel und Unterstützung für ein erfolgreiches Projekt zu erhalten.
Projekte mit Asana planenEin Business Case ist ein Dokument, das den erwarteten Nutzen einer geplanten Investition oder Geschäftsinitiative für Ihr Unternehmen darlegt. Er beschreibt Ziele, Kosten, Risiken und Vorteile, damit Entscheider fundiert über die Genehmigung urteilen können.
Typische Anlässe für einen Business Case sind etwa eine Marketingkampagne für ein neues Produkt, die Aufstockung des Budgets einer bestehenden Initiative oder eine größere Investition in eine externe Agentur.
Ein überzeugender Business Case wird die erwarteten Vorteile dieser größeren Investitionsentscheidung aufzeigen. Wichtige Akteure werden anhand dieses Dokuments entscheiden, ob diese Initiative weiterverfolgt wird oder nicht.
Ein Business Case ähnelt anderen Planungsdokumenten, unterscheidet sich aber in Zweck und Umfang. Die folgenden Abschnitte zeigen die Abgrenzung zum Businessplan, zur Zusammenfassung und zur Projektcharta.
Ein Business Case ist ein Vorschlag für eine neue Strategie oder größere Initiative. Er sollte den Anforderungen des Unternehmens entsprechen und die Vorteile, die sich aus der Umsetzung einer neuen Idee für das Unternehmen ergeben, darlegen. Er liefert somit die Basis für fundierte Entscheidungen rund um eine Geschäftsidee.
Ein Businessplan bzw. Business Model dagegen ist für ein völlig neues Unternehmen gedacht. Normalerweise erstellen Sie einen Businessplan, um Ihre Strategie, Mission und Vision zu beschreiben – und auch, wie Sie Ihre Ziele erreichen wollen. Wenn Sie einen Businessplan für ein existierendes Unternehmen schreiben, dann nur, wenn Sie es komplett neu ausrichten wollen.
Dokument | Zweck | Einsatzbereich |
Business Case | Investition oder Initiative rechtfertigen | Neue Projekte, Budgeterhöhungen, größere Anschaffungen |
Businessplan | Geschäftsmodell und Strategie beschreiben | Unternehmensgründung oder komplette Neuausrichtung |
Zusammenfassung | Kernpunkte eines Dokuments kompakt darstellen | Letzter Schritt des Business Case |
Projektcharta | Projektziele, Umfang und Beteiligte festlegen | Kleinere Initiativen, Elevator Pitch |
Eine Zusammenfassung dient zur schnellen Übersicht eines wichtigen Dokuments. Sie beschreibt die wichtigsten Aspekte und Details, die für alle Projektbeteiligten relevant sind, in Kürze. Deswegen kann als letzter Schritt beim Erstellen eines Business Case eine Zusammenfassung geschrieben werden – mit einem kompakten Überblick über die wichtigsten Details, die Projektbeteiligte kennen sollten.
Lesenswert: So schreiben Sie ein Executive Summary – mit BeispielenWenn Sie einen Elevator Pitch (eine Art Kurzpräsentation für Ihr Projekt) erstellen wollen, aber keinen vollständigen Business Case brauchen, ist vielleicht eine Projektcharta das Richtige. Wie ein Business Case beschreibt auch eine Projektcharta die wichtigsten Details einer Initiative. In diesem Fall sind es drei Hauptelemente – Projektziele, Projektumfang und wichtige Projektbeteiligte. Ihr Managementteam wird die Projektcharta dann nutzen, um die weitere Entwicklung zu genehmigen.
Lesenswert: 3 Elemente, die in jeder Projektcharta enthalten sein solltenNicht jedes Projekt braucht einen Business Case (oder auch eine Projektcharta). Sie sollten solche Dokumente nur für Initiativen oder Investitionen erstellen, die Unternehmensressourcen in größerem Umfang benötigen. Wenn Sie an einer kleineren Initiative arbeiten, ist vielleicht eine Projektcharta das richtige Format, um die relevanten Beteiligten zu überzeugen.
