Warum das Wohlbefinden von Angestellten für Ihr Unternehmen erfolgsentscheidend ist

Alicia Raeburn – FotoAlicia Raeburn13. Juni 202210 Minuten Lesezeit
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Zusammenfassung

Das Wohlbefinden von Angestellten umfasst den körperlichen, emotionalen, wirtschaftlichen und sozialen Zustand von Mitarbeitern. Indem Sie darauf achten, dass es Ihren Mitarbeitern gut geht, können Sie Ihre gesamte Unternehmenskultur verändern und ein Team aus zufriedeneren, gesünderen Angestellten aufbauen. Erfahren Sie hier, wie Sie in Ihrem Unternehmen ein Wohlfühlprogramm für Ihre Mitarbeiter entwickeln können und warum das so wichtig ist.

Stellen Sie sich vor: Sie schließen Ihren Laptop, schalten von der Arbeit ab und tauchen voll und ganz in Ihr Privatleben ein, ohne dabei irgendwelchen Stress zu empfinden. Ist das für Sie nur schwer denkbar? Dann leidet vermutlich Ihr Wohlbefinden – und damit sind Sie nicht allein. Das Wohlbefinden umfasst alle Aspekte Ihrer Gesundheit, darunter auch solche, über die man eher weniger nachdenkt, wie zum Beispiel Ihr Gemeinschaftsgefühl. Wenn Sie Ihr Wohlbefinden verbessern, werden Sie erfolgreicher sein – nicht nur auf der Arbeit, sondern auch in Ihrem Privatleben.

Untersuchungen haben alarmierende Statistiken in Bezug auf Burnout hervorgebracht, und vor diesem Hintergrund ist das Wohlbefinden von Angestellten vielleicht wichtiger als je zuvor. Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass 42 % der Arbeiter sowohl unter Burnout-Symptomen als auch unter dem Hochstapler-Syndrom leiden. Fast einer von vier Arbeitern leidet viermal im Jahr oder öfter an Burnout-Symptomen, während 40 % denken, dies wäre unvermeidlich, wenn man erfolgreich sein will.

Um Burnout und Überforderung zu minimieren, müssen wir noch einmal darüber nachdenken, wie wir arbeiten und wie wir uns dabei fühlen. Das Wohlbefinden der Angestellten sollte hierbei Priorität haben, wodurch sich dann auch die Unternehmenskultur verändert und die Dinge reibungsloser funktionieren.

Was versteht man unter dem Wohlbefinden von Angestellten?

Über das Wohlbefinden von Angestellten sprechen wir oft im Zusammenhang mit Selbstbestimmtheit, mentaler Gesundheit und dem generellen Mitarbeitererlebnis innerhalb eines Unternehmens. Diese Begriffe haben einige Überschneidungen, wobei das Wohlbefinden alle von ihnen umfasst. Es ist quasi der Oberbegriff, der die sieben wichtigsten Arten beschreibt, wie der Arbeitsplatz sich auf einzelne Mitarbeiter auswirkt, und zwar:

  1. körperlich

  2. emotional

  3. wirtschaftlich

  4. sozial

  5. beruflich

  6. gemeinschaftlich

  7. sinnstiftend

In der Vergangenheit wurde das Wohlbefinden der Angestellten gerne übersehen, doch heutzutage erkennen immer mehr Unternehmen die Vorteile darin, es zur Priorität zu machen. Das liegt daran, dass effektive Programme, die das Wohlbefinden der Angestellten fördern, sowohl die Mitarbeiterbindung als auch deren Zufriedenheit steigern. Und selbst wenn Sie noch kein vollständig ausgearbeitetes Programm haben, gibt es doch viele Möglichkeiten, das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter zu fördern. Wir bei Asana, zum Beispiel, unterstützen das wirtschaftliche Wohlbefinden unserer Mitarbeiter mit wettbewerbsfähigen Gehältern, die emotionale Gesundheit durch Zugang zu kostenlosen Therapiesitzungen und das Gemeinschaftsgefühl durch ein hybrides Arbeitsmodell.

Wohlbefinden vs. Engagement

Der allgemeine Oberbegriff „Wohlbefinden“ beschreibt, wie sich Ihre Mitarbeiter im Beruf fühlen, und beeinflusst auch das Mitarbeiterengagement. Wenn man sich um das Wohlbefinden der Mitarbeiter kümmert, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie am Arbeitsplatz engagierter und froh darüber sind, dort zu sein.

