Was ist ein Tag für die psychische Gesundheit? Und wann und wie man einen nehmen sollte

Portrait Whitney VigeWhitney Vige9. Juli 20227 Minuten Lesezeit
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Summary

A mental health day is exactly what it sounds like: a day to rest, recharge, and prioritize your mental health. While taking one can feel scary—especially when companies are trying to do more with less—good mental health is vital to being productive and doing high-impact work. Here, we’ll run you through when and why you might want to take a mental health day, as well as how to approach the subject in the workplace. 

Denken Sie an das letzte Mal, als Sie sich am Arbeitsplatz überfordert und ausgelaugt gefühlt haben. Wie hat sich das angefühlt? Hatten Sie Probleme, sich zu konzentrieren? Haben Sie festgestellt, dass Sie Ihre Aufgaben vor sich herschieben? Haben Ihre Sorgen Sie auch nach Feierabend noch verfolgt?

Und jetzt denken Sie daran, wie Sie mit diesen Gefühlen umgegangen sind. Haben Sie einfach weiter gemacht, obwohl Sie sich nicht besonders wohl und produktiv gefühlt haben? Wenn Sie so auf Stress reagieren, sind Sie nicht allein: Studien haben gezeigt, dass 40 % der Arbeitnehmer denken, Burnout sei ein unvermeidlicher Preis für Erfolg.

Wir verspüren oftmals Druck, trotz Problemen bei der Arbeit weiterzumachen, da wir uns Sorgen um unseren Arbeitsplatz machen – vor allem, weil immer mehr Unternehmen mehr Leistung verlangen. Aber wenn Sie nicht auf Ihre psychische Gesundheit achten, können Sie keine gute Leistung erbringen. Im Gegenteil: Die Einstellung, einfach weiterzumachen, kann sich negativ auf Unternehmen auswirken, da sie zu schlechter Stimmung im Team, mangelnder Kommunikation und letztendlich zu mehr Fehlern führt.

Wie können Sie sich also auf Ihre psychische Gesundheit konzentrieren und gleichzeitig Ihre Arbeitsleistung im Blick behalten? Eine Lösung hierfür sind regemäßige Tage für die psychische Gesundheit. 

Was ist ein Tag für die psychische Gesundheit?

Wie der Name schon sagt, ist ein Tag für die psychische Gesundheit ein Tag, den Sie sich frei nehmen, um zu entspannen und Ihre Batterie wieder aufzuladen. Zweck eines Tages für die psychische Gesundheit ist, sich eine Auszeit zu nehmen und sein Wohlbefinden Vorrang zu geben. Dies ist besonders wichtig, wenn Sie unter hohem Stress und innerer Unruhe leiden.

Warum sind Tage für die psychische Gesundheit so wichtig? 

Die Antwort ist einfach: Viele von uns haben mit arbeitsbedingten psychischen Problemen zu kämpfen, wie z. B. Burnout und Überarbeitung – und das schon seit Langem. Viele Arbeitnehmer stehen unter enormem Druck, da sie Arbeit und Privatleben unter einen Hut bringen müssen, ganz zu schweigen von konstanten Benachrichtigungen und sich schnell ändernden markoökonomischen Bedingungen. Beinahe jeder vierte Arbeitnehmer erlebt viermal pro Jahr oder sogar öfter einen Burnout. Ganze 42 % geben an, dass sie gleichzeitig an Hochstapler-Syndrom und Burnout leiden. Die Folge ist eine weniger engagierte Belegschaft, die häufiger Fehler macht.

Tage für die psychische Gesundheit beheben zwar nicht die Ursachen von arbeitsbedingtem Stress, aber sie geben Arbeitnehmern die Möglichkeit, sich zu entspannen, abzuschalten und sich auf sich selbst zu konzentrieren. In einigen Unternehmen gibt es spezielle Ressourcen für Tage für die psychische Gesundheit. Wenn dies bei Ihnen im Unternehmen nicht der Fall ist, können Sie sich bei Bedarf stattdessen einen Tag krank melden. 

Schauen wir uns an, wann und warum Sie sich einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen sollten und wie Sie dieses Thema mit Ihrem Vorgesetzten besprechen können. 