Und auch wenn Sie niemanden überzeugen müssen, sollten Sie in der Lage sein, grundlegende Fragen zu Ihrem vorgeschlagenen Projekt zu beantworten, etwa:
Was ist das Ziel dieses Projekts?
Warum arbeiten wir an diesem Projekt?
Wie ist das Projekt mit den Unternehmenszielen verbunden?
Anhand welcher Metriken bewerten wir den Erfolg des Projekts?
Wer arbeitet am Projekt?
In welchem Zeitrahmen wir das Projekt abgeschlossen sein?
Wann wird der ROI (Return on Investment) erreicht?
Ein gut ausgearbeiteter Business Case schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen und langfristigen Projekterfolg. Unternehmen, die einen sorgfältigen Business Case erstellen, profitieren von folgenden Vorteilen.
Entscheidungssicherheit: Entscheider erhalten eine klare, datengestützte Grundlage, um Projekte zu genehmigen, abzulehnen oder zu priorisieren.
Risikominimierung: Potenzielle Risiken werden frühzeitig identifiziert und bewertet, sodass Gegenmaßnahmen bereits in der Planungsphase eingeleitet werden können.
Ressourcenoptimierung: Zeit, Budget und Personal werden gezielt dort eingesetzt, wo der größte Nutzen entsteht. Verschwendung wird vermieden.
Stakeholder-Alignment: Alle Beteiligten, von der Geschäftsführung bis zum Projektteam, sprechen dieselbe Sprache und verfolgen gemeinsame Ziele.
Vergleichbarkeit: Mehrere Projekte oder Handlungsoptionen lassen sich anhand einheitlicher Kriterien objektiv gegenüberstellen und bewerten.
Transparenz: Annahmen, Kosten und erwartete Ergebnisse sind für alle Beteiligten nachvollziehbar dokumentiert. Das stärkt das Vertrauen in den Prozess.
Der erste Abschnitt des Business Case ist Ihre Chance, mit einem überzeugenden Plädoyer für das neue Projekt zu beginnen. Stellen Sie sicher, dass Ihre Argumente den Interessen und Bedürfnissen Ihrer Zuhörer entsprechen. Auch wenn es der erste Abschnitt in Ihrem Business Case ist: Schreiben Sie ihn zuletzt. Außer den klassischen Elementen einer Zusammenfassung sollten Sie auch folgende Fragen beantworten:
Welches Unternehmensproblem löst Ihr Projekt? Das ist Ihre Chance, zu erklären, warum Ihr Projekt für die Verbesserung des Status Quo wichtig ist und warum Beteiligte aus der Führungsebene diese Möglichkeit ergreifen sollten.
Was ist das Geschäftsziel? Was passiert am Ende eines erfolgreichen Projekts? Wie werden Sie den Erfolg messen, und was würde dieser Erfolg für das Unternehmen bedeuten?
Wie passt dieser Business Case zum Business-Strategie-Plan des Unternehmens? Stellen Sie sicher, dass Ihr Projektvorschlag an den wichtigsten Unternehmenszielen ausgerichtet ist. Die vorgeschlagene Initiative sollte das Vision Statement Ihres Unternehmens unterstützen.
In diesem Teil des Business Case sollten Sie die finanziellen Grundlagen des Projekts anführen. Erstellen Sie diesen Abschnitt nicht allein, sondern zusammen mit dem Finanzteam Ihres Unternehmens. Insbesondere sollte der Abschnitt folgende Fragen beantworten:
Wie viel wird dieses Projekt kosten? Auch wenn die Initiative für Ihr Unternehmen komplettes Neuland ist, sollten Sie die möglichen Projektkosten recherchieren und zumindest schätzen.
