Kanban vs. Scrum: Was ist der Unterschied?

Kanban und Scrum – diese Begriffe dürften Ihnen bereits bekannt sein. Doch was bedeuten sie genau? Handelt es sich bei Scrum nicht um einen Rugby-Begriff?

Da jedes Team die eigenen Kanban- oder Scrum-Prozesse auf unterschiedliche Art und Weise durchführt, werden Sie je nach dem, in welchem Bereich Sie tätig sind, möglicherweise auf unterschiedliche Strategien stoßen. Beide Frameworks entstammen visuellen Projektmanagementmethoden, so dass beide eine großartige Möglichkeit für die Zusammenarbeit von Teams sein können. Doch bevor wir die beiden Methoden vergleichen und gegenüberstellen können, müssen wir zunächst die jeweilige Bedeutung verstehen.

Kanban

Kanban bezieht sich am häufigsten auf eine visuelle Projektmanagementstrategie, bei der die Arbeit in einer tafelähnlichen Ansicht mit Spalten zur Darstellung der Arbeitsschritte angezeigt wird. Bei einem Kanban-Board durchlaufen die einzelnen Aufgaben verschiedene Phasen, bis sie erledigt sind.

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Die Geschichte von Kanban

Die Kanban-Methode wurde ursprünglich von Taiichi Ohno während seiner Zeit bei Toyota als Methode der „schlanken Fertigung“ entwickelt. Im Japanischen ist Kanban eine Kombination aus zwei Wörtern: 看 (Kàn), was Zeichen bedeutet, und 板 (Bǎn), was Tafel bedeutet. Ursprünglich benutzte das Kanban-System von Ohno Papierkarten, um die Nachfrage in der Toyota-Fabrik zu verfolgen. Anstatt zu versuchen, die Nachfrage zu antizipieren und dann für diese antizipierte Nachfrage zu produzieren, produzierte und lieferte seine Kanban-Methode Produkte als Ergebnis der realen Verbraucher-Nachfrage.

Kanban heute

Das von Taiichi Ohno entwickelte Kanban-Framework wurde über mehrere Jahrzehnte hinweg digitalisiert, angepasst und verfeinert, um zu dem Agilen Projektmanagement-System zu werden, das wir heute kennen. Im Kern ist das moderne Kanban-Framework eine visuelle Online-Methode zur Arbeitsverwaltung. Wenn heute von „Kanban“ die Rede ist, sind damit häufig die Kanban-Boards gemeint. Sie sind die visuelle Ansicht des Projektmanagements, die die Kanban-Methodik zum Leben erweckt.

In einem Kanban-Board werden die verschiedenen Phasen der Arbeitsabwicklung durch Spalten dargestellt. Innerhalb jeder Spalte bilden visuelle Karten – ähnlich den ersten Papierkarten von Ohno in der Fabrikhalle – die einzelnen Aufgaben ab.

Bug-Tracking Kanban-Board

Kanban-Boards sind eine der beliebtesten Formen des visuellen Projektmanagements. Wie andere Arten des visuellen Projektmanagements sind Kanban-Boards manchmal am effektivsten, um auf einen Blick einen einfachen Einblick in ein Projekt zu erhalten.

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Vorteile von Kanban-Boards

Wenn Sie ein Kanban-Board für das visuelle Projektmanagement verwenden, stellen Sie Ihrem Team in übersichtlicher Form eine Vielzahl von Informationen zur Verfügung. Wenn Sie Ihr Kanban-Board in einem Work Management Tool erstellen, erfassen Ihre Kanban-Board-„Karten“, die einzelne Aufgaben oder Ergebnisse darstellen, auch die verantwortliche Person, das Fälligkeitsdatum und alle relevanten Details wie Priorität oder Aufgabentyp. Mit einem Arbeitsmanagement-Tool können Sie die Karte auch erweitern, um Aufgabendetails, Kontext, relevante Dateien und mehr anzuzeigen.

Mit Kanban-Boards hat Ihr Team eine flexible Möglichkeit zur Visualisierung der laufenden Arbeit. In der Regel zeigen die Spalten der Kanban-Boards die einzelnen Arbeitsphasen an (z. B. „To do“, „In Bearbeitung“ und „Erledigt“). Aus diesem Grund sind sie beliebte visuelle Projektmanagement-Tools für Teams, die laufende Prozesse und Projekte wie kreative Anfragen oder Bug-Tracking-Projekte durchführen. Es ist zudem möglich, nach eigenem Belieben Spalten im Kanban-Board einzurichten. So können Sie Spalten nach Aufgabenempfänger, „swimlane“ und Verantwortlichkeit oder Fälligkeitsdatum erstellen.

