7 Modelle für die strategische Planung und 8 Methoden, die Ihnen den Einstieg erleichtern

Team Asana – FotoTeam Asana21. Januar 202213 Minuten Lesezeit
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15 Modelle und Methoden für die strategische Planung, die man kennen muss – Artikel-Bannerbild
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Zusammenfassung

Die strategische Planung ist entscheidend, da sie festlegt, in welche Richtung sich das Unternehmen in den nächsten drei bis fünf Jahren entwickeln soll. Mit den richtigen strategischen Planungsmodellen und -methoden lassen sich Chancen ableiten, Risiken erkennen und strategische Pläne erstellen, die den Erfolg des Unternehmens unterstützen. Wir führen die gängigsten Modelle und Methoden auf und erklären, wie sich diese kombinieren lassen, um einen strategischen Plan zu erstellen, der genau auf das Unternehmen zugeschnitten ist.

Wenn Sie einen strategischen Plan erstellen oder aktualisieren möchten, sind Sie hier genau richtig. Es gibt zahlreiche Modelle und Methoden für die strategische Planung, und obwohl es oft sinnvoll ist, einige davon zu kombinieren, können (und sollten) Sie nicht alle verwenden.

Ein strategischer Plan ist ein hervorragendes Instrument, das einem hilft, seine Unternehmensziele zu erreichen. Mitunter muss dieses Instrument jedoch aktualisiert werden, um neuen Prioritäten oder veränderten Marktbedingungen Rechnung zu tragen. Wer sich für ein bereits vorhandenes Modell entscheidet, kann von einem bereits erstellten Plan profitieren. Das gewählte Modell trägt dazu bei, besser zu verstehen, was im Unternehmen funktioniert, und deckt unbekannte Stärken und Schwächen auf. Zudem lässt sich so herausfinden, wie Sie an Ihren Mitbewerbern vorbeiziehen können.

In diesem Artikel stellen wir die gängigsten Modelle und Methoden für die strategische Planung vor und erläutern, in welchen Fällen welches Modell zum Einsatz kommt. Zudem erhalten Sie Tipps, wie Sie diese anwenden können und welche Modelle und Methoden gut zusammenpassen. 

Modelle vs. Methoden für die strategische Planung

Vorweg: Hier geht es nicht um die Frage „Alles oder nichts“, denn man kann beliebig viele Modelle und Methoden für die strategische Planung einsetzen. 

In der Phase der strategischen Planung im Unternehmen ist es sinnvoll, zunächst ein oder zwei Modelle auszuwählen, die zum Einsatz kommen sollen. So gewinnt man einen grundlegenden Überblick über die Schritte, die während der strategischen Planung zu unternehmen sind.

Modelle vs. Methoden für die strategische Planung

Bei diesem Prozess sind strategische Planungsmethoden als Werkzeuge in einem Werkzeugkasten zu betrachten. Bei vielen Modellen wird empfohlen, zunächst mit einer SWOT-Analyse zu beginnen oder eine Vision und einUnternehmensleitbild zu definieren. Je nach Zielsetzung kann es jedoch sinnvoll sein, während des gesamten strategischen Planungsprozesses mehrere verschiedene Planungsmethoden anzuwenden.

Ziele mit Asana setzen – und erreichen

Wer beispielsweise einen szenario-orientierten Strategieplan anwendet, könnte mit einer SWOT- und einer PEST(LE)-Analyse beginnen, um sich einen besseren Überblick über seine derzeitige Situation zu verschaffen. Hängt eine der ermittelten Schwachstellen mit dem Fertigungsprozess zusammen, kann er die Theory of Constraints (Engpasstheorie) anwenden, um Engpässe zu beseitigen und Risiken zu mindern. 

Nachdem der Unterschied zwischen den beiden Modellen nun klar ist, möchten Sie sicher mehr über die sieben strategischen Planungsmodelle und die acht gängigsten Methoden wissen, die damit einhergehen.

Die sieben Modelle der strategischen Planung

1. Basismodell

Das Basismodell der strategischen Planung eignet sich hervorragend, um die Vision, das Leitbild, die Geschäftsziele und die Werte des Unternehmens festzulegen. Mit diesem Modell kann man die einzelnen Schritte zum Erreichen der Ziele skizzieren, Fortschritte überwachen, damit alle Beteiligten das Ziel im Auge behalten, und auftretende Probleme unmittelbar angehen.