Wann sollten Sie sich einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen?

Es gibt keine allgemeine Regel dafür, wann Sie sich für Ihre psychische Gesundheit einen Tag frei nehmen sollten. Wenn Sie aber vermehrt Stress oder Angst am Arbeitsplatz verspüren und sich dies negativ auf Ihre Leistung und Konzentration auswirkt, sollten Sie sich um Ihre psychische Gesundheit kümmern – und einen Tag für die psychische Gesundheit in Erwägung ziehen.

Die Antwort auf die Frage, wann Sie sich einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen sollten, ist einfach: Wenn Sie einen brauchen. Hier sind einige gängige Anzeichen dafür, dass Sie einen freien Tag brauchen, um Ihre psychische Gesundheit zu priorisieren.

  • Mangelnde Motivation bei der Arbeit

  • Verringerte Produktivität ohne externe Faktoren

  • Konzentrationsprobleme 

  • Physische Symptome, wie Kopfschmerzen und Erschöpfung

  • Schlafstörungen

  • Stimmungsschwankungen, einschließlich verstärkter Frustration und Gereiztheit

  • Vermehrte negative Gedanken über die Arbeit und Ihren Arbeitgeber 

  • Frustration und Gereiztheit gegenüber Kollegen

Was sind die Vorteile eines Tages für die psychische Gesundheit?

Wenn Sie körperlich krank sind, ist es selbstverständlich, dass Sie einen Tag zuhause bleiben, um sich zu erholen. Schließlich ist es nicht einfach, sich auf Aufgaben zu konzentrieren und Ziele zu erreichen, wenn man starke Kopfschmerzen oder Fieber hat. Es ist zwar weniger offensichtlich, aber bei einem Tag für die psychische Gesundheit geht es um dasselbe Prinzip. Tage für die psychische Gesundheit geben Ihnen die Gelegenheit, sich auf sich selbst zu konzentrieren und Ihre Batterie wieder aufzuladen. So können Sie letztendlich ein produktiveres Teammitglied sein und Ihre beste Leistung erbringen. 

Tage für die psychische Gesundheit können Ihnen wie folgt helfen:

  • Sie können sich eine Pause gönnen, um zu entspannen und Energie zu tanken

  • Sie kommen mit mehr Energie und weniger gestresst wieder zur Arbeit

  • Sie können Ihre Produktivität steigern und bei der Arbeit kreativer sein

  • Sie können Ihre Perspektive und Ihren Fokus neu ausrichten 

  • Sie können darüber nachdenken, was Ihren Stress verursacht und wie Sie damit umgehen können 

  • Sie können Stress und Burnout reduzieren und die negativen Auswirkungen von Arbeitsstress bekämpfen, wie z. B. verpasste Fristen und zu wenig Engagement

So nehmen Sie sich einen Tag für die psychische Gesundheit

Jetzt wissen Sie also, wann und warum Sie einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen sollten. Der nächste Schritt ist vielleicht etwas schwieriger, nämlich wie Sie sich einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen bzw. wie Sie dieses Thema konkret mit Ihrem Vorgesetzten besprechen. 

Wenn Sie Bedenken haben, das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz anzusprechen, sind Sie nicht allein. Offen über seine Probleme zu sprechen, ist oft mit einem Stigma verbunden, was dazu führen kann, dass Sie am Arbeitsplatz (bewusst oder unbewusst) anders behandelt werden. Normal ist auch, dass Sie befürchten, deswegen andere Aufgaben zu erhalten oder als weniger produktiv wahrgenommen zu werden. Das trifft vor allem in Unternehmen zu, die immer mehr Leistung fordern.

Es gibt zwar Bestrebungen, den Mitarbeitern bei diesem Thema die Hemmungen zu nehmen, aber wenn Sie sich unwohl dabei fühlen, am Arbeitsplatz über psychische Gesundheit zu sprechen, müssen Sie das nicht tun. Im Folgenden zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich am besten einen Tag für die psychische Gesundheit nehmen. 