Angesichts ihrer Effektivität bei der Visualisierung von Arbeit, stellen Kanban-Boards eine Kernkomponente der meisten Projektmanagement-Tools dar. Wenn Sie das passende Projektmanagement-Tool für Ihr Team auswählen möchten, vergewissern Sie sich, dass es eine Kanban-Ansicht bietet. Besser noch, wählen Sie ein Tool, mit dem Sie verschiedene Möglichkeiten haben, die Arbeit zu betrachten. So ist beispielsweise in Asana die Boardansicht (oder Kanban) neben der Zeitleisten-, Kalender- und Listenansicht eine von vier Möglichkeiten, die Sie zur Veranschaulichung Ihrer Arbeit auswählen können.

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Scrum

Wie auch Kanban, ist Scrum ein Framework, welches die Zusammenarbeit und Durchführung von relevanter Arbeit fördert. Im Gegensatz zu Kanban, das fast ausschließlich auf der von Taiichi Ohno entwickelten visuellen Form des Projektmanagements basiert, ist Scrum ein vollständiges Framework, mit dem Sie „Teams leiten“ können.

Die Geschichte von Scrum

Der Begriff „Scrum“ wurde von Hirotaka Takeuchi und Ikujiro Nonaka ursprünglich in der Produktentwicklung, in ihrem 1986 in der Harvard Business Review erschienenen Artikel The New New Product Development Game verwendet. In dem Artikel stellen sie Scrum vor:

„Zunehmend erkennen Unternehmen, dass der alte, sequentielle Ansatz bei der Entwicklung neuer Produkte einfach nicht zum Erfolg führt. Stattdessen wenden Unternehmen in Japan und den Vereinigten Staaten eine ganzheitliche Methode an. Ähnlich wie beim Rugby wird der Ball innerhalb des Teams weitergegeben, während sich dieses als Einheit auf dem Spielfeld voran bewegt.“

Im Jahr 1995 veröffentlichten Ken Schwaber und Jeff Sutherland dann den SCRUM-Entwicklungsprozess, in dem sie die Techniken und Prinzipien des modernen Scrum skizzierten. Schwaber und Sutherland forschten weiter und verfeinerten ihre Scrum-Methodik, insbesondere in ihrem Scrum-Handbuch – ein Dokument, das sie regelmäßig aktualisieren. Im Scrum-Handbuch definieren Sie Scrum „nicht als Prozess, Technik oder definitive Methode. Es ist vielmehr ein Framework, innerhalb dessen Sie verschiedene Prozesse und Techniken anwenden können.“ Nach Schwaber und Sutherland hilft Scrum den Teams, ihr Produkt, ihr Team und ihre gesamte Arbeitsumgebung kontinuierlich zu verbessern. Dies geschieht, indem Scrum die Teams dazu ermutigt, sich mit der Effektivität ihrer Arbeitstechniken auseinanderzusetzen, und die Teams herausfordert, diese kontinuierlich weiterzuentwickeln und zu verbessern.

Scrum heute

Heute arbeiten Produkt-, Ingenieur-, Softwareentwicklungs- und andere Agile-Teams mit Scrum, um ihre Arbeit schneller und effektiver auszuführen. Für die Durchführung von Scrum wird in der Regel ein Scrum-Master eingesetzt, der für die Durchführung der drei verschiedenen Scrum-Phasen verantwortlich ist und dafür sorgt, dass alle auf dem neuesten Stand sind. Der Scrum-Master kann Ihr Teamleiter, Projektmanager, Produktinhaber oder auch die Person sein, die am meisten an der Umsetzung der drei traditionellen Scrum-Phasen interessiert ist:

  • Phase 1: Sprintplanung. Ein Scrum-Sprint dauert in der Regel 2 Wochen, wobei die Teams auch längere oder kürzere Sprints durchführen können. Während der Sprint-Planungsphase werfen der Scrum-Master und das Team einen Blick auf den Arbeitsrückstand des Teams und wählen die Aufgaben aus, die während des Sprints zu erledigen sind.
  • Phase 2: Tägliche Scrum-Standups. Im Verlauf des Scrums (auch bekannt als Scrum-„ Laufzeit“) treffen sich die Teams üblicherweise täglich kurz, um den Fortschritt zu überprüfen und sicherzustellen, dass der Umfang der zugewiesenen Arbeit angemessen ist.
  • Phase 3: Sprint-Retrospektive. Wenn der Scrum beendet ist, veranstaltet der Scrum-Master ein Sprint-Retrospektive-Meeting. Hier werden die Arbeitsleistung evaluiert, unvollendete Aufgaben zurück in den Backlog aufgenommen und man bereitet sich auf den nächsten Sprint vor.