Wenn Sie zum ersten Mal strategisch planen, ist das Basismodell der richtige Weg. Zu einem späteren Zeitpunkt können Sie es mit anderen Modellen ergänzen, um die Unternehmensstrategie nach Bedarf anzupassen oder neu zu formulieren. Schauen wir uns einmal an, welche Arten von Unternehmen von diesem strategischen Planungsmodell profitieren können und wie man es einsetzt.

Ideal für: 

  • Kleinbetriebe oder Kleinunternehmen

  • Unternehmen mit wenig bis gar keiner Erfahrung in strategischer Planung

  • Unternehmen mit geringen Ressourcen 

Schritte: 

  1. Unternehmensmission verfassen. Veranstalten Sie ein Brainstorming mit dem Planungsteam. Je mehr Ideen Sie bereits in diesem Schritt sammeln können, desto besser wird die Phase der Analyse laufen.

  2. Die Ziele Ihres Unternehmens bestimmen. Die Festlegung klarer Unternehmensziele steigert die Leistung des Teams und wirkt sich positiv auf dessen Motivation aus.

  3. Strategien entwerfen, mit denen Sie Ihre Ziele erreichen können. Überlegen Sie sich, welche Schritte Sie unternehmen müssen, um diese Ziele zu erreichen, und unterteilen Sie diese in lang-, mittel- und kurzfristige Ziele.

  4. Erstellen Sie Maßnahmenpläne zur Umsetzung der oben genannten Strategien. Dank Maßnahmenplänen bleiben die Teams motiviert und das Unternehmen auf Kurs.

  5. Den Plan laufend überwachen und überarbeiten. So wie bei jedem strategischen Plan sollten Sie genau beobachten, ob das Unternehmen ihn erfolgreich umsetzt und wie Sie den Plan anpassen können, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

2. Problemorientiertes Modell

Dieses Modell, das auch als zielorientiertes Planungsmodell bezeichnet wird, ist im Wesentlichen eine Erweiterung des Basismodells. Es ist etwas dynamischer und bei Unternehmen, die einen umfassenderen Plan erstellen wollen, äußerst beliebt.

Ideal für: 

  • Unternehmen mit grundlegender Erfahrung in strategischer Planung

  • Unternehmen, die einen umfassenderen Plan erstellen wollen

Schritte: 

  1. Eine SWOT-Analyse durchführen. Bewerten Sie die Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken des Unternehmens mit einer SWOT-Analyse, um im Detail zu erfahren, worauf sich der strategische Plan konzentrieren sollte. Wie man eine SWOT-Analyse durchführt, erläutern wir, wenn wir uns mit den strategischen Planungsmethoden befassen.

  2. Ermitteln und priorisieren Sie die wichtigsten Themen und/oder Ziele. Legen Sie anhand der SWOT-Analyse fest, worauf sich der strategische Plan dieses Mal konzentrieren sollte, und setzen Sie Prioritäten.

  3. Die wichtigsten Strategien entwickeln, die diese Probleme und/oder Ziele angehen. Erarbeiten Sie eine übergreifende Strategie, die Ihr vorrangigstes Ziel und/oder Problem angeht, um diesen Prozess so einfach wie möglich zu gestalten.

  4. Unternehmensmission und -vision aktualisieren oder erstellen. Stellen Sie sicher, dass diese beiden Statements und die neue bzw. aktualisierte Strategie aufeinander abgestimmt sind. Falls noch nicht geschehen, bietet sich hier auch die Gelegenheit, die Werte des Unternehmens zu definieren.

  5. Maßnahmenpläne erstellen. Damit können Sie die Ziele, den Ressourcenbedarf, die Rollen und die Verantwortlichkeiten im Unternehmen berücksichtigen. 

  6. Entwicklung eines jährlichen operativen Plans. Dieses Modell funktioniert am besten, wenn das Unternehmen den strategischen Plan jährlich erneut umsetzt. Verwenden Sie also einen jährlichen operativen Plan, mit dem Sie Ihre Ziele, Fortschritte und Chancen für das nächste Mal festhalten.

