6 Tipps für eine höhere Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz und den richtigen Umgang mit Veränderungen

Alicia Raeburn – FotoAlicia Raeburn7. März 20229 Minuten Lesezeit
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Zusammenfassung

Am Arbeitsplatz hilft Ihnen Anpassungsfähigkeit, eine Vielzahl von Situationen zu meistern. In diesem Artikel erläutern wir sechs Möglichkeiten, wie Sie Ihre Anpassungsfähigkeit ausbauen können, indem Sie Problemlösungsstrategien entwickeln, Veränderungen als eine Chance betrachten, neuen Dingen gegenüber aufgeschlossen bleiben, Achtsamkeit üben und sich aus der Komfortzone herauswagen.

Der Arbeitsplatz verändert sich ständig und erfordert einen dynamischen Arbeitsstil. Eine Kampagne, die an einem Tag brillant funktioniert, kann bereits am nächsten Tag ein Flop sein. Oder der Kollege, auf den man sich immer verlassen könnte, ist unangekündigt im Urlaub.

Diese Erfahrung konnten wir alle in den letzten Monaten und Jahren machen, als sich die Unternehmen auf die Höhen und Tiefen einer Pandemie einstellen mussten. Die daraus resultierenden Veränderungen waren erheblich. Doch selbst kleinere Anpassungen wie eine neue Software oder ein neuer Schreibtisch können die Routine am Arbeitsplatz empfindlich stören.

Oft entziehen sich Veränderungen unserer Kontrolle. Was sich jedoch steuern lässt, ist unsere Reaktion darauf. Möchten Sie in schwierigen Zeiten für andere Menschen ein Fels in der Brandung sein? Eine Führungspersönlichkeit, die andere souverän anleiten kann? Wie viele andere Soft Skills auch lässt sich Anpassungsfähigkeit erlernen. Wer Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz entwickelt, lernt, mit unvermeidlichen Veränderungen umzugehen – und sogar daran zu wachsen. 

Was bedeutet „Anpassungsfähigkeit“ am Arbeitsplatz?

Unter Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz versteht man also die Fähigkeit, souverän auf unterschiedliche Szenarien und Herausforderungen am Arbeitsplatz zu reagieren. Dabei geht es nicht darum, einfach nur flexibler zu sein. Anpassungsfähige Menschen entwickeln gezielte Fähigkeiten, Prozesse und Systeme, mit denen sie unterschiedliche Situationen schnell und effizient bewältigen.

Anpassungsfähig zu sein, hilft Ihnen, sich auf neue Situationen, Aufgaben, Projekte und Kunden einzustellen. Wer diese Fähigkeit ausbaut, ist imstande, sich jeder Veränderung zu stellen.

Die 3 Formen der Anpassungsfähigkeit

Wer versteht, was Anpassungsfähigkeit bedeutet und wovon sie abhängt, kann seine Kompetenzen erweitern. Das Center for Creative Leadership (Artikel in Englisch) unterteilt die Anpassungsfähigkeit in drei Kategorien:

Kognitive Anpassungsfähigkeit

Kognitive Anpassungsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit, verschiedene potenzielle Szenarien mit unterschiedlichen Ergebnissen zu durchdenken. Die kognitive Anpassungsfähigkeit garantiert zwar nicht, dass Sie immer die richtige Entscheidung treffen, sie hilft jedoch, im Entscheidungsprozess strukturierte Überlegungen miteinzubeziehen.

Emotionale Anpassungsfähigkeit

Auch wenn es sich wie ein Klischee anhört, jeder Mensch ist einzigartig und unterscheidet sich von anderen Menschen im Denken, Handeln und seinem Arbeitsstil. Die emotionale Anpassungsfähigkeit berücksichtigt und akzeptiert diese Tatsache und ist somit eine Kompetenz, die den empathischen Umgang mit unterschiedlichsten Persönlichkeiten ermöglicht, auch wenn diese sich von der eigenen Persönlichkeit deutlich unterscheiden.

Lesenswert: Die zentrale Bedeutung der emotionalen Intelligenz

Anpassungsfähigkeit als Merkmal der Persönlichkeit

Eine anpassungsfähige Persönlichkeit erfasst mit einem Blick eine Situation und die Richtung, in die sie sich entwickeln kann. Sie erkennt Unzulänglichkeiten, sieht jedoch auch Chancen. Diese geniale Kombination aus Realismus und Optimismus ist hilfreich, um Situationen aller Art zu meistern. 