Aber ein engagierter Mitarbeiter ist nicht zwangsläufig ein zufriedener oder gesunder Mitarbeiter. Man kann auch engagiert im Beruf und gleichzeitig überarbeitet, überfordert oder unterbezahlt sein. Wenn Mitarbeiter sich hingegen auf der Arbeit wohlfühlen, sind sie fast immer auch engagierter. Und das ist der Grund, warum es so wichtig ist, das Wohlbefinden der Angestellten zu priorisieren.

Lesenswert: Mitarbeiterengagement – das Erfolgsgeheimnis Ihres Teams

Mehr als nur eine vorübergehende Modeerscheinung

Das Wohlbefinden Ihrer Angestellten wirkt sich direkt auf den Gesamtbetrieb, die Finanzen und das Management Ihres Unternehmens aus. Dazu gehören:

  • Bessere Mitarbeiterbindung. Zufriedenere Mitarbeiter sind eher dazu bereit, langfristig in Ihrem Unternehmen zu bleiben und in seinen Erfolg zu investieren. Das wiederum erhöht die Verkäufe (da Ihre Mitarbeiter Ihr Unternehmen auf natürliche Weise promoten) und spart Kosten für Neueinstellungen und beim Mitarbeiter-Onboarding.

  • Gesteigerter Fokus. Indem das Unternehmen für das Gehirn förderliche Aktivitäten wie Achtsamkeit und Sport unterstützt, hilft es Mitarbeitern dabei, auf der Arbeit fokussierter und produktiver zu werden. 

  • Gesteigerte Teammoral. Wenn Angestellte das Gefühl haben, dass man sich um sie kümmert und dass ihre Grundbedürfnisse erfüllt werden, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass sie sich füreinander einsetzen, sich untereinander vernetzen und einander unterstützen, was schlussendlich in einer höheren Teammoral resultiert.

  • Höhere Anpassungsfähigkeit. Ruhige und ausgeglichene Arbeitnehmer können auf Veränderungen objektiver und produktiver reagieren – eine wichtige Komponente für eine höhere Anpassungsfähigkeit auf der Arbeit.

  • Weniger Fehlzeiten. Zum Wohlbefinden gehört auch die körperliche Gesundheit, sodass dessen Priorisierung zu weniger Krankheiten und Verletzungen führt. Dies wiederum resultiert dann in weniger Kranktagen oder verpassten Ereignissen.

Die 7 Schlüsselfaktoren des Wohlbefindens

Ein solides Zufriedenheitsprogramm für Angestellte beinhaltet Aspekte aus den folgenden sieben Wohlfühlinitiativen.

1. Körperlich

Das körperliche Wohlbefinden meint die körperliche Gesundheit der Angestellten. Wir denken oft, dass Sport und Ernährung die einzigen Dinge sind, die uns körperlich gesund halten, doch dem ist nicht so. Auch Schlaf und Erholungszeiten sind für die körperliche Gesundheit unerlässlich und sollten ebenfalls Teil des Programms sein.

Neben den gesundheitlichen Vorteilen und niedrigeren Gesundheitskosten wird durch das körperliche Wohlbefinden der Mitarbeiter auch das Arbeitserlebnis verbessert. Die natürliche Energiereserve der Angestellten wird aufgefüllt. Einfach ausgedrückt: Man kann sich schwer auf eine Aufgabe konzentrieren, wenn man sich nicht um seinen Körper kümmert.

Beispiele für körperliches Wohlbefinden: Unterstützende Leistungen für das Fitnessstudio sorgen dafür, dass Ihr Team in Bewegung bleibt, doch es gibt noch kreativere Wege, das körperliche Wohlbefinden zu steigern. Versuchen Sie es doch einmal mit einem Monat, in dem sich alles um die vegetarische Ernährung dreht und alle im Unternehmen Rezepte teilen und einander unterstützen. Oder – wenn Ihr Team eher wettbewerbsfreudig ist – versuchen Sie es mit einer Herausforderung (zum Beispiel als Team 100.000 Schritte im Monat zu schaffen). Auf diese Weise können Sie das Gemeinschaftsgefühl im Team fördern, während Ihr Team aktiv bleibt.