So können Sie mit Ihrem Vorgesetzten sprechen

Manche Unternehmen haben spezielle Richtlinien und Ressourcen, die es Ihnen ermöglichen, einen Tag für psychische Gesundheit zu nehmen. Wenn das bei Ihnen im Unternehmen nicht der Fall ist, müssen Sie wahrscheinlich dieselben Grundsätze befolgen, die auch für Krankentage oder Sonderurlaub gelten.

Denken Sie beim Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten daran, dass Sie die Kontrolle haben: Sie sind nicht verpflichtet, ihm zu sagen, warum Sie einen Tag frei nehmen. Wenn es Ihnen nichts ausmacht, Ihr Bedürfnis nach einem Tag für die psychische Gesundheit zum Ausdruck zu bringen, tragen Sie dazu bei, dass das Thema psychische Gesundheit am Arbeitsplatz weniger stigmatisiert wird und so ein transparenter, offenerer Umgangston gefördert wird. Sie können auch die Gelegenheit nutzen, mit Ihrem Vorgesetzten zu besprechen, wie sich die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz priorisieren lässt. So können langfristige Auswirkungen wie Burnout vermieden werden. 

Egal, wie Sie sich entscheiden: Hier sind ein paar Tipps, wie Sie das Thema mit Ihrem Vorgesetzten angehen können:

Wenn es Ihnen etwas ausmacht, Ihr Bedürfnis nach einem Tag für die psychische Gesundheit zum Ausdruck zu bringen, müssen Sie das auch nicht tun. Nutzen Sie einfach dieselbe Wortwahl, die Sie im Krankheitsfall nutzen würden, oder sagen Sie Ihrem Vorgesetzten, dass Sie aus persönlichen Gründen einen freien Tag brauchen.

Wenn es Ihnen nichts ausmacht, Ihr Bedürfnis nach einem Tag für die psychische Gesundheit anzusprechen, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten offen darüber, warum Sie einen brauchen – und wie Sie zusammen daran arbeiten können, dass es Ihnen bei Ihrer Rückkehr besser geht. Hier sind einige Tipps dafür, wie Sie dies effektiv kommunizieren können:

  • Fokussieren Sie das Gespräch auf die negativen Auswirkungen von schlechter psychischer Gesundheit auf Ihre Arbeit und den Arbeitsplatz. Dazu gehören u. a. geringere Produktivität und verpasste Fristen. Zudem sollten Sie betonen, dass Sie eine Lösung für sich und das Unternehmen finden möchten.

  • Erwähnen Sie die durch Studien belegten Vorteile eines Tages für die psychische Gesundheit. So schaffen Sie ein gemeinsames Verständnis darüber, welche positiven Auswirkungen es auf die Arbeitnehmer und das Unternehmen hat, sich auf die psychische Gesundheit zu konzentrieren.

  • Nach Ihrem Tag für die psychische Gesundheit sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Vorgesetzten daran arbeiten, sich auch zukünftig um die psychische Gesundheit zu kümmern, z. B. indem klare Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben gesetzt und realistische Ziele vereinbart werden.

Was Sie an Ihrem Tag für die psychische Gesundheit tun können

Nachdem Sie Ihren freien Tag beantragt haben und er genehmigt wurde, können Sie ihn nehmen. Ihr Tag für die psychische Gesundheit gehört ganz Ihnen. Ihr einziges Ziel sollte es sein, sich auszuruhen, Ihre Batterie wieder aufzuladen und Stress abzubauen. Wie Sie diesen Tag verbringen, hängt dabei ganz von Ihnen ab. Je nachdem, wie Sie sich am besten entspannen, sind hier ein paar Ideen, wie Sie Ihren Tag für die psychische Gesundheit verbringen könnten.

  • Holen Sie dringend notwendigen Schlaf nach.

  • Gehen Sie offline – Gönnen Sie sich eine Pause von sozialen Medien, E-Mails und anderen Formen der Technologie, die Stress verursachen.

  • Entspannen Sie sich bei einer Massage, einem heißen Bad oder einem guten Buch.

  • Verbringen Sie Zeit mit Freunden, Familie und Ihren Lieben.

  • Verbringen Sie Zeit im Freien: Machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang, unternehmen Sie eine Wanderung oder Radtour. 