Die 5 Vorteile einer höheren Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz

Das Leben verläuft selten nach Plan – Veränderungen gehören einfach dazu. 

Wer sich anpassungsfähig zeigt, beweist, dass er fähig ist, mit allen Herausforderungen fertig zu werden. Anpassungsfähigkeit ist ein Soft Skill, der zwar wohl in einem LinkedIn-Profil nicht erwähnt wird, jedoch zu den wichtigsten Fähigkeiten zählt, auf die ein Vorgesetzter achtet, wenn er eine Person für eine Beförderung oder als künftigeFührungskraft in Betracht zieht. 

Welche Vorteile bietet also eine gute Anpassungsfähigkeit?

  1. Sie werden belastbarer. Sich selbst herauszufordern, trägt nicht nur dazu bei, die Problemlösungskompetenz zu entwickeln, sondern verbessert die Fähigkeit des differenzierten Denkens. Je öfter Sie sich unterschiedlichen Herausforderungen stellen und entsprechende Lösungsstrategien entwickeln, desto besser entwickelt sich Ihre Anpassungsfähigkeit. Mit der Zeit erkennen Sie in jeder weiteren Herausforderung eine neue Chance.

  2. Ihre Anpassungsfähigkeit hebt Sie von anderen ab. Anpassungsfähigkeit ist eine besondere Eigenschaft. Anstatt sich unter Druck gestresst oder überfordert zu fühlen, versuchen anpassungsfähige Menschen, neue Ansätze und Lösungen für das aktuelle Problem zu finden. Nutzen Sie das Brainstorming, um auf der Suche nach kreativen Lösungen über den Tellerrand zu schauen. Dadurch werden Sie nicht nur souveräner, sondern entwickeln das nötige Selbstvertrauen, auch in schwierigen Situationen die richtige Entscheidung zu treffen oder der richtige Ansprechpartner bei Problemen zu sein.

  3. Anpassungsfähigkeit fühlt sich gut an. Veränderungen bei der Arbeit empfindet mancher als belastend. Doch je anpassungsfähiger Sie werden, desto leichter fällt es Ihnen, Lösungen zu suchen und zu finden. Auf diese Weise entwickeln Sie einen gesunden Optimismus und begegnen Situationen, die Sie zuvor als Belastung empfunden haben, jetzt als spannend oder angenehm herausfordernd.

  4. Sie erwerben eine gefragte Führungsqualifikation. Wer anpassungsfähig ist, kann sein Team durch verschiedene Herausforderungen führen und die Fähigkeit zum kritischen Denken entwickeln. Es gelingt Ihnen, die Unterschiede zwischen den einzelnen Teammitgliedern zu akzeptieren und zu berücksichtigen, sodass Sie effektiver kommunizieren können. Beide Kompetenzen sind erwünschte Führungsqualitäten

  5. Sie fördert die Produktivität. Wer weniger Zeit damit verbringt, sich Gedanken über den Verlauf eines Projekts zu machen, hat mehr Zeit, darüber nachzudenken, wie er es zum Ziel bringen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann. Wenn Sie mehr Zeit und Energie auf die tatsächlich umsetzbaren Aspekte Ihrer Arbeit verwenden, können Sie auch Ihrem Team zu mehr Effizienz verhelfen. 

Lesenswert: Der Unterschied zwischen Hard und Soft Skills: Beispiele von 14 Asana-Teammitgliedern

So bauen Sie Ihre Anpassungsfähigkeit aus

Manchen Menschen fällt Anpassungsfähigkeit leicht. Doch selbst wenn sie Ihnen nicht in die Wiege gelegt wurde, lässt sie sich dennoch weiterentwickeln. Hier finden Sie sechs Tipps, mit denen Sie Ihre Anpassungsfähigkeit durch Übungen und in der Praxis aufbauen, verfeinern und erweitern können 

1. Verbessern Sie Ihre Problemlösungskompetenzen

Die Fähigkeit zur Problemlösung hilft bei der Behebung konkreter Probleme. Obwohl dieser Begriff oft zweideutig erscheint, handelt es sich dabei um einen ganz konkreten Prozess, der vier einfache Schritte umfasst:

  1. Ermitteln Sie das Problem, das gelöst werden muss

  2. Tragen Sie in einem Brainstorming mehrere mögliche Lösungen zusammen 

  3. Definieren Sie eine Lösung

  4. Implementieren Sie die Lösung

Dieses Vorgehen trägt dazu bei, Probleme besser zu erkennen, sodass Sie gezielt nach einer Lösung suchen können. Je öfter Sie nach dieser Methode vorgehen, desto leichter wird es, künftige Probleme zu lösen. Mit der Zeit entwickeln Sie die erforderliche Routine, für jedes Problem eine Lösungsstrategie zu entwickeln.