2. Emotional

Die vergangenen Jahre haben sich für viele von uns vermutlich wie eine emotionale Achterbahn angefühlt. Vieles davon liegt außerhalb unserer Kontrolle, aber es gibt dennoch Möglichkeiten, wie Sie sogar in solchen Zeiten Ihre Kollegen und Ihr Team unterstützen können. Wenn Sie unter zu viel Stress arbeiten, kann das zu Ablenkungen, Angstzuständen oder sogar körperlichen Gesundheitsproblemen führen.

Als Teamleiter oder Führungskraft besteht der erste Schritt für Sie darin, mit Ihren Mitarbeitern darüber zu sprechen, dass ihre emotionale Gesundheit wichtig ist. Wir bei Asana haben beispielsweise Achtsamkeit zu einem unserer Kernwerte gemacht, und das nicht nur, weil wir an die Wirkung von Achtsamkeit glauben, sondern auch, um zu zeigen, dass die Unterstützung des mentalen Wohlbefindens bei uns höchste Priorität hat. Während Sie Ihre Mitarbeiter bei der Stressbewältigung unterstützen, sollten Sie die Work-Life-Balance im Blick behalten. Bauen Sie Ruhepausen ein, sorgen Sie dafür, dass Ihre Angestellten sich freinehmen, und stellen Sie Meditationsräume zur Verfügung. Auf diese Weise helfen Sie Ihren Mitarbeitern schon, sich um ihre emotionale Gesundheit zu kümmern.

Beispiele für emotionales Wohlbefinden: Ein vollständig ausgearbeitetes Programm für das emotionale Wohlbefinden unterstützt Ihre Mitarbeiter dabei, mit mentalem Stress, der im Zusammenhang mit der Arbeit steht, umzugehen und ihn anzugehen. Hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten, zum Beispiel finanzielle Leistungen für die gesundheitliche Vorsorge oder ein Firmenpsychologe. Andere Optionen, wie beispielsweise Apps für Therapien und Gruppenmeditationen, haben jedoch möglicherweise eine schnellere Wirkung auf das mentale Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter.

3. Wirtschaftlich

Bei allen Vorteilen, die ein erfüllender Job uns bringt, dürfen wir doch nicht außer Acht lassen, dass wir alle auch Geld verdienen müssen. Wirtschaftliche Motivatoren sind Teil der extrinsischen Motivation – und werden oft kritisiert. Allerdings ist eine faire Bezahlung ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden. Hinzu kommt, dass eine gute wirtschaftliche Situation Stress reduziert und den Zugang zu Unterstützung bei seelischen und körperlichen Problemen ermöglicht.

Als Arbeitgeber können Sie Ihren Angestellten finanzielles Wohlbefinden durch angemessene Gehälter, Boni oder andere Anreize ermöglichen. Das ist schon einmal sehr hilfreich, doch vielleicht möchten Sie Ihre Mitarbeiter ja auch darin schulen, wie sie ihr Einkommen am besten nutzen können. Stellen Sie also sicher, dass finanzielle Ungleichheiten an Ihrem Arbeitsplatz identifiziert, angegangen und gelöst werden.

Beispiele für wirtschaftliches Wohlbefinden: Für gewöhnlich priorisieren Arbeitgeber das wirtschaftliche Wohlbefinden ihrer Angestellten durch Vergütungen (Zuschüsse für die Altersvorsorge, Beteiligungstitel, Gehälter und Boni). Aber es gibt noch mehr, was Sie Ihren Angestellten bieten können, zum Beispiel Fahrtkostenzuschüsse, Umzugshilfe oder die Möglichkeit, ortsunabhängig zu arbeiten. Auf diese Weise erlangen Ihre Mitarbeiter die Kontrolle über ihre Finanzen, was ihrem wirtschaftlichen Wohlbefinden zugutekommt.

4. Sozial

Wir verbringen mehr Zeit auf der Arbeit als irgendwo anders. Zu den negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie gehörte die plötzliche Abwesenheit von Kollegen in unserem alltäglichen Leben. Gerade gehen auf der Welt viele Veränderungen vor sich, vor allem am Arbeitsplatz – und das ist noch milde ausgedrückt. Und einige Menschen, auf die wir uns bei der Arbeit immer verlassen hatten, konnten uns plötzlich nicht mehr so einfach unterstützen.

