Business Etikette umfasst die professionellen Verhaltensregeln im beruflichen Kontext, von der Begrüßung bis zur E-Mail-Kommunikation. Obwohl viele Unternehmen eine lockerere Kultur pflegen, bleiben gute Umgangsformen entscheidend für den beruflichen Erfolg. Hier finden Sie die wichtigsten Business-Knigge-Regeln.
Unter Business-Knigge versteht man die Benimm-Regeln, die von Teammitgliedern auf der Arbeit erwartet werden, um das Image des Unternehmens aufrechtzuerhalten und sich gegenseitig zu respektieren. Gutes Benehmen ist je nach Kultur unterschiedlich, allerdings gibt es einige Standards, und wenn jeder diese Standards versteht und befolgt, kann ein Gefühl von Einigkeit entstehen.
Doch ist der Business-Knigge überhaupt noch relevant?
Den jüngeren Generationen wird der Begriff “Business-Knigge” vermutlich fremd sein. Doch auch wenn der Begriff möglicherweise aus der Mode gekommen ist, ist es immer noch wichtig, auf ein professionelles Auftreten zu achten.
Selbstverständlich sind in Zeiten von New Work gewisse Regeln lockerer geworden, wie etwa die Begrüßung oder auch der Dress-Code. Trotzdem ist es in den meisten Fällen immer noch unangemessen, in Jogginghose zu einem Geschäftsessen mit wichtigen Kunden zu kommen. Der Business-Knigge hat sich zwar geändert, ist aber immer noch vorhanden. Wie können Sie aber nun herausfinden, wie Sie sich zu kleine haben oder wie Sie mit Kunden sprechen? Ganz einfach, indem Sie Ihre Kollegen intensiv beobachten und von Ihnen lernen. Orientieren Sie sich an Regeln, die heutzutage für Ihre Branche üblich sind. So werden Sie schnell bemerken, wie Sie sich verhalten sollten.
Manchmal bestehen diese Regeln zur Business-Etikette aus unausgesprochenen Regeln, doch dass sich Teammitglieder auf grundlegende Regeln einigen, um Einigkeit auszustrahlen, ist häufiger der Fall. Wenn Teammitglieder sich an die Business-Knigge halten, entsteht eine effektive Kommunikation am Arbeitsplatz.
Ein Business-Knigge kann ganz unterschiedlich sein. Bereits beim Bewerbungsgespräch werden Sie erste Eindrücke sammeln können, welche Benimmregeln Sie und Ihre Kollegen einhalten werden müssen.
Verbessern Sie mit Asana die Kommunikation im TeamDer erste Eindruck zählt, besonders im beruflichen Kontext. Eine angemessene Begrüßung legt den Grundstein für erfolgreiche Geschäftsbeziehungen und signalisiert Professionalität. In Deutschland gibt es klare Konventionen, die Sie kennen sollten.
Ein fester, kurzer Händedruck gilt in Deutschland als Standard bei der geschäftlichen Begrüßung. Halten Sie dabei Blickkontakt und achten Sie auf eine aufrechte Körperhaltung. Vermeiden Sie einen zu starken oder zu schlaffen Händedruck, da beides negativ wahrgenommen werden kann. Halten Sie angemessenen Abstand und beachten Sie, dass in manchen Situationen, etwa nach der Pandemie, alternative Begrüßungsformen wie ein freundliches Nicken akzeptiert werden.
In der deutschen Geschäftskultur ist das „Sie" die Standardanrede. Verwenden Sie es bei Kunden, neuen Kollegen und Vorgesetzten. Das „Du" wird erst angeboten, nie eingefordert, und geht immer von der ranghöheren Person aus. In Start-ups und kreativen Branchen ist das Duzen inzwischen verbreiteter, doch im Zweifelsfall fahren Sie mit dem „Sie" immer richtig.
In Deutschland werden akademische Titel wie „Dr." oder „Prof." in der geschäftlichen Anrede verwendet. Sowohl in der mündlichen Begrüßung als auch in E-Mails und Briefen sollten Sie den Titel nennen, bis Ihr Gegenüber ausdrücklich darauf verzichtet. Achten Sie auch auf die korrekte Schreibweise in der Korrespondenz.
Die Grundlagen der Business-Knigge variieren je nach Kultur. Dennoch gibt es universelle Regeln, die Ihnen helfen, sich professionell zu verhalten, während Sie die Gruppendynamik und Teamregeln Ihres Unternehmens kennenlernen.