Beispiel: Ihr Vorgesetzter hat Sie gerade gebeten, alles stehen und liegen zu lassen und sich schwerpunktmäßig um ein neues Projekt zu kümmern. Allerdings arbeiten Sie bereits an einem Projekt mit einer knappen Frist. Deshalb wenden Sie sich an Ihren Vorgesetzten und schildern ihm die Situation. Gemeinsam finden Sie eine mögliche Lösung – in diesem Fall das Delegieren eines der Projekte, an denen Sie gerade arbeiten, an ein anderes Teammitglied. Durch Ihre hohe Anpassungsfähigkeit finden Sie in jeder Situation und für jedes aufkommende Problem eine gangbare Lösung.

2. Lernen Sie den richtigen Umgang mit Veränderungen

Wie wir alle wissen, läuft es im Leben oft nicht nach Plan. Oder, um es mit den Worten des altgriechischen Philosophen Heraklit zu sagen: „Nichts ist so beständig wie der Wandel“. Diese Tatsache ist unumgänglich und lässt sich nicht leugnen.

Der positive Umgang mit Veränderungen macht Sie zu einer besseren Führungskraft. Lernen Sie, in jeder Situation eine Chance zu sehen, seien Sie risikobereit und akzeptieren Sie die Resultate Ihres Vorgehens. Bleiben Sie auch in schwierigen Situationen zuversichtlich und holen Sie sich bei Bedarf Unterstützung. Seien Sie nicht zu selbstkritisch, denn auch wenn Sie Routine im Umgang mit Veränderungen entwickelt haben, bleiben diese eine Herausforderung.

Beispiel: Ihr Team wurde gerade umstrukturiert. Sie müssen sich bereits zum dritten Mal auf neue Teammitglieder und Verantwortlichkeiten einstellen. Nun wird von Ihnen erwartet, dass Sie neue Fähigkeiten erlernen und Ihr Arbeitsleben erneut darauf einstellen. 

Anstatt frustriert zu sein, sollten Sie lieber versuchen, die Vorteile dieser Veränderung zu erkennen. Vielleicht ergibt sich für Sie die Chance, eine Führungsrolle zu übernehmen. Oder vielleicht bietet sich hier eine Gelegenheit, Ihr Netzwerk innerhalb des neuen Teams zu erweitern. Wenn Sie lernen, großen und kleinen Veränderungen positiv gegenüberzustehen, stärken Sie damit Ihre Anpassungsfähigkeit und sind herausfordernden Situationen besser gewachsen.

3. Bleiben Sie unvoreingenommen

Jeder von uns hat normalerweise eine Vorstellung vom Verlauf bestimmter Ereignisse. Diese Vorstellungen prägen unseren Denkprozess und helfen uns, Informationen schneller zu verarbeiten. Das kann zwar manchmal von Vorteil sein, aber es gibt auch Zeiten, in denen diese Denkweise unseren Blick für neue Möglichkeiten trübt. Wenn wir uns zu sehr auf unsere übliche Denkweise konzentrieren, sind wir neuen Entwicklungen gegenüber nicht aufgeschlossen. Anpassungsfähigkeit bedeutet, Veränderungen zu erkennen, zu akzeptieren und umzusetzen.

Gewöhnen wir uns also mit den folgenden Tipps eine andere Denkweise an, damit wir neuen Situationen aufgeschlossener gegenüberstehen.

  • Stellen Sie allgemeine Fragen, die über das „Was“ hinausgehen und dem „Warum“ der Situation auf den Grund gehen.

  • Hören Sie aktiv zu, wenn Sie etwas Neues erfahren. 

  • Halten Sie sich mit Urteilen zurück, bis Ihnen alle Informationen vorliegen – dies gilt auch für limitierende Glaubenssätze über sich selbst oder die eigenen Fähigkeiten.

  • Versuchen Sie, die aktuelle Situation aus sämtlichen Blickwinkeln zu beleuchten und alle denkbaren Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.