Starke Kontakte zu anderen Mitarbeitern bauen Vertrauen auf und fördern die Zusammenarbeit. Außerdem macht die Arbeit so mehr Spaß. Wenn Sie soziale Kontakte auf der Arbeit fördern, unterstützen Sie Ihr Team dabei, eine stärkere, widerstandsfähigere Einheit zu werden – sowohl persönlich als auch beruflich.

Beispiele für soziales Wohlbefinden: Oft organisieren Unternehmen für die Mitarbeiter freiwillige Events nach der Arbeit oder an Wochenenden. Diese Veranstaltungen sind eine großartige Möglichkeit, die Freunde und Familien der Kollegen kennenzulernen. Wenn Sie die sozialen Kontakte in Ihrem Unternehmen weiter stärken möchten, sollten Sie jedoch auch soziale „Meetings“ in Ihre Arbeitswoche integrieren. Versuchen Sie es zum Beispiel mit einem kurzen, informellen Treffen, das einmal im Monat stattfindet und bei dem das Team über alles Mögliche spricht – nur nicht über die Arbeit. Oder nehmen Sie sich zu Beginn Ihrer Teamsitzungen etwas Zeit für eine kurze Gesprächsrunde, damit Sie alle sich besser kennenlernen können.

5. Beruflich

Das berufliche Wohlbefinden konzentriert sich auf die beruftliche Weiterentwicklung. Für die meisten Menschen ist ihre aktuelle Stelle einfach nur ein Tritt auf der Karriereleiter. Identifizieren sich die Mitarbeiter jedoch mit dem Unternehmen, können Sie deren konkrete berufliche Ziele und Ambitionen positiv beeinflussen. Für ihr berufliches Wohlbefinden benötigen Angestellte ein Arbeitsumfeld, in dem sie sich unterstützt fühlen, mit klaren Aufstiegsmöglichkeiten.

Berufliche Weiterentwicklung steigert die Arbeitsmoral und die Zufriedenheit am Arbeitsplatz. Das wirkt sich auch positiv auf Ihr Unternehmen aus, denn Arbeitnehmer, die sich unterstützt fühlen, bleiben für gewöhnlich auch länger, da sie nicht nach Wachstumsmöglichkeiten außerhalb Ihres Unternehmens Ausschau halten müssen. Investieren Sie in routinierte Schulungen und den Ausbau der Fähigkeiten Ihres Personals, damit Ihre Angestellten zu Experten werden. Das steigert die Produktivität Ihres Teams und die Umsätze Ihres Unternehmens.

Beispiele für berufliches Wohlbefinden: Für die meisten Unternehmen sind Programme für die berufliche Weiterentwicklung und interne Jobbörsen der erste Schritt zum beruflichen Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter. Allerdings gibt es noch weitere Möglichkeiten. Sie können dem Vorteilspaket Ihrer Mitarbeiter noch Vergünstigungen für Bildung und Stipendien hinzufügen. So ermutigen Sie Ihre Angestellten, die eigenen Fähigkeiten noch weiter auszubauen. Falls Ihnen dafür die Ressourcen fehlen, bitten Sie doch einfach verschiedene Teams in Ihrem Unternehmen darum, interne Schulungen abzuhalten. Sie könnten zum Beispiel das Marketingteam fragen, ob es eine Schulung für das Vertriebsteam abhalten kann, in dem es darum geht, wie man wichtige Informationen zum Unternehmen besser kommuniziert.

6. Gemeinschaftlich

Das gemeinschaftliche und soziale Wohlbefinden sind sich sehr ähnlich, allerdings gibt es kleine Unterschiede: Beim gemeinschaftlichen Wohlbefinden geht es nicht nur darum, sich mit anderen Personen zu vernetzen, sondern auch darum, sich als Teil einer kollektiven Gruppe zu fühlen. In Ihrer Nachbarschaft, zum Beispiel, bauen Sie möglicherweise soziale Kontakte zu Ihren Nachbarn auf, indem Sie sich auf dem Hof oder im Vorgarten mit ihnen unterhalten. Aber Ihr Gemeinschaftsgefühl entsteht eher anhand einer Gruppe von Nachbarn, Unternehmen oder der unmittelbaren Umgebung, die Ihre Stadt ausmachen. Aktuell wechseln viele Unternehmen zu einer hybriden Arbeitsstruktur mit flexiblen Arbeitszeiten, und das führt unweigerlich dazu, dass sich auch die Art, wie wir eine Arbeitsgemeinschaft aufbauen, verändern wird.

