Projektmanagement-Methoden im Überblick: 13 Modelle im Vergleich

Team Asana – FotoTeam Asana28. Juni 20229 Minuten Lesezeit
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Projektmanagement ist ein sich ständig weiterentwickelnder Bereich, der eine Reihe von Vorgehensweisen erfordert, um erfolgreich zu sein. Wer mit den gängigsten Projektmanagement-Methoden vertraut ist, kann zum Experten in der Branche werden. 

Eine Projektmanagement-Methode ist ein Gerüst aus Grundsätzen, Techniken und Verfahren, die innerhalb eines Fachgebiets angewandt werden. Die wichtigsten Methoden sind nicht nur unterschiedlich strukturiert, sondern erfordern auch unterschiedliche Ergebnisse, Arbeitsabläufe und sogar die Entwicklung von Projektmanagement-Software. 

Um ein hervorragender Projektmanager zu werden, sollten Sie sich über jedes dieser 12 Modelle informieren, um schließlich dasjenige zu ermitteln, das den Anforderungen Ihres Teams am besten gerecht wird. 

Wie wählen Sie die richtige Projektmanagement-Methode?

Bei den verschiedenen Projektmanagement-Methode gibt es keine Einheitsgröße, die allen Anforderungen gerecht wird. Projektmanagement Modelle prägen den Projektverlauf auf unterschiedlichste Art und Weise, vom Plan des Projekts bis hin zur Erreichung des Ziels und dem Projekterfolg.

Die wichtigsten Aspekte, die Sie dabei bedenken sollten, sind die Größe Ihres Teams und die Art und Weise, wie Ihr Team zu arbeiten pflegt. Hier einige zusätzliche Tipps, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Ihre Branche: Überlegen Sie, ob Sie in einer Branche tätig sind, in der Veränderungen an der Tagesordnung sind. Ein Technologieunternehmen wäre zum Beispiel eine Branche, die sich ständig weiterentwickelt. Diese Tatsache wirkt sich auf die Projektkonsistenz aus und sollte mit einer flexiblen oder stagnierenden Methode kombiniert werden. 

  • Der Schwerpunkt Ihres Projekts: Überlegen Sie sich die Ziele Ihrer Projekte. Sind Ihnen Menschen wichtiger als Effizienz? So können Sie Projektmanagement-Modelle finden, die zu einer ähnlichen Zielsetzung passt. 

  • Die Komplexität der Projekte: Sind Ihre Projekte eher komplex, oder sind sie in der Regel überschaubar? In welcher Projektphase befinden Sie sich zurzeit? Einige Methoden eignen sich nicht so gut wie andere, um komplexe Aufgaben zu strukturieren, wie zum Beispiel CCPM.

  • Die Spezialisierung der Teammitglieder: Überlegen Sie, wie spezialisiert die Rollenverteilung in Ihrem Team ist. Können mehrere Teammitglieder abwechselnd dieselbe Art von Arbeit erledigen, oder benötigen Sie eine Methode, bei der die Spezialisierung im Vordergrund steht?

  • Die Größe des Unternehmens: Die Größe Ihres Unternehmens und Ihres Teams sollte bei der Entscheidung für eine Methode eine wichtige Rolle spielen. Methoden wie Kanban sind für alle Teamgrößen geeignet, während Optionen wie CPM besser für kleine Teams geeignet sind. 

Unabhängig davon, ob Ihre Teammitglieder einen visuellen Prozess wie Kanban oder einen traditionelleren Projektmanagementansatz wie die Wasserfallmethode bevorzugen, gibt es für jede Art von Team die richtige Projektmanagement-Methode. Wenn Sie mit einer Projektmanagement-Methode noch einen Schritt weiter gehen wollen, sollten Sie ein Work Management Tool in Betracht ziehen, um Entwicklungsprojekte besser nachverfolgen und abwickeln zu können.