  7. Ressourcen für den operativen Plan des ersten Jahres zuteilen. Unabhängig davon, ob Sie für die Umsetzung Ihres ersten strategischen Plans Finanzmittel oder bestimmte Teammitglieder benötigen, sollten Sie jetzt alle erforderlichen Ressourcen bereitstellen.

  8. Den strategischen Plan überwachen und überarbeiten. Halten Sie die gewonnenen Erkenntnisse im operativen Plan fest. In der nächsten Phase der strategischen Planung überarbeiten und verbessern Sie ihn.

Der problemorientierte Plan kann jährlich durchgeführt werden (oder seltener, wenn Sie die Probleme gelöst haben). Der Plan muss jedes Mal aktualisiert werden, wenn er im Einsatz ist, um sicherzustellen, dass er für das Unternehmen weiterhin bestens geeignet ist.

Es ist nicht erforderlich, den gesamten Prozess jedes Jahr zu wiederholen – konzentrieren Sie sich lieber auf das, was in diesem Jahr Priorität hat.

3. Modell zur strategischen Ausrichtung

Das auch als Strategic Alignment Model (SAM) bezeichnete Modell ist eines der beliebtesten Modelle für die strategische Planung. Damit lassen sich die Geschäfts- und IT-Strategien auf die strategischen Ziele des Unternehmens abstimmen. 

Bei der Anwendung des Modells zur strategischen Ausrichtung sind vier gleichermaßen wichtige, jedoch unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen:

  • Ausführung der Strategie: Die Unternehmensstrategie, die das Modell bestimmt

  • Technologie-Potenzial: Die IT-Strategie zur Unterstützung der Unternehmensstrategie

  • Potenzial für Wettbewerbsfähigkeit: Aufkommende IT-Möglichkeiten, die neue Produkte und Dienstleistungen hervorbringen können

  • Service-Level: Teammitglieder, die daran arbeiten, das beste IT-System im Unternehmen zu entwickeln

Im Idealfall erfüllt die Strategie alle oben genannten Kriterien  – wahrscheinlicher ist allerdings, dass ein Kompromiss erforderlich ist.

Nun erfahren Sie, wie Sie einen strategischen Plan mithilfe des Modells zur strategischen Ausrichtung erstellen und welche Arten von Unternehmen davon profitieren können.

Ideal für: 

  • Unternehmen, die ihre Strategien genau abstimmen müssen

  • Unternehmen, die Probleme aufdecken möchten, die sie daran hindern, ihre Ziele zu verwirklichen

  • Unternehmen, die ihre Ziele überdenken oder Problembereiche korrigieren möchten, die sie am Wachstum hindern

Schritte: 

  1. Die Unternehmensmission, die Programme, die Ressourcen und die Bereiche skizzieren, in denen Unterstützung benötigt wird. Bevor Sie Ihre Statements und Ansätze verbessern können, sollten Sie zunächst definieren, was genau damit gemeint ist.

  2. Ermitteln, welche betriebsinternen Prozesse gut funktionieren und welche nicht. Ermitteln Sie, welche Prozesse Probleme verursachen, Engpässe schaffen oder anderweitig verbessert werden könnten. Räumen Sie dann den betriebsinternen Prozessen Vorrang ein, die sich am positivsten auf Ihr Unternehmen auswirken.

  3. Lösungen ermitteln. Wenn Sie bei der Ausarbeitung einer neuen Strategie mit den jeweiligen Teams zusammenarbeiten, werden Sie von deren Erfahrung und Sichtweise der aktuellen Situation profitieren.

  4. Strategieplan durch Lösungen aktualisieren. Aktualisieren Sie den Strategieplan, und überprüfen Sie, ob die Umsetzung des Plans dem Unternehmen zu Verbesserungen oder Wachstum verhilft. Ist dies nicht der Fall, sollten Sie den Strategieplan mit neuen Lösungen aktualisieren.

Lesenswert: IT-Projektmanagement: Ein Leitfaden für Manager und ihre Teams

4. Szenario-Modell

Das Szenario-Modell bewährt sich, wenn Sie es mit anderen Modellen wie dem Basismodell oder dem problemorientierten Modell kombinieren. Dieses Modell ist besonders hilfreich, wenn man auch externe Faktoren berücksichtigen muss. Dabei kann es sich um staatliche Vorschriften oder technische bzw. demografische Veränderungen handeln, die sich auf das Unternehmen auswirken können.