Die beste Möglichkeit, ein Gemeinschaftsgefühl zu fördern, sind oft gemeinsame Aktivitäten. In Zeiten von Homeoffice und unterschiedlichen Zeitplänen ist es allerdings nicht mehr so einfach, sich in letzter Minute zu einer Happy Hour zu verabreden, um einen Geschäftsabschluss zu feiern. Stattdessen müssen Sie Gemeinschaftsevents im Voraus planen. Dennoch sind sie es wert, denn sie legen den Grundstein für Ihre Arbeitskultur.

Beispiele für gemeinschaftliches Wohlbefinden:Team-Building-Spiele sind schon einmal großartig, aber Sie können in Ihrem Unternehmen auch Freiwilligentage einführen, an denen Sie sich als Gruppe einer Herausforderung stellen müssen. Machen Sie etwas, das nichts mit Ihrer Arbeit zu tun hat, und testen Sie so unterschiedliche Bereiche Ihres Gehirns. Außerdem ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter zu kreativem Teamwork, indem Sie sie Probleme auf eine ganz neue Weise lösen lassen. Sie könnten zum Beispiel Ihr Entwicklerteam dazu bringen, einen Tag lang beim Hausbau in einem nahegelegenen Stadtviertel zu helfen. So erweitern Sie den Horizont der Teammitglieder und schweißen sie als Gemeinschaft zusammen – ein Gemeinschaftsgefühl, das sie nicht nur untereinander empfinden werden, sondern auch für die Stadt selbst, in der sie arbeiten.

7. Sinnstiftend

Arbeit mit einem konkreten Sinn lohnt sich mehr, ist ermutigender und erfüllender. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre tägliche Arbeit nur aus Arbeit rund um die Arbeit besteht, ohne einen wirklichen Mehrwert, dann fällt es Ihnen auch schwerer, ein Gefühl von Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu entwickeln. Arbeitnehmer können den Sinn zwar in ihrer persönlichen Berufslaufbahn finden, aber sie möchten auch für Menschen und Unternehmen arbeiten, deren Werte den eigenen entsprechen.

Auch für Ihr Unternehmen ist das besser. Mission und Vision Statements sind der Nordstern Ihres Unternehmens, der nicht nur definiert, was Sie tun, sondern wer Sie als Unternehmen sind. Auch wenn diese Statements oftmals einen vagen Charakter haben, sind sie doch extrem wichtig, um einzelne Aufgaben mit einem höheren Sinn zu verknüpfen.

Lesenswert: Wie Sie ein effektives Mission Statement schreiben

Beispiele für sinnstiftendes Wohlbefinden: Wir bei Asana schaffen Sinn durch Areas of Responsibility (AoRs). Jeder Mitarbeiter ist für einen oder mehrere Bereiche verantwortlich, die spezifischer sind als eine Jobbezeichnung. Für jeden ihrer AoRs sind sie der Leiter und schlussendliche Entscheidungsträger. Wenn zum Beispiel ein Teammitglied mit der Jobbezeichnung „Content Manager“ einen noch spezifischeren AoR hat („Leiter des Blogs“), hat dieses Teammitglied die volle Kontrolle und Entscheidungsgewalt über alles, was mit dem Unternehmensblog passiert.

Lesenswert: Überdenken Sie Ihr Organigramm – Areas of Responsibility (Englisch)

So schaffen Sie ein Programm zur Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens

Programme für das Wohlbefinden der Mitarbeiter werden oftmals von Leitern der Personalabteilung erstellt. Aber um wirklich effektiv zu sein, muss das Wohlbefinden der Angestellten zu einem Teil der Unternehmenskultur werden. Das Nachfüllen der Leckereien im Süßigkeitenautomaten haben für Ihr Team keine große Bedeutung, wenn es noch nie die Gelegenheit hatte, mit der allgemeinen Unternehmensmission in Berührung zu kommen. Ihr Programm zur Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens sollte gut abgerundet sein: Leben Sie selbst vor, was Sie Ihren Teammitgliedern raten, und nutzen Sie die folgenden bewährten Methoden, um Ihr Programm aufzubauen und am Laufen zu halten.