Wählen Sie die richtige Projektmanagement-Methode für Ihr Team

1. Agile

Beschreibung: Die Agile-Projektmanagement-Methode ist eines der am weitesten verbreiteten Projektmanagement Modelle. Doch eigentlich ist Agile gar keine Methode. Stattdessen lässt es sich am besten als Grundsatz im Projektmanagement definieren. 

Wichtige Eigenschaften des Agile-Ansatzes:

  • Ist kollaborativ

  • Ist schnell und effektiv

  • Ist iterativ und datenbasiert

  • Der Einzelne ist wichtiger als der Prozess

Bei der Umsetzung des Agile-Manifests entscheiden sich die Teams oft für bestimmte Vorgehensweisen, wie Scrum, Kanban, Extreme Programming, Crystal oder sogar Scrumban, die sie neben Agile anwenden. Denn durch die Verknüpfung der Agile-Methode mit einem detaillierteren Ansatz entstehen eine abgerundete Projektmanagement-Philosophie und ein konkreter Plan, der großartige Leistungen möglich macht. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Das Agile-Modell kann für nahezu jedes Team verwendet werden. Das liegt daran, dass das Prinzip dahinter ziemlich universell ist. Der eigentliche Trick besteht darin, zu entscheiden, welche konkrete Vorgehensweise man zusammen mit diesem Modell anwenden will.

Agile Teams mit Asana managen

2. Meilensteintrendanalyse

Beschreibung: Die Meilensteintrendanalyse ist ein sehr beliebtes Projektmanagement Modell, da es gerade bei Projekten mit planbaren Abläufen sehr hilfreich sein kann. Mit dieser Methode ermittelt man den Ist-Zustand der Einhaltung der Termine bzw. Meilensteine. 

Damit diese Methode also richtig angewendet werde kann, sollte man im vorhinein bereits Meilensteine für das Projekt definieren. Wichtig hierbei ist, dass eine genaue Zeit vereinbar wird, zu welcher der Meilenstein erreicht werden soll.

Dazu können Sie auch eine grafische Analyse erstellen und leicht absehen, wie der Verlauf dieser Linie ist. Gehen Sie dazu vom Nullpunkt aus, welcher bedeutet, dass Sie den Meilenstein pünktlich abgeschlossen haben.

Sind Sie im Verzug mit den Terminen, steigt die Kurve an. Sind Sie jedoch den Terminen bereits voraus, sinkt die Kurve. Die Meilensteintrendanalyse ist ein einfaches Modell, um kurz und prägnant eine Auskunft über den Verlauf eines Projektes zu bekommen.

Damit diese Projektmanagement-Methode auch erfolgreich ist, sollten Sie als Projektmanager regelmäßig Meetings festlegen, um den Verlauf zu besprechen. Besprechen Sie mit dem Team, wie Sie mit den einzelnen Meilensteinen vorankommen. Wo gibt es Probleme? Wo brauchen sie Unterstützung? Wenn Sie wissen, dass Sie mit den Meilensteinen zurückhängen ist das gut, aber danach müssen Sie auch handeln und konkrete Verbesserungen anstreben.

Für wen diese Methode geeignet ist: Die Meilensteintrendanalyse eignet sich hervorragend für Projekte, bei denen die Abläufe klar definiert sind und die Aufgaben nacheinander abgearbeitet sind. Gerade bei Projekten mit einer geringeren Komplexität profitieren Teams von dem einfachen und doch aussagekräftigem Modell.

3. Die Wasserfall-Methode

Beschreibung: Das Wasserfall-Modell gehört ebenfalls zu den klassischen Projektmanagement-Methoden. Doch im Gegensatz zu Agile ist das Wasserfall-Modell eine echte Methodik, die recht einfach anzuwenden ist. Die Wasserfall-Methode, auch bekannt als Softwareentwicklungs-Lebenszyklus (SDLC – Software Development Life Cycle), ist ein linearer Prozess, bei dem die Arbeit kaskadenartig (ähnlich wie bei einem Wasserfall) und nacheinander abgearbeitet wird. 