In den folgenden Absätzen finden Sie einige gesellschaftliche Business-Knigge-Regeln. Wenn Sie sich an diese halten, machen Sie in Ihrem Unternehmen einen soliden ersten Eindruck und sind Ihren Teammitgliedern gegenüber respektvoll.
Do | Don't |
Pünktlich zu Terminen erscheinen | Unangekündigt anrufen oder zu spät kommen |
Höflich bleiben, auch bei Meinungsverschiedenheiten | Kollegen vor anderen kritisieren |
Kolleginnen und Kollegen respektvoll behandeln | Persönliche Themen in Meetings breit ausführen |
Klar und strukturiert kommunizieren | In Mails oder Besprechungen zu ausschweifend werden |
Kunden zunächst siezen und auf Signale zum Duzen warten | Kunden ungefragt duzen oder überfreundlich auftreten |
Ordnung an gemeinsamen Arbeitsplätzen halten | Schmutziges Geschirr stehen lassen oder Dateien unbenannt hochladen |
Ob Sie nun zu einem Vorstellungsgespräch oder zu einem täglichen Stand-up-Meeting müssen, Pünktlichkeit am Arbeitsplatz signalisiert, dass Sie die Zeit der anderen respektieren. Falls Pünktlichkeit in Ihrer Vergangenheit nicht zu den wichtigsten Dingen gehörte, frischen Sie Ihre Zeitmanagement-Strategien auf, damit Sie organisiert bleiben und stets Ihre To-do-Liste kennen.
Je nach Kultur variieren die Regeln in Bezug auf Pünktlichkeit: In einigen Kulturen gilt es beispielsweise als höflich, immer ein bisschen zu spät zu erscheinen. Im Zweifelsfall sollten Sie nach dem Business-Knigge einfach pünktlich sein und Ihre Verhaltensweisen dann, falls nötig, anpassen.
Erstellen Sie eine Vorlage für eine wöchentliche To-do-ListeAnderen Menschen mit Respekt und einem guten Ton zu begegnen empfiehlt sich sowohl in lockeren als auch in formellen Arbeitsumgebungen. Wenn jemand während eines Geschäftsessens oder Meetings den Raum betritt, grüßen Sie diese Person angemessen, ob nun mit einem Händedruck oder, je nach Kultur, auf eine andere Art.
Dieselbe Regel gilt laut dem Business-Knigge, wenn Sie von zu Hause aus arbeiten und an täglichen Zoom-Meetings teilnehmen. Sie müssen vielleicht nicht für jedes Meeting die Kamera einschalten, aber wenn Sie laut und deutlich sprechen und sich die Zeit nehmen, Ihre Teammitglieder wertzuschätzen, weiß jeder, dass Sie zuhören, und Ihre Teammitglieder fühlen sich gesehen.
Die Kleiderordnung ist von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Ob ein Kleidungsstil angemessen ist oder nicht, beruht auf subjektivem Empfinden und hängt davon ab, ob Sie in einem Büro oder von zu Hause aus arbeiten. Einige Unternehmen, in denen jeden Tag im Büro gearbeitet wird, erwarten vermutlich, dass Mitarbeiter in lässiger Geschäftskleidung (Business Casual) kommen, weil sie viel persönlichen Kontakt mit Stakeholdern und Kunden haben. Andere Unternehmen, in denen hybride Arbeitsmodelle vorherrschen, werden Teammitglieder wahrscheinlich ermutigt, lockere Alltagskleidung zu tragen, um Komfort und Produktivität zu fördern.
Wenn Sie sich in Bezug auf den Business-Dresscode nicht sicher sind, bitten Sie Ihren Manager oder Vorgesetzten um Tipps. Es ist völlig normal, dass Sie sich unsicher fühlen, wenn Sie neu in Ihrem Job sind, aber haben Sie keine Scheu, vor Ihrem ersten Arbeitstag eine kurze E-Mail zu schreiben, um ein Gefühl für die Unternehmensstandards zu bekommen. Alternativ können Sie auch an Ihr Vorstellungsgespräch zurückdenken: Erinnern Sie sich noch daran, welche Kleidung jeder trug? Dann kleiden Sie sich auch so.
Selbst wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, gehen Sie vielleicht gelegentlich mal ins Büro oder es gibt gemeinsame virtuelle Orte für Sie und Ihre Teamkollegen. Im Büro könnten Orte, die Sie mit Ihren Teammitgliedern teilen, die Küche, das Badezimmer, der Drucker- und der Kopierraum sein. Virtuelle gemeinsame Orte könnten Ordner in Google Drive oder eine Projektmanagement-Software sein.