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Bei Scrum wird nicht das Ziel verfolgt, etwas in zwei Wochen fertigzustellen, abzuliefern und sich nie wieder damit zu befassen. Stattdessen vertritt Scrum den Ansatz der „kontinuierlichen Verbesserung“, bei dem Teams kleine Schritte hin zu größeren Zielen machen. Durch die Aufteilung der Arbeit in kleinere Teile verhilft Scrum den Teams, Prioritäten besser zu setzen und die Arbeit effizienter zu gestalten.

Vorteile von Scrum

Teams, die mit Scrum arbeiten, haben klar definierte Regeln, Abläufe und Verantwortlichkeiten. Darüber hinaus verhelfen tägliche Scrum-Meetings, kombiniert mit Sprintplanung und Sprint-Review (oder „retrospektiven“ Meetings), den Teams, die aktuellen Prozesse kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern.

Da Scrum aus einem Backlog schöpft und mit einem Sprint-Planungs-Meeting beginnt, bietet Scrum eine einfache, inhärente Struktur für Teamleiter oder Produktinhaber, um die wichtigsten Arbeiten ihres Teams zu verwalten und zu unterstützen. Dieser Grad der eingebauten Priorisierung wird mit klar definierten Verantwortlichkeiten kombiniert. Während eines Scrum hat Ihr Team für jeden Sprint einen voreingestellten und begrenzten Arbeits- und Zeitaufwand.

Moment, was ist dann Agile?

Wenn wir über Kanban und Scrum sprechen, gibt es oft noch einen dritten Begriff, der häufig verwendet wird: Agile.

Agile Teams arbeiten oft mit Scrum und Kanban-Boards. Dabei es ist hilfreich, sich Agile als einen größeren, übergreifenden Begriff vorzustellen. Genauso wie Sie ein Kanban-Board verwenden können, ohne dabei Scrum einzusetzen, kann es ein agiles Team geben, welches ohne Scrum und Kanban-Boards arbeitet. Stellen Sie sich Agile als eine Projektmanagement-Philosophie vor. Eine Agile-Methodik zu befolgen bedeutet, sich an einer sich wiederholenden und progressiven Entwicklung zu orientieren, die Teams dabei unterstützt, auf Veränderungen zu reagieren und mit Unsicherheiten umzugehen. Sowohl Kanban als auch Scrum sind Untergruppen der Agile-Methodik.

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Der Unterschied zwischen Kanban und Scrum

Da Sie nun ein besseres Verständnis davon haben, was Kanban und Scrum sind und woher die beiden Frameworks kommen, lassen Sie uns als Nächstes über deren Unterschied sprechen, damit Sie wissen, welches Sie wann verwenden sollten.

Scrum ist eindeutiger als Kanban

Als definiertes Framework beinhaltet Scrum einen spezifischen Satz von „Regeln“, die von den Teams einzuhalten sind. Sie können jede Scrum-Regel in Bezug auf Ihr Team modifizieren oder anpassen. Grundsätzlich gibt es jedoch für jedes Scrum: einen Scrum-Master, einen Backlog, eine Sprint-Periode, regelmäßige Stand-up-Meetings und ein definiertes Ende für jeden Sprint.

Kanban hingegen wird am häufigsten zur Visualisierung von Arbeit jeglicher Art herangezogen. Tatsächlich führen viele Teams Scrum auf einem Kanban-Board aus, wobei in diesen Fällen immer noch Scrum und nicht Kanban ausgeführt wird. Stellen Sie sich Kanban weniger als eine „Methodik“ mit einer Reihe von Regeln vor, sondern vielmehr als ein Instrument zur Visualisierung der Arbeit.

Scrum ist zeitgebunden

Die Arbeit mit Scrum basiert auf Sprints, hierbei handelt es sich um zweiwöchige Arbeitszyklen. Während eines Scrum-Zyklus beginnt Ihr Team mit einem Backlog. Am Ende eines Sprints haben Sie eine Ansammlung fertiggestellter Aufgaben – dabei ist es ganz gleich, um welche Art von Arbeit es sich handelt. Es wird nicht jedes Team alle Aufgaben, die ihm während eines Scrum-Zyklus zugewiesen wurden, fertigstellen. So ist das Ziel von Scrum in erster Linie, am „Ende“ Ihres Sprints ein Ergebnis zu erhalten.