Lesenswert: Verstehendes Zuhören: So gelingt das aktive Zuhören (mit Beispielen)

Beispiel: Sie erstellen Inhalte und sind in hohem Maße auf das Designteam angewiesen, das Ihnen Bildmaterial als Ergänzung zu Ihrer Arbeit bereitstellt. Nach einigen Monaten dauert es immer länger, bis der Designer, mit dem Sie zusammengearbeitet haben, auf Ihre Anfragen reagiert, und verpasst sogar Termine. Natürlich werden Sie zunehmend ungehalten, da Sie – aus Ihrer Sicht – nun auch dessen Arbeit übernehmen müssen. 

Anstatt sich mit Ressentiments und unnötigen Vermutungen aufzuhalten, sollten Sie sich mit dem Designer zusammensetzen und versuchen, dessen Sichtweise zu verstehen. Dabei stellen Sie fest, dass der Designer zunehmend unter Druck steht, weil ein Teammitglied plötzlich gekündigt hat und er den Rückstand aufholen muss. Da Sie unvoreingenommen in das Gespräch gegangen sind, sind Sie nun in der Lage, Verständnis aufzubringen und eine Lösung zu finden. 

So formuliert, klingt es nach einer ganz einfachen Lösung. Allerdings ist es schwierig, diese Art von Gesprächen zu führen, wenn man nicht völlig unvoreingenommen an die Situation herangeht. 

Lesenswert: Eine Konfliktlösungsstrategie, die Sie unbedingt nutzen sollten

4. Lassen Sie das eigene Ego außen vor

Das Ego ist das Selbstempfinden. Philosophisch betrachtet ist das Ego nicht von Natur aus schlecht oder gut – es ist einfach da. Ein ausgeprägtes Ego, das die eigene Person in den Vordergrund stellt, ist keine gute Grundlage für die Kommunikation. Wer das Ego hinter sich lässt, kann andere Perspektiven klarer sehen und sich auf Veränderungen einlassen. Kurz gesagt, wenn Sie lernen, Ihre Perspektive vom Ich auf andere zu lenken, haben Sie die besten Voraussetzungen für eine hohe Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz.

Wie sollten Sie sich also verhalten? Stellen Sie sich eine beliebige Situation vor, die Sie normalerweise als frustrierend empfinden würden. Halten Sie inne, und atmen Sie tief durch. Fragen Sie sich: Können Sie sich von Ihren Vorstellungen lösen, welche Richtung die Ereignisse nehmen werden? Und gehen Sie noch einen Schritt weiter: Lernen Sie, das Ergebnis zu schätzen, ganz gleich, wie es ausfällt. Wenn Sie in der Lage sind, eine Vielzahl von Ergebnissen zu akzeptieren und sogar zu würdigen, schaffen Sie einen wichtigen Präzedenzfall – dass letztlich alles möglich ist. Und dass man sich, egal was passiert, darauf einstellen und sich weiterentwickeln kann.

Beispiel: Kürzlich hat Ihr Team ein Kreativ-Brainstorming veranstaltet, wobei Ihr Vorschlag nicht ausgewählt wurde. Es ist völlig normal, enttäuscht zu sein. Doch anstatt traurig darüber zu sein, können Sie die Sache einfach auf sich beruhen lassen. Lassen Sie Ihr Ego außen vor, und akzeptieren Sie die Idee, für die sich das Team entschieden hat. So geben Sie anderen die Möglichkeit, ihre Kreativität mit einzigartigen Ideen zum Ausdruck zu bringen. Zudem erfahren Sie, dass es mehrere Lösungen für ein Problem gibt und lernen, sich darauf einzustellen, egal welche Lösung sich durchsetzt.

5. Praktizieren Sie Achtsamkeit

Bei Achtsamkeit geht es darum, sich auf den gegenwärtigen Moment zu konzentrieren, ohne zu versuchen, etwas daran zu ändern. Sie werfen keine Lösungen oder Ideen in den Raum, sondern treten einen Schritt zurück und denken über das Geschehen nach. Mit dem nötigen Abstand entwickeln Sie eine andere Sichtweise und lernen, Veränderungen zu schätzen.