Wie Sie mit solchen gemeinsamen Orten umgehen, zeigt, was für eine Art Teamkollege Sie sind. Es ist also wichtig, dass Sie Dinge richtig beschriften, organisiert bleiben und anderen, die diese Orte auch nutzen, mit Höflichkeit und Respekt begegnen. Umgangsformen gelten auch für gemeinsame Orte, ob Sie nun im physischen Sinne einen Platz nach der Nutzung aufgeräumt und sauber hinterlassen oder ob Sie sich online an Unternehmensprozesse halten.
Höflichkeit ist sowohl im Privatleben als auch im Geschäftsleben sehr wichtig. Man sollte den Kollegen und den Kunden gegenüber stets höflich und professionell sein, egal ob Sie ein professionelles Meeting abhalten oder nur Small Talk führen. Dies bedeutet etwa, dass Sie Kunden siezen und “Bitte” und “Danke” sagen. Es ist aber viel mehr als das. Allgemein sollten Sie anderen Menschen gegenüber freundlich und aufgeschlossen sein.
Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, Emotionen bei sich und anderen zu erkennen, zu regulieren und zu verstehen. Menschen mit hoher emotionaler Intelligenz im Berufsalltag können sich in ihre Teammitglieder einfühlen und Herausforderungen im Sozialverhalten überwinden. Emotionale Intelligenz zählt zwar nicht direkt zu den Umgangsformen, es ist aber dennoch am Arbeitsplatz sehr hilfreich, wenn es zu Konflikten kommt.
Stellen Sie sich zum Beispiel einmal vor, Sie liegen bei der Arbeit hinter dem Zeitplan und Ihr Chef legt Ihnen plötzlich ein zeitintensives Großprojekt auf den Tisch. Ein hohes Maß an emotionaler Intelligenz wäre hier hilfreich. Sie könnten dann mit Ihrem Manager sprechen, um die Wichtigkeit dieser Arbeit zu verstehen. Da Sie aber bereits hinter dem Zeitplan liegen, könnten Sie Ihre Sorge der möglichen Überarbeitung ansprechen. Und schließlich könnten Sie gemeinsam mit Ihrem Manager an einer Lösung arbeiten: Welche Arbeit ist weniger wichtig und welche weniger relevanten Aufgaben lassen sich delegieren?
Small Talk ist ein wichtiger Bestandteil der Geschäftskultur und dient als Türöffner für berufliche Beziehungen. In Deutschland wird Small Talk zwar kürzer gehalten als in anderen Ländern, dennoch ist er ein wesentlicher Teil professioneller Begegnungen.
Greifen Sie auf unverfängliche Themen zurück, die Interesse zeigen, ohne zu persönlich zu werden:
Aktuelle Branchennachrichten: Zeigen Sie, dass Sie informiert sind und sich für die Entwicklungen in Ihrem Fachgebiet interessieren.
Reisen und Kultur: Fragen Sie nach kürzlichen Geschäftsreisen oder gemeinsamen Interessen.
Sport und Veranstaltungen: Große Sportereignisse oder lokale Events bieten gute Gesprächsanlässe.
Wetter und Region: Ein klassischer Einstieg, der in Deutschland durchaus üblich ist.
Meiden Sie im geschäftlichen Small Talk Themen wie Gehalt, politische Meinungen, religiöse Überzeugungen und persönliche Gesundheitsfragen. Auch Klatsch über Kollegen oder Vorgesetzte ist tabu. Bleiben Sie positiv und professionell, selbst wenn Ihr Gegenüber kontroverse Themen anspricht.
Meetings sind ein zentraler Bestandteil des Arbeitsalltags. Gute Umgangsformen in Besprechungen sorgen für produktivere Ergebnisse und stärken das professionelle Image aller Beteiligten.
Bereiten Sie sich gründlich auf jedes Meeting vor: Lesen Sie die Agenda, bringen Sie relevante Unterlagen mit und erscheinen Sie pünktlich. In Deutschland wird Pünktlichkeit als Zeichen von Respekt und Zuverlässigkeit gewertet. Nutzen Sie Projektzeitleisten, um Ihre Termine zu koordinieren und sicherzustellen, dass Sie ausreichend Zeit für die Vorbereitung einplanen.