Ideal für: 

  • Unternehmen, die versuchen, strategische Probleme und Ziele zu erkennen, die durch externe Faktoren verursacht werden

Schritte: 

  1. Externe Faktoren, die das Unternehmen beeinflussen, ermitteln. So sollten Sie beispielsweise demografische, behördliche oder umweltbedingte Faktoren berücksichtigen..

  2. Klären, wie sich die oben genannten Faktoren im schlimmsten Fall auf das Unternehmen auswirken könnten. Wenn man weiß, wie das schlimmste Szenario für das eigene Unternehmen aussieht, ist es viel einfacher, sich darauf vorzubereiten. Zudem reduziert das den Druck und den Überraschungseffekt, sollte ein ähnliches Szenario wie das beschriebene tatsächlich eintreten.

  3. Zwei weitere hypothetische Unternehmensszenarien ermitteln und erörtern. Neben dem Worst-Case-Szenario sollten Sie auch das Best-Case- und das Average-Case-Szenario definieren. Bedenken Sie, dass das Worst-Case-Szenario aus dem vorherigen Schritt oft stark motivieren kann, das Unternehmen zum Besseren hin zu verändern. Durch die Auseinandersetzung mit den beiden anderen Szenarien können Sie sich jedoch auf das Positive konzentrieren – auf die Möglichkeiten, die sich dem Unternehmen bieten.

  4. Mögliche Strategien oder Lösungen ermitteln und vorschlagen. Alle Teammitglieder sollten nun in einem Brainstorming überlegen, wie das Unternehmen auf die drei genannten Szenarien reagieren könnte. Besprechen Sie die vorgeschlagenen Strategien anschließend im Team.

  5. Gemeinsame Überlegungen oder Strategien für das Unternehmen erarbeiten. Sehr wahrscheinlich schlagen Ihre Teamkollegen ähnliche Lösungen vor. Entscheiden Sie als Team, welche Ihnen am besten gefällt, oder entwickeln Sie gemeinsam eine neue Lösung.

  6. Das wahrscheinlichste Szenario und die sinnvollste Strategie ermitteln. Abschließend sollten Sie prüfen, welches der drei Szenarien in den nächsten drei bis fünf Jahren am ehesten eintreten wird und wie das Unternehmen auf mögliche Veränderungen reagieren sollte.

5. Selbstorganisierendes Modell

Das selbstorganisierende Modell, auch organisches Planungsmodell genannt, unterscheidet sich ein wenig von den linearen Ansätzen der anderen Planungsmodelle. Bei dieser Methode braucht man viel Geduld.

Bei diesem Modell der strategischen Planung liegt der Schwerpunkt auf dem Lern- und Wachstumsprozess und nicht auf dem Erreichen eines bestimmten Ziels. Da beim organischen Modell das Hauptaugenmerk auf der kontinuierlichen Verbesserung liegt, ist der Prozess im Grunde nie wirklich abgeschlossen.

Ideal für:

  • Große Unternehmen, die es sich leisten können, sich Zeit zu lassen

  • Unternehmen, die einen eher natürlichen, organischen Planungsansatz bevorzugen, bei dem gemeinsame Werte, Kommunikation und gemeinsame Überlegungen im Mittelpunkt stehen

  • Unternehmen, die eine klare Vorstellung von ihrer Vision haben

Schritte: 

  1. Die Werte der Unternehmenskulturdefinieren und vermitteln.. Ein Team kann nur dann klar und lösungsorientiert denken, wenn es ein klares Verständnis der Unternehmenswerte hat.

  2. Die Vision der Planungsgruppe dem Unternehmen vermitteln. Definieren Sie die Vision mit allen am strategischen Planungsprozess Beteiligten und kommunizieren Sie diese. Dadurch werden die Ideen aller Beteiligten mit der Vision des Unternehmens in Einklang gebracht.

  3. Besprechen Sie regelmäßig, welche Prozesse zur Verwirklichung der Vision des Unternehmens beitragen werden. Treffen Sie sich vierteljährlich, um Strategien oder Taktiken zu besprechen, die das Unternehmen der Verwirklichung Ihrer Vision näher bringen.