  • Überprüfen Sie Ihre aktuellen Wohlfühlangebote. Führen Sie eine Umfrage unter Ihren Angestellten durch, denn niemand weiß besser als sie, was sie gerade brauchen.

  • Denken Sie über die Mission Ihres Unternehmens nach – und über Ihre Werte. Welche Art von Arbeitsplatz möchten Sie repräsentieren? Ihre Mitarbeiter sind das Herzstück davon.

  • Holen Sie die Führungsetage ins Boot, indem Sie ihr die Vorteile eines Programms zur Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens aufzeigen.

  • Entwickeln Sie eine Wohlfühlstrategie. Eine Personalabteilung ersetzt kein Programm für Angestellte. Das Programm sollte auf Ihr Unternehmen zugeschnitten und strategisch ausgerichtet sein.

  • Erarbeiten Sie Ziele. Führen Sie dann regelmäßige Bewertungen durch, um die Ergebnisse zu messen.

  • Teilen Sie Ihre Wohlfühlstrategie mit anderen. Erklären Sie Ihren Mitarbeitern, Ihren Stakeholdern und auch Ihren Kunden, wie Sie den Arbeitsplatz verändern.

Die Vorteile (und Herausforderungen) eines Programms zur Förderung des Wohlbefindens für Angestellte

Wenn Sie in das Wohlbefinden Ihrer Mitarbeiter investieren, erwarten Sie eine Menge Vorteile und Herausforderungen.

Vorteile:

  • Mitarbeiterengagement: Zufriedene und gesunde Arbeitnehmer sind mit großer Wahrscheinlichkeit auch engagierter.

  • Gesundheitsversorgung: Zufriedene Mitarbeiter benötigen auch weniger Gesundheitsversorgung, was die Kosten Ihres Unternehmens ebenfalls reduziert.

  • Mitarbeiterbindung und Einstellungen: Mitarbeiter, die das Gefühl haben, dass man sich um sie kümmert, bleiben eher im Unternehmen und empfehlen es sogar noch ihren Freunden und Bekannten weiter.

  • Spaß: Wenn das Mitarbeiterwohlbefinden in Ihrem Unternehmen ganz oben steht, macht die Arbeit mehr Spaß und das Engagement steigt.

Herausforderungen:

  • Keine einheitliche Definition: Wohlbefinden ist subjektiv, es bedeutet für jeden etwas anderes. Und genau deshalb ist es schwierig zu standardisieren.

  • Grenzen: Für das Wohlbefinden müssen Grenzen absolut effektiv sein. Sie können zum Beispiel spezifische Zeiträume schaffen, um sich mit Ihrem Team zu treffen und das emotionale Wohlbefinden Ihrer Teammitglieder zu besprechen. Auf diese Weise hat Ihr Team einen sicheren Raum, um sich mitzuteilen, und wird dazu ermutigt, diese Art von Gesprächen zu einem normalen Teil des Arbeitslebens zu machen.

  • Vorgesetzte: Da Arbeitnehmer nicht immer ehrlich sind, wenn sie mit ihren Vorgesetzten oder Kollegen über ihr Wohlbefinden sprechen sollen, kann es schwierig sein, Ziele und Kennzahlen zur Messung zu setzen. 

Einatmen, ausatmen ... auf das Wohlbefinden achten

Ihre Angestellten sind, was das Wohlbefinden am Arbeitsplatz angeht, von Ihnen abhängig. Je mehr Unterstützung Sie ihnen bieten können, desto besser wird deren Arbeit – und Ihr Arbeitsplatz. 

Es kostet viel Zeit und Nachdenken, ein Programm zur Förderung des Mitarbeiterwohlbefindens zu entwickeln. Da ist es hilfreich, wenn Sie Ihre Bemühungen mit Ihrem Team und sogar unternehmensweit koordinieren können, vor allem während der Entwicklung. Nutzen Sie eine Projektmanagement-Software, um Ihre Bemühungen teamübergreifend zu koordinieren und sich auf das zu konzentrieren, was am wichtigsten ist: das Wohlbefinden Ihres gesamten Teams.

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