Lassen Sie andere ausreden, bevor Sie das Wort ergreifen. Machen Sie sich Notizen zu wichtigen Punkten und fassen Sie Ergebnisse am Ende zusammen. Formulieren Sie Ihre Beiträge klar und strukturiert. Aktives Zuhören signalisiert Wertschätzung und fördert eine konstruktive Zusammenarbeit im Team.
Geschäftsessen bieten eine Gelegenheit, Geschäftsbeziehungen zu vertiefen und Vertrauen aufzubauen. Die richtigen Tischmanieren sind dabei essenziell für einen professionellen Eindruck.
Wer einlädt, übernimmt in der Regel die Rechnung. Die Sitzordnung folgt oft der Hierarchie: Die wichtigste Person sitzt dem Gastgeber gegenüber. Warten Sie, bis Ihnen ein Platz zugewiesen wird, oder fragen Sie höflich, wo Sie sich setzen dürfen.
Beginnen Sie erst mit dem Essen, wenn alle Gäste bedient sind. Halten Sie das Handy stumm und aus dem Blickfeld. Geschäftliche Themen werden in Deutschland oft erst nach dem Hauptgang besprochen; genießen Sie zunächst den Small Talk. Bedanken Sie sich nach dem Essen beim Gastgeber, idealerweise mit einer kurzen E-Mail am folgenden Tag.
Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Bei steigender Anzahl virtueller Teams haben sich auch die Definition und die Praxis der höflichen Umgangsformen verändert. Wenn Sie jemanden persönlich treffen, sind vermutlich ein fester Händedruck und die richtige Kleidung nötig. Laut dem Leitfaden zur effektiven Kommunikation am Arbeitsplatz können klare Kommunikationsregeln die Zusammenarbeit im Team erheblich verbessern. Wenn Sie allerdings ortsunabhängig arbeiten, müssen Sie die Business-Knigge und Benimmregeln der E-Mail-, Telefon- und Video-Etikette für Ihren beruflichen Erfolg kennen.
Eine E-Mail zu schreiben oder über Tools wie Slack oder Asana mit Ihren Teamkollegen zu kommunizieren, klingt einfach, doch geschäftliche Kommunikation unterscheidet sich von persönlicher Kommunikation. Schauen Sie sich unsere Tipps unten an, um sich mit den E-Mail- und Online-Umgangsformen vertraut zu machen.
Überprüfen Sie Ihre E-Mails auf Fehler: Diese Faustregel sollten Sie auf keinen Fall ignorieren. Auch wenn Ihr E-Mail-Programm oder Ihre Projektmanagement-Plattform über eine eingebaute Rechtschreibprüfung verfügt, sollten Sie Ihre E-Mails noch einmal lesen, bevor Sie sie abschicken, nur zur Sicherheit.
Seien Sie höflich und professionell: Selbst wenn Sie dem Empfänger Ihrer E-Mail nicht direkt gegenübersitzen, wird Ihr Tonfall zwischen den Zeilen zu erkennen sein. Es ist wichtig, dass Sie in Ihrer E-Mail höflich und professionell sind. Sie könnten zum Beispiel freundliche Sätze einbauen wie „Ich hoffe, Sie ...“, „Vielen Dank für ...“, „Ich möchte Sie freundlich daran erinnern, dass ...“, „Lassen Sie mich bitte wissen ...“ und „Ich freue mich darauf, wieder von Ihnen zu hören.“
Achten Sie auf zeitnahe Antworten: Wenn ein Teammitglied oder Kunde sich bei Ihnen meldet, so tut er das aus einem ganz bestimmten Grund. Zur E-Mail- und Team-Etikette gehört es zu einer guten Diszipliniertheit auch, zeitig zu antworten, auch wenn es nur in Form einer automatischen Benachrichtigung ist, falls Sie nicht im Büro sind. Sie müssen natürlich nicht innerhalb weniger Minuten antworten, aber versuchen Sie es innerhalb von einem oder zwei Werktagen.
Fassen Sie sich kurz: Wenn Sie Ihren E-Mail-Text kurz halten, kommen Sie schnell auf den Punkt und ersparen Ihrem Leser Zeit. Wenn Sie Ihre wichtigste Absicht in einer langen E-Mail verstecken, ist es weniger wahrscheinlich, dass der Leser so reagiert, wie Sie es sich wünschen.
Denken Sie daran, dass es einen Unterschied macht, wem Sie schreiben. Wenn Sie zum Beispiel mit anderen Teamkollegen über Asana oder Slack kommunizieren, können Sie einen etwas lockereren Ton anschlagen. E-Mails an Kunden sollten hingegen eher formell sein.