Die Wasserfall-Projektmanagement-Methode

Bei diesem Konzept ist jede Arbeitsaufgabe durch eine Abhängigkeit verknüpft. So muss der Nutzer zunächst die jeweilige Aufgabe erledigen, bevor er die nächste Aufgabe in Angriff nehmen kann. Dies gewährleistet nicht nur, dass die einzelnen Arbeitsschritte planmäßig erfolgen, sondern fördert auch eine klare Kommunikation während des gesamten Prozesses. 

Obwohl einige moderne Unternehmen diese Methode als herkömmlichen Ansatz betrachten, eignet sie sich hervorragend zur Erstellung eines vorhersehbaren und sorgfältig ausgetüftelten Projektplans

Für wen diese Methode geeignet ist: Da die Wasserfall-Projektmanagement-Methodik relativ detailliert ist, eignet sie sich hervorragend für die Arbeit an Großprojekten mit vielen verschiedenen Beteiligten. Klare Schritte während des gesamten Projekts und Abhängigkeiten helfen, die zum Erreichen der Ziele erforderlichen Arbeitsvorgänge nachzuverfolgen. 

4. Scrum

Beschreibung: Die Scrum-Methode beinhaltet kurze Sprints, die zur Erstellung eines Projektzyklus verwendet werden. Diese Zyklen erstrecken sich jeweils über ein bis zwei Wochen und werden mit Teams von maximal 10 Personen organisiert. Diese Vorgehensweise unterscheidet sich von der Wasserfallmethode, bei der die einzelnen Aufgaben in Abhängigkeiten aufgeteilt werden.

Scrum ist aus einer Reihe von Gründen einzigartig. Einer dieser Gründe ist der Einsatz eines Scrum Master. Mit anderen Worten, ein Projektmanager, der tägliche Scrum-Meetings, Demos, Sprints und Sprint-Retrospektiven nach Abschluss des jeweiligen Sprints leitet. Bei diesen Meetings geht es darum, die Projektbeteiligten zu vernetzen und sicherzustellen, dass die Aufgaben fristgerecht erledigt werden. 

Obwohl Scrum eigentlich eine eigenständige Projektmanagement-Methode ist, wird sie am häufigsten mit einem Agile-Modell in Verbindung gebracht. Das liegt daran, dass sie ähnliche Grundsätze haben, wie etwa Zusammenarbeit und die Bevorzugung von Personen gegenüber Prozessen. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Teams, die nach der Agile Methode arbeiten, sollten auch die Scrum-Methode anwenden oder zumindest ausprobieren. Da Sprints in kleine Teams aufgeteilt werden, kann dieser Ansatz sowohl in kleinen als auch in großen Teams funktionieren. 

5. Kanban

Beschreibung: Die Kanban-Methode stellt Project Backlogs mit visuellen Elementen, insbesondere mit Boards, dar. Dieser Ansatz wird von Agile-Teams verwendet, um Arbeitsabläufe und Projektfortschritte besser zu veranschaulichen und die Wahrscheinlichkeit von Engpässen zu verringern. In der Regel handelt es sich dabei um ein Software-Tool, mit dem sich die Boards nahtlos in die Projekte einfügen lassen, was allerdings nicht zwingend erforderlich ist. 

Da es bei dieser Methode im Gegensatz zu anderen keinen festgelegten Prozess gibt, wird sie von vielen Teams unterschiedlich eingesetzt. Das wichtigste Konzept, das es zu beachten gilt, ist, dass man sich bei Kanban auf die wichtigsten Projektaufgaben konzentrieren und den Gesamtrahmen einfach halten will.

Für wen diese Methode geeignet ist: Kanban-Boards eignen sich hervorragend für Teams jeder Größe und insbesondere für Teams, die hauptsächlich ortsunabhängig arbeiten. Die Veranschaulichkeitsmöglichkeiten von Kanban-Boards helfen den Teammitgliedern, den Überblick zu behalten, egal wo sie sich gerade aufhalten. 