Wie viel kostet jede einzelne Komponente des Projekts? Erstellen Sie eine Schätzung der Gesamtkosten des Projekts und spezifizieren Sie die Kosten für bestimmte Bestandteile des Projekts. Sie könnten zum Beispiel Projektkosten für neue Tools und Ressourcen, Ausgaben für die Wettbewerbsanalyse, Agenturkosten usw. haben.
Was ist die erwartete Investitionsrendite (ROI)? Sie haben die Kosten angesprochen – sprechen Sie jetzt darüber, wie Ihr Unternehmen von dieser Initiative profitieren wird. Sie sollten auch darlegen, wie Sie die Rendite berechnet haben.
Wie wird dieses Projekt den Cashflow beeinflussen? Cashflow ist das Geld, das von Ihrem Unternehmen eingenommen und ausgegeben wird. Große Investitionen kosten viel Geld und haben damit einen negativen Effekt auf den Cashflow – aber eine hohe Investitionsrendite hätte einen positiven Effekt auf den Cashflow.
Wie sieht die Sensitivitätsanalyse aus? Eine Sensitivitätsanalyse ist die Zusammenfassung der Unsicherheit in Ihren Zahlen. Es gibt immer viele Variablen, die Ihren Business Case beeinflussen. Erklären Sie, was diese Variablen sind und welche Auswirkungen mögliche Änderungen auf Ihre Prognosen haben.
Ihr Business Case schlägt eine neue Initiative vor. Zusätzlich zu den finanziellen Risiken sollten Sie auch über die Projektdetails sprechen. Zum Beispiel sollte Ihr Business Case Folgendes beinhalten:
Ihre Projektziele und erwartete Schlüsselergebnisse. Was geschieht am Ende des Projekts? Was wollen Sie beim Abschluss erstellt oder abgeliefert haben?
Ihr Projektplan. Ein Projektplan ist ein Wegweiser mit allen wichtigen Schritten, die Ihr Team erledigen muss, um Ihre Projektziele erfolgreich zu erreichen.
Den Projektumfang. Was sind die Limitationen Ihres Projekts? Auf welche Ziele, Ergebnisse und Fristen werden Sie hinarbeiten?
Eine Liste relevanter Beteiligter. Wer sind die wichtigsten Projektbeteiligten und Entscheidungsträger für diese Arbeit? Das können Mitglieder des Projektteams sein, die an der Initiative arbeiten sollen, aber auch Beteiligte aus der Führungsebene, die das Projekt unterstützen, oder externe Beteiligte.
Einen allgemeinen Projektstrategieplan in einer Gantt-Ansicht. In diesem Projektstadium brauchen Sie keine detaillierte Zeitleiste für Ihr Projekt, aber Sie sollten eine geschätzte Zeitplanung darüber vorstellen, wann jede Projektphase in Abhängigkeit zu den anderen stattfinden soll. Erstellen Sie dafür einen Projektstrategieplan in einem Programm, das Gantt-Diagramme oder ähnliche Ansichten unterstützt. Stellen Sie sicher, dass Sie im Projektstrategieplan auch Projektmeilensteine integrieren.
Jegliche wichtige Projektabhängigkeiten. Gibt es etwas, was dieses Projekt gefährden könnte? Hängt diese Arbeit von anderer Arbeit ab, die zurzeit noch nicht erledigt ist?
Nachdem Sie die finanziellen Aspekte und wichtigen Projektdetails erläutert haben, sollten Sie auch mögliche Projektrisiken ansprechen. Erstellen Sie einen Risikomanagement-Plan für Ihren Business Case, falls Sie das noch nicht getan haben. Beim Projektrisikomanagement geht es nicht darum, Risiken zu eliminieren; vielmehr identifizieren Sie mögliche Projektrisiken, analysieren sie, und beschäftigen sich schon vorab mit ihnen. Wenn Sie jedes Projektrisiko und dessen mögliche Effekte klar definieren, hilft es Ihnen und Ihrem Projektteam, diese Risiken einzukalkulieren und zu vermeiden.