Geschäftliche Kommunikation findet oft über das Telefon statt. Wenn Sie am Telefon mit Kunden oder Geschäftspartnern sprechen, beachten Sie unsere folgenden Handlungsregeln.
Rufen Sie nicht unangekündigt an: In der Geschäftswelt hat jeder einen bestimmten Zeitplan, an den er sich halten muss, ob er nun nach einer strengen Projektzeitleiste arbeitet oder versucht, den Haufen Arbeit auf seinem Schreibtisch zu priorisieren. Wenn Sie am Telefon mit jemandem sprechen möchten, schicken Sie dieser Person zuerst eine E-Mail und vereinbaren Sie einen Telefontermin. Unangekündigt anzurufen könnte unhöflich wirken, da Ihr Gesprächspartner in solch einem Fall keine Zeit hatte, sich auf das Gespräch mit Ihnen vorzubereiten.
Reden Sie deutlich und in angemessenem Ton: Bei Telefonaten ist Ihr Ton wichtig. Sie sollten nicht nur einen höflichen Ton anschlagen, wenn Sie mit Teammitgliedern oder Kunden sprechen, sondern auch auf Lautstärke und Deutlichkeit achten. Wenn Sie zu laut oder zu undeutlich sprechen, könnte es passieren, dass Ihre Botschaft beim Empfänger anders ankommt als Sie es sich wünschen. Ton und Kommunikation variieren allerdings auch je nach Kultur, deshalb sollten Sie Ihre kulturelle Intelligenz nicht außer Acht lassen, wenn Sie telefonieren.
Schicken Sie Nachrichten schnell ab: Wie bei geschäftlichen E-Mails sollten Sie auch auf Nachrichten, die man Ihnen auf den Anrufbeantworter gesprochen hat, schnell reagieren. Sie erhalten vielleicht E-Mails von Teammitgliedern oder Kunden, die um einen Telefontermin bitten. Beantworten Sie diese E-Mails schnell und schreiben Sie dabei, wann es Ihnen am besten passt.
Sprechen Sie eine professionelle Ansage auf Ihren Anrufbeantworter: Wenn Sie nicht erreichbar sind, gehört eine professionelle Abwesenheitsnotiz zu den Umgangsformen denn sie lässt andere wissen, wer Sie sind, was Sie tun und dass Sie gerade nicht erreichbar sind. Sie können dann eine Nachricht mit dem Grund ihres Anrufs hinterlassen.
Wenn sich ortsunabhängig arbeitende Menschen „treffen“ möchten, gehört Videotelefonie zu den beliebtesten Kommunikationsmethoden. Der Vorteil liegt darin, dass man mit vielen Teammitgliedern gleichzeitig sprechen kann, aber auch die Video-Business-Knigge enthält einige grundlegende Regeln, die Sie kennen sollten.
Schalten Sie sich auf Stumm: Eines der größten Probleme bei Videokonferenzen sind die Hintergrundgeräusche von Teammitgliedern, die gerade nicht sprechen. Doch dieses Problem lässt sich leicht lösen: Schalten Sie sich selbst auf Stumm, wenn Sie nicht der Sprecher sind. Dann ist Ihr Mikrofon nämlich still und andere können sich voll und ganz auf den virtuellen Raum konzentrieren.
Achten Sie auf Ihre Körpersprache: Während einer Videokonferenz können andere sehen, wie Sie nonverbal mit dem Sprecher interagieren. Wenn Sie nach unten schauen oder zu entspannt in Ihrem Sessel sitzen, könnten Sie den Eindruck erwecken, Sie hätten kein Interesse an dem Gespräch. Sitzen Sie gerade, schauen Sie aufmerksam und nutzen Sie nonverbale Kommunikation, um dem Sprecher zu zeigen, dass Sie aufpassen.
Unterbrechen Sie niemanden: Wenn Sie während einer Videokonferenz jemanden unterbrechen, kann das besonders störend sein. Dies zählt eindeutig zu den schlechten Umgangsformen und sollte daher unbedingt vermieden werden. Die Technologie kommt nicht immer hinterher, wenn mehrere Personen versuchen zu sprechen, was zu technischen Problemen und Verwirrung führen kann.