6. Echtzeit-Modell

Dieses fließende Modell kann Unternehmen helfen, die mit schnellen Veränderungen in ihrem Arbeitsumfeld konfrontiert sind. Im Echtzeitmodell gibt es folgende drei Erfolgsstufen: 

  • Unternehmensebene: Auf Unternehmensebene entwickeln Sie Strategien als Reaktion auf Chancen oder Trends.

  • Programmatisch: Auf der Programmebene müssen Sie entscheiden, wie Sie auf bestimmte Ergebnisse oder Veränderungen in Ihrem Umfeld reagieren wollen.

  • Operativ: Auf der operativen Ebene prüfen Sie die internen Systeme, Richtlinien und Mitarbeiter, um eine Strategie für das Unternehmen zu entwickeln.

Die Ermittlung des eigenen Wettbewerbsvorteils kann schwierig sein, ist für den Erfolg jedoch unerlässlich. Ganz gleich, ob es sich um einen besonderen Wettbewerbsvorteil oder eine Stärke des Unternehmens handelt oder um eine herausragende Ausführung von Dienstleistungen oder Programmen – um erfolgreich zu sein, muss sich das Unternehmen von den Mitbewerbern abheben.

Ideal für:

  • Unternehmen, die auf veränderte Rahmenbedingungen schnell reagieren müssen

  • Unternehmen, die sich nach neuen Instrumenten zur Ausrichtung auf ihre Unternehmensstrategie umsehen

Schritte: 

  1. Unternehmensmission und -vision formulieren. Wenn Sie bei der Formulierung der Unternehmensmission nicht weiterkommen, schauen Sie sich die Missionen anderer Unternehmen an. Vielleicht inspiriert Sie ja das Vision Statement von Asana.

  2. Strategien der Wettbewerber und Markttrends erforschen, verstehen und daraus lernen. Nehmen Sie einige Mitbewerber in Ihrer Branche und finden Sie heraus, wie sie es geschafft haben, erfolgreich zu sein. Wie sind sie mit Rückschlägen oder Herausforderungen umgegangen? Welche Arten von Herausforderungen sind ihnen begegnet? Sind das gängige Szenarien auf dem Markt? Lernen Sie von Ihren Mitbewerbern, indem Sie so viel wie möglich über sie herausfinden.

  3. Externes Umfeld untersuchen. An dieser Stelle können Sie das Echtzeitmodell mit dem Szenariomodell kombinieren, um Lösungen für Risiken und Chancen zu finden, auf die Sie keinen Einfluss haben.

  4. Durchführung einer SWOT-Analyse der unternehmensinternen Prozesse, Systeme und Ressourcen. Neben den externen Faktoren, die das Team berücksichtigen muss, gilt es auch, das interne Umfeld des Unternehmens zu betrachten und zu prüfen, wie gut man auf verschiedene Szenarien vorbereitet ist.

  5. Eine Strategie entwickeln. Besprechen Sie die Ergebnisse Ihrer SWOT-Analyse, um eine Geschäftsstrategie zu entwickeln, die auf den Erfolg des Unternehmens, erfolgreiche programmatische Kampagnen und den operativen Erfolg ausgerichtet ist.

  6. Prüfen und wiederholen. Überwachen Sie, wie gut die neue Strategie im Unternehmen greift, und wiederholen Sie den Planungsprozess bei Bedarf, um sicherzustellen, dass Sie an der Spitze stehen oder vielleicht der Konkurrenz sogar einen Schritt voraus sind. 

Lesenswert: Wie Sie kritische Erfolgsfaktoren (CSFs) zur Unterstützung Ihres strategischen Plans nutzen können

7. Inspirierendes Modell

Dieses Modell für die strategische Planung inspiriert und motiviert das Team bei der Umsetzung der Unternehmensziele. Zudem ist es eine großartige Möglichkeit, Mitarbeiter nach einer Fusion oder Übernahme mit der Unternehmensstrategie vertraut zu machen oder sie neu zu verankern.