Kanban-Boards in Asana erstellen

6. Scrumban

Beschreibung: Wie Sie vielleicht schon erraten haben, ist Scrumban eine Methode, die sowohl von Scrum als auch von Kanban geprägt ist. Manche sehen darin einen hybriden Ansatz, der das Beste von beiden Systemen in sich vereint. 

Die Scrumban-Projektmanagement-Methode

Scrumban verwendet einen ähnlichen Sprint-Zyklus wie Scrum, erlaubt es jedoch wie Kanban, einzelne Aufgaben in den Plan aufzunehmen. So können die wichtigsten Arbeitsschritte ausgeführt werden und die Projektpläne bleiben einfach. Zudem setzt Scrumban Scrum-Meetings ein, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Ziele im Auge zu behalten. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Wenn Sie ein Projekt gern in kleinere Aufgaben aufteilen, das Ganze aber zugleich optisch übersichtlich darstellen möchten, könnte Scrumban das Richtige für Sie sein. Es ist die perfekte Mischung aus Einfachheit und Klarheit. 

Leseempfehlung: Kanban vs. Scrum: Was ist der Unterschied?

7. PRINCE2

Beschreibung: PRINCE2, auch bekannt als PRojects IN Controlled Environments (zu dt. „Projekte in kontrollierten Umgebungen“), verwendet die übergreifende Wasserfallmethode, um Phasen innerhalb eines Projekts zu definieren. Sie wurde ursprünglich von der britischen Regierung für IT-Projekte entwickelt und eignet sich immer noch in erster Linie für große IT-Vorhaben und nicht für herkömmliche produkt- oder marktorientierte Projekte. 

Zu den sieben wichtigsten Grundbereichen von PRINCE2 zählen:

  1. Starten eines Projekts

  2. Lenken eines Projekts

  3. Initiieren eines Projekts

  4. Steuerung eines Projekts

  5. Managen der Produktbereitstellung

  6. Managen eines Phasenübergangs

  7. Abschließen eines Projekts

Diese sieben Bereiche schaffen einen durchgängigen Projektprozess und bilden insgesamt eine effektive Projektmethodik für Unternehmen. Ziel ist es, Funktionen zu definieren und das Management zu unterstützen. Darüber hinaus kann PRINCE2 zur Rationalisierung einer Vielzahl von einzelnen Projektmanagementaufgaben eingesetzt werden, wie etwa zur Steuerung einer Phase, zum Management der Produktbereitstellung sowie zur Initiierung und zum Abschluss eines Projekts. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Aufgrund des besonderen Charakters der PRINCE2-Projektmanagement-Methode eignet sie sich am besten für Projekte großer Unternehmen mit einer Reihe von Projektbeteiligten. Bei kleinen Projekten hingegen kann sie zu einem unnötig längeren und komplizierteren Prozess führen.

PRINCE2-Projekte mit Asana erfassen

8. Six Sigma

Beschreibung: Im Gegensatz zu den anderen PM-Methoden wird Six Sigma im Qualitätsmanagement eingesetzt. Es wird häufig eher als eine Philosophie und nicht als eine herkömmliche Methodik beschrieben. Oft wird Six Sigma mit einer Lean-Methode oder einem Agile-Modell kombiniert, auch bekannt als Lean Six Sigma und Agile Six Sigma. 

Hauptziel von Six Sigma ist die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen und die Beseitigung von Fehlern. Dies geschieht durch kontinuierliche Verbesserungen durch Experten vor Ort, die Prozesse unterstützen, definieren und kontrollieren. 

Um bei dieser Methode noch einen Schritt weiterzugehen, können Sie einen Six Sigma DMAIC-Prozess einsetzen, bei dem eine phasenweise Vorgehensweise festgelegt wird. Diese Phasen umfassen:

  • Definieren: Erstellung des Projektumfangs, Business Case und Durchführung eines ersten Stand-up-Meetings.