Kleiden Sie sich angemessen: Videokonferenzen zeigen Ihre Kleidung zwar nur von der Hüfte aufwärts, aber dennoch ist es wichtig, dass Sie sich angemessen kleiden. Ihre Kleidung für Videokonferenzen sollte dem Dresscode Ihres Unternehmens entsprechen. Achten Sie auch auf Ihre Körperpflege, wenn Sie vor der Kamera sitzen.
Mit dem Einsatz von KI-gestützten Tools am Arbeitsplatz verändern sich auch die Umgangsformen in der digitalen Kommunikation. Automatisierte E-Mail-Antworten, KI-Assistenten und Chatbots gehören zunehmend zum Berufsalltag. Achten Sie darauf, automatisch generierte Nachrichten vor dem Versenden zu überprüfen und persönlich anzupassen. Kennzeichnen Sie KI-generierte Inhalte transparent, wenn dies in Ihrem Unternehmen erwartet wird.
Tools wie Asana AI ermöglichen es Teams, Routineaufgaben zu automatisieren und sich auf die wichtige Zusammenarbeit zu konzentrieren. Mit den KI-Teammitgliedern von Asana stehen Ihrem Team 30 vorgefertigte AI Agents zur Verfügung, die in Marketing, Operations und IT Routinearbeit übernehmen, von der automatischen Erstellung von Statusberichten bis zur Überprüfung von Inhalten anhand Ihrer Markenrichtlinien. Dabei bleibt der respektvolle Umgang mit Kollegen und Kunden der Schlüssel, auch wenn Technologie die Kommunikation unterstützt.
Wenn Sie von zu Hause aus arbeiten, interagieren Sie zwar nicht mehr so oft persönlich mit Teammitgliedern und Kunden, aber vergessen Sie nicht, dass auch virtuelle Interaktionen einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Zweifel sollten Sie sich genauso verhalten, wie Sie es bei einem persönlichen Gespräch auch tun würden.
Der Business-Knigge ist kein weltweit einheitlicher Kodex. Gerade im internationalen beruflichen Kontext ist es wichtig, sich mit kulturellen Besonderheiten vertraut zu machen.
In Deutschland wird beispielsweise viel Wert auf Pünktlichkeit, formelle Kleidung und das „Sie“ in der Anrede gelegt, gerade beim ersten Kundenkontakt. In anderen Ländern wie den USA ist hingegen das schnelle „Duzen“ („first-name basis“) weit verbreitet, während in Japan das Überreichen von Visitenkarten mit zwei Händen und einer Verbeugung erfolgt, ein zentraler Akt der Höflichkeit.
Wer international arbeitet, sollte sich bewusst machen: Was in Deutschland höflich ist, kann in einem anderen Land unangebracht wirken und umgekehrt. Informieren Sie sich daher vorab über die Etikette im jeweiligen Land, insbesondere wenn es um Kundenkontakt, Dresscode oder Meetings geht.
Land | Anrede | Besonderheit |
Deutschland | „Sie“, formell | Pünktlichkeit, Distanz, keine übertriebene Nähe |
USA | „Du“ (first-name) | Lockerer Umgang, Small Talk üblich |
Japan | Formell, Titel wichtig | Visitenkarten mit beiden Händen übergeben |
Frankreich | „Sie“, höflich | Kleidung & Auftreten haben hohen Stellenwert |
Skandinavien | „Du“, direkt | Flache Hierarchien, oft lockerer Umgang |
Ziel der Business-Knigge ist es, ein einheitliches Unternehmensimage zu präsentieren, gegenseitigen Respekt unter den Teammitgliedern sicherzustellen und die Kommunikation am Arbeitsplatz zu verbessern. Wenn Teams effektiver kommunizieren, leisten sie auch bessere Arbeit.
Auch die Mitarbeiter selbst profitieren stark davon, wenn Sie mit der Business-Knigge am Arbeitsplatz vertraut sind. So müssen Sie sich nicht mehr darauf konzentrieren, wie Sie mit den anderen Teamkollegen umgehen, sondern tun dies ganz natürlich. Schlussendlich können Sie sich so besser auf die eigentliche Arbeit konzentrieren, ohne dass Ihnen ein Fauxpas passiert und Sie ins Fettnäpfchen treten.
Doch da hört effektive Kommunikation noch nicht auf. Eine Software kann Ihr Team darin unterstützen, zusammenzuarbeiten, Deadlines einzuhalten und Ziele zu erreichen. Mit einer Software für Teamkommunikation können Sie die Verständigung zwischen Ihren Teammitgliedern erleichtern und verbessern, denn jeder erhält die richtigen Informationen zur richtigen Zeit.
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