Lesenswert: Was ist Change Management? In 6 Schritten zu einem erfolgreichen Change-Management-Prozess

Ideal für:

  • Unternehmen mit einer dynamischen und inspirierenden Startup-Kultur

  • Unternehmen auf der Suche nach Inspirationen, die dem kreativen Prozess neuen Schwung geben

  • Unternehmen, auf der Suche nach schnellen Lösungen und einem Strategiewechsel

Schritte: 

  1. Versammeln Sie Ihr Team, um eine inspirierende Vision für das Unternehmen zu erörtern. Je mehr Personen Sie für diesen Prozess gewinnen können, desto mehr Vorschläge werden eingehen.

  2. Brainstorming für Big, Hairy Audacious Goals (große, herausfordernde, kühne Ziele) und Ideen. Wer sein Team ermutigt, sich mit Ideen, die lächerlich erscheinen, nicht zurückzuhalten, bewirkt damit zweierlei: Zum einen wird die Angst, schlechte Ideen einzubringen, abgebaut. Noch wichtiger ist jedoch, dass diese Methode zu einer genialen Idee oder einem genialen Vorschlag führen kann, auf den Ihr Team nicht gekommen wäre, wenn es das Gefühl gehabt hätte, innerhalb bestimmter Grenzen denken zu müssen.

  3. Ressourcen des Unternehmens bewerten. Finden Sie heraus, ob das Unternehmen die Ressourcen hat, um neue Ideen umzusetzen. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie entweder die Strategie anpassen oder mehr Ressourcen bereitstellen.

  4. Eine Strategie entwickeln, die eine gesunde Balance zwischen Ressourcen und Ideen schafft. Abwegige Ideen können sich zu erstaunlichen Chancen entwickeln, sie können allerdings auch große Risiken bergen. Sorgen Sie für ein Gleichgewicht zwischen Ihren Ideen und der strategischen Ausrichtung. 

Lesenswert: 29 Brainstorming-Methoden: effektive Wege, Kreativität zu entfachen

Kommen wir nun zu den am häufigsten verwendeten strategischen Planungsmodellen.

8. Planungsmethode der SWOT-Analyse

Einer der beliebtesten Ansätze für die strategische Planung ist die SWOT-Analyse. Eine SWOT-Analyse ist ein guter erster Schritt zur Ermittlung von Chancen- und Risikobereichen, die bei der Erstellung eines strategischen Plans helfen können, der das Wachstum berücksichtigt und auf Risiken vorbereitet.

SWOT steht für Strengths (Stärken), Weaknesses (Schwächen), Opportunities (Chancen) und Threats (Risiken). Hier ein Beispiel:

Beispiel für eine SWOT-Analyse

9. Planungsmethode anhand von OKRs

Ein wichtiger Teil der strategischen Planung ist die Festlegung von Zielen für das Unternehmen. Hier kommen die OKRs ins Spiel. 

OKRs steht für Objective and Key Results (Ziele und wichtige Ergebnisse). Diese Zielsetzungsmethode unterstützt das Unternehmen beim Festlegen und Erreichen von Zielen. Es handelt sich gewissermaßen um einen ganzheitlichen Ansatz, anhand dessen Sie die Arbeit des Teams mit den übergeordneten Zielen des Unternehmens verknüpfen können. Wenn die Teammitglieder verstehen, wie ihre Tätigkeit konkret zum Unternehmenserfolg beiträgt, sind sie in der Regel motivierter und erzielen bessere Ergebnisse.

Lesenswert: So legen Sie OKRs fest

10. Balanced Scorecard (BSC)-System

Die Balanced Scorecard ist eine beliebte strategische Planungsmethode für Unternehmen, die einen ganzheitlicheren Ansatz verfolgen wollen, anstatt sich allein auf die Finanzergebnisse zu beschränken. Sie wurde von David Norton und Robert Kaplan in den 1990er Jahren entwickelt und wird von Unternehmen auf der ganzen Welt wie folgt eingesetzt: 

  • Ziele vermitteln

  • Tägliche Teamarbeiten auf die Unternehmensstrategie abstimmen

  • Prioritäten für Produkte, Dienstleistungen und Projekte setzen

  • Fortschritte bei der Verwirklichung strategischer Ziele überwachen

Die Balanced Scorecard skizziert vier wesentliche Geschäftsperspektiven:

  1. Kunden oder Klienten, d. h.  deren Bedeutung, Zufriedenheit und/oder Bindung

  2. Finanziell, d. h. Effektivität bei der Nutzung von Ressourcen und Finanzergebnisse

  3. Innerbetriebliche Abläufe, d. h. Qualität und Effizienz des Unternehmens

  4. Unternehmenskapazität, d. h. Unternehmenskultur, Infrastruktur und Technologie sowie Personal

Anhand einer Strategiekarte lässt sich die Wertschöpfung im Unternehmen visualisieren und kommunizieren. Eine Strategiekarte ist eine einfache Grafik, die Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen strategischen Zielen aufzeigt. 