Wenn Teams Scrum auf Kanban-Boards (manchmal auch Scrum-Boards genannt) ausführen, erstellen sie häufig für jeden Scrum-Sprint ein neues Board. Hierfür gibt es zwei Gründe:

  1. Teams, die für jeden Sprint neue Boards erstellen, können ganz von Neuem beginnen. Dies erleichtert es dem Scrum-Master und dem Scrum-Team, die neue Arbeit, die sie für jeden Sprint zu leisten haben, zu visualisieren.
  2. Scrum-Master verwenden vorherige Scrum-Boards, um zu verfolgen, welche Arbeiten während jedes Scrum-Zyklus durchgeführt wurden. Da ein wichtiger Grund, warum Teams Scrum implementieren, Prozessverbesserung und Effizienz sind, kann ein Rückblick auf das bisher Erreichte hilfreich sein.

Im Gegensatz zu Scrum müssen Kanban-Boards nicht unbedingt ein Anfangs- oder Enddatum haben. Tatsächlich verwenden wir bei Asana Kanban-Boards zumeist, um laufende Prozesse darzustellen. Aufgrund der flexiblen Natur dieser visuellen Tafeln eignen sie sich hervorragend zur Verwaltung von Anfrageprozessen oder Anfragen für Kreativprojekte, ohne dass ein spezifischer Zeitrahmen vorgegeben werden muss.

Die Spalten der Kanban-Boards können auf verschiedene Weise organisiert werden

Wenn Sie ein Scrum durchführen, ist es wichtig, die Arbeit nachzuverfolgen, während sie sich durch die verschiedenen Phasen bewegt. Vom Produkt-Backlog bis hin zum fertigen Ergebnis ist die Messung des Arbeitsfortschritts eine der wichtigsten Methoden, um den Sprint auf Kurs zu halten. Zudem ist es ein wichtiger Teil Ihrer täglichen Stand-Up-Scrum-Meetings.

Aber innerhalb eines nicht auf Scrum basierendem Kanban-Boards können die Spalten eine Vielzahl von Arbeiten darstellen, nicht nur den Arbeitsstatus. Sie könnten zum Beispiel ein Kanban-Board mit „Swimlane“-Spalten für jedes Mitglied Ihres Teams erstellen, um die geleistete Arbeit zu verfolgen. Alternativ könnte ein Kanban-Board Spalten haben, die die Arbeit darstellen, die jeden Monat ausgeführt wird - oder ein retrospektives Kanban-Board, welches die Arbeit erfasst, die zuvor in einem bestimmten Monat ausgeführt wurde. Die Spalten eines Kanban-Boards können alles sein, was Sie gerade benötigen. Ganz im Gegensatz zu Scrum, das viel strikter definierte Regeln hat.

Kanban-Board für Kreativanfragen

Sowohl Kanban als auch Scrum ermutigen Teams zu einer kontinuierlichen Verbesserung

Einer der Kernpunkte der agilen Methodik ist Flexibilität und kontinuierliche Verbesserung. Das ist auch einer der Gründe, warum sich Produkt-, Ingenieurs- und Softwareentwicklungsteams so sehr zur agilen Philosophien hingezogen fühlen. Kontinuierliche Verbesserung ist ein großer Teil sowohl von Kanban als auch von Scrum.

Anstatt in Scrum über einen längeren Zeitraum an einem Produkt zu arbeiten und es erst auszuliefern, wenn es perfekt ist, beschreibt der Prozess der kontinuierlichen Verbesserung in Scrum vielmehr das Leitbild „Prozess über Perfektion“. Während eines Sprints arbeiten die Teams an neuen Produkten, Funktionen oder Tools und stellen diese auch direkt bereit. Anschließend folgt bei Bedarf eine kontinuierliche Verbesserung.

Bei Kanban bezieht sich die kontinuierliche Verbesserung mehr auf das Team und seine Prozesse als auf einzelne Aufgaben. Kanban stellt Teams vor die Herausforderung, immer nach Wegen zu suchen, sich schrittweise anzupassen, zu verbessern und auf mehreren Ebenen weiterzuentwickeln.

Sowohl Kanban als auch Scrum können Teams bei der Zusammenarbeit unterstützen

Auch wenn die Zusammenarbeit je nach dem Framework, für das sich Ihr Team entscheidet, unterschiedlich aussehen kann, sind sowohl Kanban als auch Scrum grundsätzlich eine Möglichkeit für Teams, besser zusammenzuarbeiten.