In den Risiko-Abschnitt Ihres Business Case sollten Sie folgende Informationen aufnehmen:
Eine Risikoanalyse für sämtliche potenzielle Projektrisiken. Wo besteht ein Risiko? Wie wahrscheinlich wird dieses Risiko eintreten? Wie hoch ist das Risiko?
Annahmen, die Sie möglicherweise getroffen haben. Im Projektrisikomanagement sind Annahmen Ihre Gedanken zu einem Projekt, die zutreffen könnten, aber nicht zwangsläufig eintreten. Auf reinen Annahmen basierte Projektentscheidungen führen zu potenziellen Risiken. Stellen Sie den Wahrheitsgehalt Ihrer Annahmen sicher, um den Projekterfolg nicht zu gefährden.
Jegliche vergleichbaren Alternativen auf dem Markt. Wenn Sie einen Business Case für ein neues Produkt oder eine neue Initiative schreiben, evaluieren Sie alles, was es bereits auf dem Markt gibt. Könnte die Alternative Ihre finanzielle Einschätzung oder den Projekterfolg beeinflussen?
Im letzten Abschnitt Ihres Business Case sollten Sie beschreiben, wie Sie aus ihrem Plan ein umsetzbares Projekt machen wollen. Dieser Abschnitt sollte zum Beispiel die folgenden Fragen beantworten:
Wie werden Entscheidungen getroffen? Wer ist für das Projekt verantwortlich? Wer ist der Projektsponsor? Vielleicht kann ein RACI-Diagramm helfen, die Verantwortlichkeiten im Projekt zu identifizieren.
Wie wird Fortschritt gemessen und über ihn berichtet? Nicht jeder Projektbeteiligte muss über jede Änderung informiert werden. Beschreiben Sie die wichtigsten Aspekte Ihres Kommunikationsplans, und wie Sie die Statusaktualisierungen des Projekts kommunizieren werden.
Wie ist das weitere Vorgehen? Welche nächsten Schritte werden Sie unternehmen, um diesen Business Case umzusetzen, wenn das Management ihn genehmigt?
Ihr Business Case sollte nicht nur die wichtigsten Zahlen und Fakten beinhalten, sondern auch die Hintergründe beleuchten und zeigen, warum eine bestimmte Investition oder Initiative sinnvoll für Ihr Unternehmen ist. Im Zweifel verzichten Sie auf Fachsprache und halten Sie sich kurz. Befolgen Sie diese fünf Schritte, um einen überzeugenden Business Case zu erstellen.
Ein gutes Beispiel liefert Benefit Cosmetics: Durch zentralisiertes Projektmanagement mit Asana spart das Unternehmen 52 Arbeitstage pro Jahr ein und hat die Kampagnenzeitplanung von einer Stunde auf fünf Sekunden verkürzt. Diese messbaren Ergebnisse zeigen, wie fundierte Business Cases mit den richtigen Tools entstehen. Entdecken Sie, wie Asana AI Studio Ihre Business-Case-Erstellung optimiert.
Sie sollten den Business Case nicht ganz allein schreiben. Holen Sie die Teammitglieder und Projektbeteiligten der entsprechenden Abteilungen mit ins Boot. So sollte zum Beispiel das IT-Team an jeder Entscheidung über Tools und Zeitplan beteiligt sein, und das Finanzteam sollte alle Budget- und Risikomanagement-Abschnitte überprüfen. Wenn Sie ein solches Dokument für eine neue Initiative, Produktlinie oder eine neue Klientel erstellen, denken Sie daran, Experten zu involvieren.
Einige der ersten Abschnitte (wie etwa die Zusammenfassung) sollten Sie als Letztes schreiben, wenn Sie bereits all die nötigen Ressourcen und Informationen gesammelt haben. In Ihrer Zusammenfassung präsentieren Sie die Ergebnisse und können anschließend eine Empfehlung machen, die auf vielen Faktoren basiert. Wenn Sie all diese Details (zum Beispiel das Projektziel, finanzielle Informationen und Projektrisiken) zu Beginn darlegen, enthält die Zusammenfassung garantiert alle wichtigen Informationen.