Die Balanced Scorecard ist ein hervorragendes Instrument, das von der Skizzierung Ihrer Mission, Vision und Werte bis hin zur Strategieimplementierung eingesetzt werden kann.

Mit einer Integration wie Lucidchart lassen sich in Asana Strategiekarten für das Unternehmen erstellen.

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11. Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell von Porter

Das Fünf-Kräfte-Modell nach Porter ist ein hervorragendes System für die strategische Planung in Echtzeit. Damit lässt sich herausfinden, worin der Wettbewerbsvorteil eines Produkts oder einer Dienstleistung besteht, bevor es auf den Markt kommt.

Der von Michael E. Porter entwickelte Planungsrahmen umreißt fünf Kräfte, die man beachten und überwachen sollte:

Branchenstrukturanalyse nach dem Fünf-Kräfte-Modell von Porter
  1. Bedrohung durch Markteinsteiger: Jeder neue Markteintritt führt zu einem erhöhten Preis- und Kostendruck. 

  2. Wettbewerb in der Branche: Je mehr Wettbewerber es gibt, desto schwieriger wird es, mit einem Produkt oder einer Dienstleistung einen Mehrwert auf dem Markt zu schaffen.

  3. Die Verhandlungsmacht der Anbieter: Anbieter können mehr Macht ausüben, wenn es für Käufer weniger Alternativen gibt oder wenn es teuer, zeitaufwändig oder schwierig ist, zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

  4. Die Verhandlungsmacht der Käufer: Käufer können mehr Macht ausüben, wenn es für Käufer weniger Alternativen gibt oder wenn es teuer, zeitaufwändig oder schwierig ist, zu einem anderen Anbieter zu wechseln.

  5. Threat of substitutes: Wenn ein anderes Unternehmen den Bedarf des Marktes bereits abdeckt, muss man ein besseres Produkt oder eine bessere Dienstleistung entwickeln bzw. es/sie bei gleicher Qualität günstiger anbieten, um im Wettbewerb bestehen zu können.

Branchenstrukturen sind nicht statisch. Je dynamischer der strategische Plan ist, desto besser kann sich ein Unternehmen im Wettbewerb behaupten.

12. VRIO-Methode

Ein weiteres Instrument der strategischen Planung, das zur Bewertung des Wettbewerbsvorteils dient, ist die VRIO-Methode. VRIO steht für Wert (Value), Seltenheit (Rarity), Nachahmbarkeit (Imitability) und Organisation (Organization).

Es handelt sich um eine ressourcenbasierte Theorie, die von Jay Barney entwickelt wurde. Anhand dieses Systems kann man die vorhandenen Ressourcen untersuchen und herausfinden, ob das Unternehmen sie in nachhaltige Wettbewerbsvorteile umwandeln kann oder nicht. 

Eigene Ressourcen können materiell (wie etwa Bargeld, Werkzeuge, Inventar usw.) oder immateriell (wie etwa Urheberrechte, Marken, Unternehmenskultur usw.) sein. Ob diese Ressourcen dem Unternehmen beim Markteintritt tatsächlich helfen, hängt von vier Eigenschaften ab:

  • Wertschöpfend: Wird diese Ressource entweder die Einnahmen erhöhen oder die Kosten senken und damit einen Mehrwert für das Unternehmen schaffen?

  • Selten: Sind die verwendeten Ressourcen selten oder können andere diese Ressourcen ebenfalls nutzen und somit problemlos das gleiche Produkt oder die gleiche Dienstleistung anbieten?

  • Unnachahmbar: Sind diese Ressourcen entweder unnachahmbar oder nicht austauschbar? Mit anderen Worten: Wie einzigartig und komplex sind diese Ressourcen?