Achtsamkeit ist für uns bei Asana so wichtig, dass wir sie zu einem unserer zentralen Unternehmenswerteerklärt haben. Wenn Sie Achtsamkeit in Ihren Alltag integrieren möchten, empfehlen wir Ihnen diese beiden Schritte, mit denen Sie Ihre Emotionen bewusst wahrnehmen und dann loslassen können: 

  1. Schenken Sie der Vergangenheit und der Zukunft weniger Aufmerksamkeit. Was einmal passiert ist, lässt sich nicht mehr ändern, man muss es einfach akzeptieren. Darüber nachzudenken, was hätte passieren können oder sollen, wird wahrscheinlich nicht helfen und könnte alles sogar noch schlimmer machen. 

  2. Konzentrieren Sie sich auf das, was im Jetzt geschieht, und lassen Sie sich auf die jeweilige Situation ein. So können Sie die Dinge, die sich Ihrer Kontrolle entziehen, loslassen und sich auf die Punkte konzentrieren, die Sie ändern können. 

Beispiel: Eine neue Software, die Ihr IT-Team auf Ihrem Laptop installiert hat, hat versehentlich alle vorhandenen Dateien gelöscht – darunter auch ein Projekt, das heute fällig war. Anstatt emotional darauf zu reagieren, bewerten Sie die Situation objektiv und evaluieren Sie die Fakten. Welche Maßnahmen können Sie konkret ergreifen?

Wenn Sie sich bewusst in den Moment hineinversetzen, stoßen Sie den Problemlösungsprozess an. Sie können Ihren Vorgesetzten über das Problem informieren, die IT-Abteilung um ein mögliches Cloud-Backup und die Teammitglieder um ihre gespeicherten Dateien bitten. 

An der Situation selbst hat sich nichts geändert. Fakt ist, dass eine Menge harter Arbeit verlorenging. Doch anstatt noch mehr Zeit und Energie mit Klagen zu verschwenden, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, die das Problem so schnell und effizient wie möglich lösen.

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6. Verlassen Sie Ihre Komfortzone

Es ist ganz natürlich, dass die meisten Menschen in ihrer Komfortzone bleiben wollen. Unser Gehirn mag vertraute Erfahrungen und ermutigt uns, sie aktiv aufzusuchen. Doch wer ausschließlich Dinge tut, die er schon kennt, ist weniger gut vorbereitet, wenn sich unweigerlich Veränderungen ergeben.

Bereits mit kleinen Veränderungen können Sie Ihre Komfortzone erweitern. Begeben Sie sich in neue und herausfordernde Situationen, bei denen Sie die Kontrolle über das Ergebnis haben. Es muss ja nicht gleich ein Sprung aus einem Flugzeug sein. Einfache Dinge wie ein neuer Weg zur Arbeit können Ihnen helfen, kreativer zu denken und flexibler zu werden. 

Beispiel: Angenommen, Sie haben eine Idee für ein neues Projekt, an dem Ihr Team arbeiten könnte. Allerdings kommen die Ideen normalerweise von Ihrem Chef – nicht von Ihnen und Ihren Kollegen. Anstatt auf die nächste Anweisung eines Vorgesetzten zu warten, könnten Sie diese Idee als Chance sehen, Ihre Komfortzone zu verlassen.

Präsentieren Sie also Ihrem Chef Ihre Idee. Dabei spielt es keine Rolle, wenn er sie nicht weiterverfolgt. Das Schöne daran, sich aus der eigenen Komfortzone herauszuwagen, ist, dass das Ergebnis unwichtig ist. Es geht in erster Linie um den Prozess.

Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz kann das Arbeitsleben verbessern

Die Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz zu entwickeln, ist für die meisten von uns ein ständiges Unterfangen während der gesamten beruflichen Laufbahn. Wer lernen will, seine Anpassungsfähigkeit am Arbeitsplatz zu verbessern, braucht Zeit und Konzentration. Da genügen weder ein neuer Weiterbildungskurs noch ein MBA-Abschluss. 

Und das ist in Ordnung. Es handelt sich um eine der Situationen, in denen es mehr um den Weg als um das Ziel geht. Für das Erlernen von Soft Skills wie Anpassungsfähigkeit mag es keine offizielle Zertifizierung geben. Und Soft Skills lassen sich vielleicht nicht so gut messen wie Hard Skills, sie können jedoch ebenso viel – wenn nicht mehr – zu Ihrem Erfolg als Führungskraft und Teammitglied beitragen. 

Weitere Tipps, wie Sie eine bessere Führungskraft werden können, finden Sie in unserer Rubrik Ressourcen für Führungskräfte.

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