Ein Business Case stellt eine bedeutende Investition Ihres Unternehmens zur Diskussion. Aber genauso ist das Schreiben eine beträchtliche Investition Ihrer Zeit. Nicht jede Initiative passt zu Ihrem Unternehmen. Stellen Sie also sicher, dass Sie Beteiligte über Ihre Arbeit am Laufenden halten. Sie wollen schließlich nicht vergebens Zeit für ein Dokument aufwenden, das von den Projektbeteiligten letztendlich abgelehnt wird.
Vielleicht sollten Sie Ihren guten Draht zum Projektsponsor oder einem Projektverantwortlichen nutzen, um zunächst einen Teilentwurf zu präsentieren und deren Zustimmung einzuholen. Auch im weiteren Verlauf sollten Sie sich Feedback einholen, um sicherzustellen, dass einzelne Abschnitte nicht unter K.-o.-Kriterien von wichtigen Beteiligten fallen.
Wenn Sie Abschnitte Ihres Business Case erstellen, lohnt es sich oft, bereits erstellte Abschnitte nochmal unter die Lupe zu nehmen und sie nach Bedarf anzupassen. Wenn Sie zum Beispiel mit Ihrem Finanzteam die Kosten-Nutzen-Analyse bzw. Investitionsrechnung fertiggestellt haben, sollten Sie die finanziellen Risiken des Projekts aktualisieren, um die Business-Case-Analyse so detailliert wie möglich zu gestalten.
Gehen Sie den Business Case nochmal mit den wichtigsten Beteiligten durch, bevor Sie ihn präsentieren; so können Sie Abschnitte finden, die Sie noch weiter verbessern können. Jetzt ist auch die Zeit gekommen, um die Zusammenfassung zu schreiben, mit der das Dokument beginnen wird. Je nach Umfang Ihres Business Case sollte die Zusammenfassung eine bis zwei Seiten lang sein.
Lesenswert: Anleitung zur Durchführung einer Wettbewerbsanalyse – mit BeispielenDer letzte Schritt ist die eigentliche Präsentation Ihres Business Case. Beginnen Sie mit einem kurzen Elevator Pitch, der Fragen nach dem Was, Warum und Wie Ihres Vorschlags beantwortet. Betrachten Sie Ihre Präsentation als eine Gelegenheit, die gegenwärtigen Unternehmensziele zu erläutern, wie Ihre Idee zu den Zielen des Unternehmens beiträgt und wie Ihr Unternehmen von Ihrem Vorschlag profitieren kann. Vergessen Sie nicht, mögliche Risiken oder Bedenken Ihrer Zuhörer anzusprechen.
Gehen Sie Ihren Business Case nicht Seite für Seite durch. Teilen Sie das Dokument stattdessen vor der Präsentation mit den Beteiligten, sodass sie es im Voraus lesen können. Teilen Sie es dann nochmal nach der Präsentation, sodass sie tiefer ins Detail gehen können.
PRINCE2 ist eine Projektmanagement-Methode, welche den Business-Case ins Zentrum aller Aktivitäten rückt. Anders als in vielen anderen Frameworks sorgt PRINCE2 ausdrücklich dafür, dass dieser Business-Case nicht nur ein interner Projektplan ist, sondern die Verbindung zwischen Geschäftsführung bzw. Portfolio-Verantwortlichen und dem Projektteam bildet.
Die Verantwortung liegt hierbei beim Auftraggeber selbst. Zwar kann die inhaltliche Erarbeitung an den Projektmanager delegiert werden, doch die Gesamtverantwortung verbleibt weiterhin beim Auftraggeber. Daher muss er den Business-Case auch am Ende der Initiierungsphase formell absegnen.
Gründe für das Projekt: Warum überhaupt mit dem Projekt starten? (z. B. rückläufige Nachfrage)
Handlungsalternativen: Mindestens die „Nichts tun"-Option gehört in jede Betrachtung.