  • Praktizieren Sie Aktivitäten zum Stressabbau, z. B. Tiefenatmung, Meditation, Yoga oder Tagebuchschreiben.

  • Hören Sie sich einen Podcast an, oder machen Sie es sich auf dem Sofa gemütlich, und schauen Sie einen Film. 

  • Kochen Sie eine gesunde Mahlzeit, gehen Sie in Ihr Lieblingsrestaurant, oder treffen Sie sich mit Freunden auf einen Kaffee.

  • Erkunden Sie das Wohnviertel, und probieren Sie einen neuen Laden oder ein neues Café aus.

  • Zünden Sie eine Kerze an, beginnen Sie ein Kunstprojekt oder entrümpeln Sie Ihr Haus. 

  • Tun Sie gar nichts – Bleiben Sie einfach im Bett, und genießen Sie die terminfreie Zeit. 

Wenn ein Tag nicht ausreicht: Langfristige Strategien für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz 

Tage für die psychische Gesundheit können zwar helfen, wenn Sie sich zu gestresst fühlen oder Probleme haben, sich zu konzentrieren. Sie sind allerdings keine langfristige Lösung, um psychische Probleme am Arbeitsplatz zu lösen. Ein einzelner freier Tag lässt die grundlegenden Stressfaktoren am Arbeitsplatz nicht verschwinden. Dazu gehören u. a. unklare oder unrealistische Erwartungen, mangelnde Unterstützung von Vorgesetzten und eine zu hohe Arbeitsbelastung.

Wenn Sie sich nach Ihrem Tag für die psychische Gesundheit immer noch überfordert oder gestresst fühlen, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass die Probleme tiefer liegen. Im Folgenden zeigen wir Ihnen, was Sie tun können, wenn ein freier Tag für Ihre psychische Gesundheit nicht ausreicht.

Als Arbeitnehmer sollten Sie sich auf Strategien konzentrieren, die Angst am Arbeitsplatz reduzieren können, wie zum Beispiel:

Wenn Sie ein Manager oder eine Führungskraft sind, konzentrieren Sie sich auf Strategien, die Transparenz fördern und Angestellten dabei helfen, über ihre psychische Gesundheit zu sprechen und diese zu priorisieren. Dazu gehören die folgenden:

  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran, und zeigen Sie Ihren Angestellten, wie sie auf der Arbeit Grenzen setzen und sich eine Auszeit nehmen können.

  • Schaffen Sie eine Unternehmenskultur, die die psychische Gesundheit unterstützt, indem Sie Gruppen für Angestelltenressourcen einrichten und Beratung zur psychischen Gesundheit anbieten.

  • Akzeptieren Sie, dass verschiedene Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen psychischen Herausforderungen zu kämpfen haben, und unterstützen Sie mithilfe von Sensibilitätstraining und indem Sie in Vielfalt, Inklusion und Zusammengehörigkeit investieren.

  • Agieren Sie auf Augenhöhe, um das Stigma bezüglich psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz abzubauen. Hierzu können Sie offene Gespräche anbieten und über Ihre eigene psychische Gesundheit sprechen, wenn es Ihnen nichts ausmacht. 

  • Führen Sie mit Empathie, indem Sie sich regelmäßig nach der psychischen Gesundheit Ihrer Angestellten erkundigen und sie fragen, wie Sie sie besser unterstützen und Lösungen finden können. 

Bessere psychische Gesundheit führt zu besserer Arbeitsleistung

Es ist nicht einfach, Ihre psychische Gesundheit am Arbeitsplatz zu priorisieren, aber es ist wichtig. Arbeitnehmer, die in der Lage sind, Grenzen zu setzen und sich auf ihr Wohlbefinden zu konzentrieren, leisten letztlich bessere Arbeit. Wenn Sie Probleme mit Ihrer psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz haben, sind Sie nicht allein, aber es gibt Hilfe und Hoffnung. Ein Tag für die psychische Gesundheit ist der erste Schritt, sich auf Ihre psychischen Bedürfnisse am Arbeitsplatz zu konzentrieren. 

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