  • Messen: Erfassung von Daten, die Aufschluss über Verbesserungsbedarf geben.

  • Analysieren: Identifizierung der grundlegenden Ursachen eines Problems. 

  • Verbessern: Beseitigung der erkannten Ursachen.

  • Kontrolle: Fortlaufender Einsatz der Lösungen für künftige Projekte. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Six Sigma eignet sich am besten für große Unternehmen mit mindestens einigen hundert Mitarbeitern. Hier beginnt die Notwendigkeit, überflüssigen Projektaufwand zu beseitigen, um einen größeren Einfluss auf Ihr Unternehmen zu haben. 

9. Critical-Path-Methode (CPM)

Beschreibung: Die Critical-Path-Methode dient dazu, die entscheidenden Aufgaben innerhalb eines Projekts zu ermitteln und zu planen. Dazu gehören die Erstellung von Aufgabenabhängigkeiten, die Nachverfolgung von Projektzielen und -fortschritten, die Priorisierung von Ergebnissen und die Verwaltung von Fälligkeitsdaten, die alle mit einem Projektstrukturplan vergleichbar sind.

Ziel dieser Methodik ist es, erfolgreiche Projekte in großem Maßstab richtig zu managen, so dass Meilensteine und Ergebnisse korrekt abgebildet werden. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Die Critical-Path-Methode eignet sich am besten für kleine und mittelgroße Projekte und Teams. Das liegt daran, dass Großprojekte viele Ergebnisse mit mehreren Beteiligten erfordern und die CPM-Methode nicht für die Abwicklung komplexer Projekte geeignet ist. 

10. Critical-Chain-Projektmanagement (CCPM)

Beschreibung: Das Modell des Critical-Chain-Projektmanagements ist eng mit der Methodik des Critical Path verwandt, ist jedoch noch detaillierter, was es zu einer der umfassendsten Optionen macht. 

Die Critical-Chain-Projektmanagement-Methode

Neben der Implementierung eines Projektstrukturplans wie CPM enthält CCPM auch konkrete Zeitvorgaben für die jeweilige Aufgabe. Dadurch geht die Nachverfolgung von Aufgaben noch einen Schritt weiter und es wird deutlich, wenn Aufgaben die ihnen zugewiesene Zeit überschreiten. Zudem kommt Resource Leveling zum Einsatz, das darauf abzielt, ein hohes Arbeitsvolumen durch das Verteilen der Arbeit auf die verfügbaren Ressourcen zu bewältigen. 

Das trägt nicht nur zur Steigerung der Produktivität und Effizienz bei, sondern hilft auch, die zu erledigende Arbeit mit den Projektzielen zu verknüpfen. Viele Projektmanagement-Tools verfügen sogar über visuelle Elemente, die diese Ziele besser veranschaulichen und so einen strukturierten Strategieplan für die Teammitglieder schaffen. 

Für wen diese Methode geeignet ist: CCPM ist eine großartige Methode sowohl für kleine als auch für große Teams, hilft aber vor allem bei der Lösung von Projekteffizienzproblemen. Diese Methode eignet sich auch hervorragend, um der Geschäftsleitung über die laufenden Arbeiten zu berichten. 

11. Lean

Beschreibung: Die Lean-Projektmanagement-Methode zielt darauf ab, Verschwendung zu vermeiden und einen einfachen Rahmen für Projektanforderungen zu schaffen. Im Endeffekt bedeutet dies, mit weniger mehr zu erreichen, um die Effizienz und die Teamarbeit zu maximieren. 