Erwarteter Nutzen: Welchen Mehrwert bringt das Projekt? (z. B. höhere Nachfrage)
Risikobetrachtung: Welche Faktoren könnten Erfolg oder Kosten beeinflussen?
Kosten & Zeitrahmen: Basierend auf dem Projektplan.
Investitionsrechnung: Bewerten Sie die finanziellen Auswirkungen, auch bei nicht finanziellen Projektergebnissen.
Nutzenbewertung: Erstellen Sie Sensitivitätsanalysen und prüfen Sie unterschiedliche Szenarien („gut, mittel, schlecht" – bei PRINCE2 als „GAP-Analyse" benannt, obwohl der Begriff auch abweichen kann).
Selbst erfahrene Projektverantwortliche machen beim Erstellen eines Business Case vermeidbare Fehler, die zu Projektverzögerungen, Budgetüberschreitungen oder der Ablehnung des Vorhabens führen können. Wer diese Fallstricke kennt, kann sie gezielt umgehen.
Unrealistische Annahmen: Zu optimistische Kosten- oder Nutzenschätzungen untergraben die Glaubwürdigkeit. Basieren Sie Ihre Zahlen stets auf validierten Daten.
Fehlender Stakeholder-Einbezug: Ein Business Case ohne Einbindung relevanter Interessengruppen stößt oft auf Widerstand. Holen Sie frühzeitig Input von Entscheidern und Fachbereichen ein.
Vernachlässigung von Risiken: Wer Risiken ausblendet oder zu knapp behandelt, verliert an Glaubwürdigkeit. Eine ehrliche Risikoabschätzung stärkt das Vertrauen der Entscheider.
Mangelnde Aktualisierung: Ein Business Case ist kein statisches Dokument. Wird er nicht regelmäßig an veränderte Rahmenbedingungen angepasst, verliert er seinen Steuerungswert.
Unklare Erfolgskriterien: Ohne messbare KPIs lässt sich nicht beurteilen, ob das Projekt seinen Zweck erfüllt hat. Definieren Sie von Anfang an, woran der Erfolg gemessen wird.
Moderne Tools helfen, diese Fehler systematisch zu vermeiden. Der Business-Case-Ersteller AI Teammate von Asana erstellt ROI-basierte Business Cases strukturiert und datengestützt, sodass fehlende Kennzahlen oder lückenhafte Risikobetrachtungen von vornherein adressiert werden.
Sie haben einen wohldurchdachten Business Case entworfen, der akzeptiert wurde. Herzlichen Glückwunsch! Der nächste Schritt ist die Umsetzung. Große Veränderungen sind eine echte Herausforderung und die Realisierung Ihres Business Cases ist diesbezüglich keine Ausnahme.
Stellen Sie sicher, dass Sie ein Projektmanagement-Tool haben, um Ihre neue Initiative verwalten und organisieren zu können. Mit einer zentralen Informationsquelle können Sie nachverfolgen, wer was bis wann erledigt, Statusaktualisierungen teilen und Projektbeteiligte auf dem Laufenden halten. So wird aus einem tollen Business Case ein erfolgreiches Projekt.
Mit 30 vorgefertigten AI Teammates für Marketing, Operations und IT unterstützt Asana die Umsetzungsphase, indem wiederkehrende Aufgaben automatisiert und Engpässe frühzeitig erkannt werden.
Wie erfolgreiche Umsetzung mit den richtigen Tools aussieht, zeigt das Beispiel von STAUFF. Das deutsche Fertigungsunternehmen spart durch Automatisierung in Asana 45 Arbeitstage pro Jahr ein, erzielt 65 % mehr Transparenz dank Zielen und Portfolios und koordiniert heute 93 Teams auf einer zentralen Plattform. Erfahren Sie, wie Asana AI Studio auch Ihr Unternehmen bei der Umsetzung unterstützen kann.