  • Organisatorisch: Ist ein Unternehmen so organisiert, dass es seine Ressourcen so nutzt, dass deren Wert, Seltenheit und Unnachahmlichkeit zum Tragen kommt?

Wichtig ist, dass die Ressourcen alle oben genannten Kriterien erfüllen, damit ein Unternehmen einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen der Branche hat.

13. Theory of Constraints (TOC)-Methode

Befindet sich ein Unternehmen gerade in einem strategischen Planungsprozess, weil es versucht, Risiken zu mindern oder Probleme aufzudecken, die seinem Geschäft schaden könnten, sollte diese Planungsmethode in seinem Toolkit enthalten sein.

Die Theory of Constraints (TOC) ist eine Problemlösungsmethode, die Ihnen hilft, den begrenzenden Faktor oder Engpass zu ermitteln, der das Unternehmen daran hindert, OKRs oder KPIszu erreichen. 

Unabhängig davon, ob es sich um Einschränkungen durch Richtlinien, Märkte oder Ressourcen handelt mithilfe der Engpasstheorie lassen sich potenzielle Probleme lösen, Probleme angehen und das Team motivieren, seine Arbeit mit den vorhandenen Ressourcen zu verbessern.

14. PEST/PESTLE-Analyse

Das Konzept der PEST-Analyse ähnelt dem der SWOT-Analyse, mit dem Unterschied, dass der Schwerpunkt auf externen Faktoren und Lösungen liegt. Sie eignet sich hervorragend zur Kombination mit der szenariobasierten strategischen Planungsmethode, denn dabei werden externe Faktoren definiert, die mit dem Erfolg des Unternehmens zusammenhängen.

PEST steht für politische, wirtschaftliche, soziologische und technologische Faktoren. Je nach Geschäftsmodell empfiehlt es sich, diesen Rahmen zu erweitern und auch rechtliche und umweltbezogene Faktoren einzubeziehen (PESTLE). Hier die gängigsten Faktoren, die in eine PESTLE-Analyse einfließen können:

  • Politisch: Steuern, Handelszölle, Streitigkeiten

  • Wirtschaftlich: Zinssatz und Inflationsrate, Wirtschaftswachstum, Arbeitslosenquote

  • Gesellschaftlich: Bevölkerungsstruktur, Bildung, Medien, Gesundheit

  • Technologisch: Kommunikation, Informationstechnologie, Forschung und Entwicklung, Patente

  • Rechtlich: Aufsichtsbehörden, Umweltschutzbestimmungen, Verbraucherschutz

  • Umweltschutz: Klima, geografische Lage, Ausgleichszahlungen für die Umwelt

15. Hoshin-Kanri-Methode

Die Hoshin-Kanri-Matrix ist ein hervorragendes Instrument zur Kommunikation und Umsetzung strategischer Ziele. Es handelt sich um ein Planungssystem, das das gesamte Unternehmen in den strategischen Planungsprozess einbezieht. Der aus dem Japanischen stammende Begriff steht für „Kompassmanagement“ und ist auch als Strategiemanagement bekannt. 

Diese strategische Planungsmethode ist ein Top-down-Ansatz, bei dem das Führungsteam zunächst langfristige Ziele definiert, die kommuniziert und dann mit dem jeweiligen Teammitglied im Unternehmen abgestimmt und werden. 

Bei regelmäßigen Besprechungen sollte man die Fortschritte überwachen und den Zeitplan aktualisieren, um sicherzustellen, dass die Beiträge aller Teammitglieder mit den übergeordneten Unternehmenszielen in Einklang stehen.

Die strategischen Ziele nicht aus den Augen verlieren

Ganz gleich, ob es sich um ein kleines Unternehmen handelt, das gerade erst anfängt, oder um eine gemeinnützige Organisation mit jahrzehntelanger Erfahrung – die strategische Planung ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Erfolg. 

Wenn Sie auf der Suche nach einem Tool sind, das Sie und Ihr Team bei der Definition, Strukturierung und Umsetzung Ihrer strategischen Ziele unterstützt, ist Asana genau das Richtige für Sie. Mit unserer Zielsetzungssoftware können Sie alle Ihre Teammitglieder an einem zentralen Ort miteinander vernetzen, den Fortschritt visualisieren und so Ihr Ziel im Auge behalten.

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