In einem Scrum-Framework sind die strengen Regeln eine gute Möglichkeit für Teams, die Arbeit der anderen einsehen zu können. Die festgelegten Rollen, festgesetzten Meetings und regelmäßigen Sprints machen es jedem Mitglied des Scrum-Teams leicht, einen schnellen Einblick in das zu gewinnen, woran jedes Teammitglied arbeitet. Zudem auch in den Arbeitsfortschritt und was sie am Ende jedes Sprints erwarten können. Und noch einen Vorteil hat es, wenn mehrere Teams in Ihrem Unternehmen Scrum anwenden. Funktionsübergreifende Teams können sich schneller orientieren und ein Scrum-Board leichter verstehen, da sie sich alle relativ ähnlich sind.

In ähnlicher Weise fördert Kanban die gegenseitige Sichtbarkeit unter den Mitarbeitern. Sobald Sie entschieden haben, was Ihr Kanban-Board repräsentiert, können sich die Teams schnell und einfach einen Überblick verschaffen, indem sie einfach auf dieses Board blicken.

Wann es sich lohnt, Kanban zu nutzen

Es gibt keine genaue Regel, wann Ihr Team Kanban, Scrum oder eine andere Form des visuellen Projektmanagements verwenden sollte. Wenn Folgendes zutrifft könnte Kanban jedoch eine gute Wahl sein:

  • Ihr Team benötigt ein visuelles Projektmanagementsystem
  • Sie möchten auf einen Blick den Stand eines Projekts verstehen
  • Sie sind nicht Teil eines Ingenieurs-, Produkt- oder Software-Entwicklungsteams
  • Sie arbeiten gerade an bereits laufenden Prozessen oder Projekten
  • Die meiste Ihrer Arbeit kann nicht in kurzen Zeiträumen fertiggestellt werden

Auch wenn Sie kein Scrum-Framework einsetzen, können Sie sich davon inspirieren lassen. Vielleicht möchten Sie zum Beispiel nicht, dass Ihre Arbeit auf zweiwöchige Sprints beschränkt ist. Dennoch möchten sich vielleicht einen Backlog für Ihr Team pflegen, um die Aufgaben besser verstehen und Prioritäten setzen zu können. Das Beste an Kanban ist, dass Sie sich das herausnehmen können, was für Sie funktioniert, und den Rest einfach verwerfen.

Wann es sich lohnt, Scrum zu nutzen

Scrum kann eine leistungsfähige Methode sein, Ihren gesamten Prozess zu organisieren und zu priorisieren. Auch wenn nicht jedes Team von Scrum profitiert, können Sie in folgenden Situationen von Scrum profitieren:

  • Sie sind in einem Ingenieurs-, Produkt-, Softwareentwicklungs- oder agilen Team tätig
  • Sie denken, Ihr Team könnte von einer etwas strikteren Struktur profitieren
  • Sie müssen einen größeren Backlog abarbeiten
  • Ihr Team fühlt sich durch kurze Fristen und schnelle Ergebnisse motiviert
  • Jemand aus Ihrem Team engagiert sich dafür, der Scrum Master zu sein

Und bedenken Sie, dass Sie Scrum jederzeit auf einem Kanban-Board ausführen können. Um effektive tägliche Stand-Up-Meetings und hervorragende Sprintplanungen und Retrospektiven durchführen zu können, benötigen Sie eine leistungsfähige Methode, um Ihre Arbeit über die einzelnen Phasen hinweg zu visualisieren und alle Ihre laufenden Arbeiten verfolgen zu können. Kanban-Boards können dabei helfen, Ihren Sprint-Backlog zu bewältigen und den Fortschritt Ihrer Arbeit während eines Sprints zu organisieren, damit jeder Scrum-Zyklus auch ein Erfolg wird.

Kanban vs. Scrum: Was ist besser?

Die gute Nachricht ist: Sie müssen sich nicht entscheiden. Wenn sich Scrum für Ihr Team richtig anfühlt, können Sie Ihren Scrum-Workflow auf einem Kanban-Board visualisieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie das gesamte Scrum-Framework benötigen, ist das auch in Ordnung. Sie können ein Kanban-Board verwenden, um Ihr Team organisiert und agil zu halten.

Das Wichtigste ist, ein Framework und ein Tool zu finden, das für Sie funktioniert. Unabhängig davon, ob Sie ein Scrum- oder ein Kanban-Framework verwenden, stellen Sie sicher, dass Ihr Arbeitsmanagement-System flexibel genug ist, um Ihr Team zum Erfolg zu verhelfen.

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