Während sich das Vermeiden von Verschwendung ursprünglich auf ein physisches Produkt bezog (was auf die von Henry Ford und später von Toyota und Motorola angewandte Methode zurückgeht), bezieht sich der Begriff heute auf Verschwendung bei der Arbeit. Es gibt drei Ms, die dafür stehen:

  • Muda (Verschwendung): Praktiken, die Ressourcen verbrauchen, aber keinen Mehrwert schaffen  

  • Mura (Unausgeglichenheit): Entsteht durch Überproduktion und hinterlässt Abfall 

  • Muri (Überlastung): Entsteht, wenn die Ressourcen zu stark beansprucht werden 

Als Projektmanager ist es Ihre Aufgabe, die drei Ms zu vermeiden, um Projekte besser abzuwickeln und Prozesse zu rationalisieren. Diese Vorgehensweise ähnelt dem Konzept des Rational Unified Process (RUP), das ebenfalls auf den Abbau von Verschwendung abzielt. RUP hingegen verfolgt das Ziel, die Entwicklungskosten zu senken, anstatt verschwenderische Praktiken anzuwenden. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Da es bei Lean um die Reduzierung von Verschwendung geht, eignet es sich am besten für Teams, die mit Effizienzproblemen zu kämpfen haben. Auch wenn diese Methode bei Großunternehmen mehr Wirkung zeigt, kann sie für Projektteams jeder Größe hilfreich sein. 

12. PMBOK®-Handbuch des Project Management Institute

Beschreibung: Der Project Management Body of Knowledge des PMI wird zwar mit einer Projektmanagement-Methode in Verbindung gebracht, entspricht jedoch eher einer Reihe von Best Practices, die verschiedene Entwicklungsprozesse berücksichtigen. 

Im Mittelpunkt dieses Modells steht die Umsetzung der fünf Projektmanagementphasen, die alle dazu beitragen, ein Projekt von Anfang bis Ende in einem strukturierten Plan mit mehreren Phasen zu verwalten. Die fünf Phasen umfassen dabei:

  1. Projektinitiierung

  2. Projektplanung

  3. Projektausführung

  4. Projektleistung

  5. Projektabschluss

Auch wenn dies eine gute Grundlage ist, die man im Hinterkopf behalten sollte, ist das PMBOK®-Handbuch nicht unbedingt so spezifisch wie andere Ansätze. Deshalb müssen Sie entscheiden, welche Aufgaben Sie in der jeweiligen Phase erledigen wollen. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Das PMBOK®-Handbuch kann eigenständig für kleine Teams bei Standardprojekten verwendet werden. Für große Teams, die komplexe Projekte bearbeiten, hingegen empfiehlt es sich, es mit einer detaillierteren Methode (wie CPM) zu kombinieren. 

13. Extreme Programming (XP)

Beschreibung: Wie der Name schon sagt, wird extreme Programmierung für schnelllebige Projekte mit knappen Fristen verwendet. Das Konzept beruht auf kurzen Entwicklungszyklen mit vielen Releases. Dies führt zu kurzen Durchlaufzeiten und erhöhter Produktivität

Die Projektmanagement-Methode Extreme Programming (XP)

Extreme Programming zeichnet sich durch einige Grundwerte aus, zu denen Einfachheit, Kommunikation, Feedback, Respekt und Mut gehören. Dazu gehört auch ein bestimmter Satz von XP-Regeln, der alle Phasen von der Planung bis hin zum Testen umfasst. 

Für wen diese Methode geeignet ist: Extreme Programming kann für einzelne Projekte mit knappen Fristen eingesetzt werden und wird am häufigsten in kleinen bis mittelgroßen Teams verwendet. Da es sich bei XP um eine schnelle Methode handelt, sollte sie mit Bedacht eingesetzt werden, um einen Burnout zu verhindern. 

Methoden, mit denen Sie Ihre Projekte mit Bedacht koordinieren können

Die richtige Projektmanagement-Methode erlaubt es Ihnen, Ihre Projekte noch effizienter zu gestalten und Prozesse zu implementieren, die für Ihr Team, Ihr Unternehmen und Sie selbst geeignet sind.

Suchen Sie nach Möglichkeiten, Projekte besser zu verwalten? Sehen Sie sich die Projektmanagement-Software von Asana an. 

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