30-60-90-Tage-Plan: Wie Sie neue Mitarbeiter mühelos an Bord holen können

Team Asana – FotoTeam Asana24. November 20217 Minuten Lesezeit
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Zusammenfassung

Ein 30-60-90-Tage-Plan skizziert die ersten 90 Tage eines neuen Teammitglieds, in welchen ihm die Unternehmensrichtlinien, die Zusammenarbeit im Team und die Ziele des Teams nähergebracht werden. Dieser Aktionsplan hilft den neuen Teammitgliedern, wichtige Punkte abzuhaken, während sie sich an ihr neues Arbeitsumfeld gewöhnen. In diesem Beitrag werden wir die wichtigsten Komponenten eines 30-60-90-Tage-Plans vorstellen und darlegen, warum ein solcher Plan von Vorteil ist.

Die ersten 90 Tage in einem Unternehmen können bekanntermaßen einschüchternd wirken. Und das liegt auch nicht an einer bestimmten Person oder einem bestimmten Lernprogramm. Ihre neuen Teammitglieder müssen viel lernen, z. B. den Umgang mit verschiedenen Tools und den Teamregeln sowie die Anpassung ihrer eigenen Erwartungen. Wenn Sie neuen Mitarbeitern jedoch Leitlinien und Vorgaben an die Hand geben, können sie vom ersten Tag an voll durchstarten.

Ein 30-60-90-Tage-Plan ist der Wegweiser für neue Mitarbeiter durch den Einführungsprozess. Dieser Aktionsplan hilft Ihren Teammitgliedern, sich erreichbare Ziele zu setzen und wichtige Schritte abzuhaken, während sie sich an ihre neue Rolle gewöhnen. In diesem Beitrag stellen wir die wichtigsten Komponenten eines 30-60-90-Tage-Plans vor und erklären, warum ein solcher Plan von Nutzen ist.

Was ist ein 30-60-90-Tage-Plan?

Ein 30-60-90-Tage-Plan skizziert die ersten 90 Tage der neuen Tätigkeit eines Teammitglieds und bringt ihm die Unternehmensrichtlinie, die Zusammenarbeit im Team und die Lernziele näher. Nach der Durchsicht des 30-60-90-Tage-Plans sollte ein neuer Mitarbeiter die geplanten Meilensteine und Ziele der ersten 90 Tage sowie die langfristigen SMART-Ziele kennen und verstehen.

Was ist ein 30-60-90-Tage-Plan?

Die Benchmarks könnten wie folgt aussehen:

  • Tag 1-30: In den ersten 30 Tagen findet eine intensive Einarbeitung statt. In dieser Zeit lernt der neue Mitarbeiter so viel wie möglich über die Unternehmenspolitik, die Teamstruktur und seine Arbeitsbereiche. 

  • Tag 31-60: In den darauf folgenden 30 Tagen hat der neue Mitarbeiter die Gelegenheit, das Gelernte in die Tat umzusetzen, indem er neue Aufgaben übernimmt. Dies ist eine wichtige Lernphase, aber es sollte während dieser Zeit auch genügend Raum für Fehler und persönliches Wachstum geboten werden. 

  • Tag 61-90: Im dritten Monat des Arbeitsverhältnisses sollte der neue Mitarbeiter langsam in der Lage sein, die Anforderungen seiner Stelle zu meistern. Das bedeutet, dass er jetzt beginnen kann, auf die SMART-Ziele seines 30-60-90-Tage-Plans hinzuarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt dürfte Ihr neuer Mitarbeiter imstande sein, die an ihn gestellten Erwartungen zu erfüllen. 

Der Zweck eines 30-60-90-Tage-Plans ist es, sicherzustellen, dass sich jeder neue Mitarbeiter im Unternehmen willkommen fühlt und die Aufgaben seiner Rolle versteht. Ein 30-60-90-Tage-Plan kann für alle neuen Mitarbeiter ähnliche Bestandteile enthalten, wie z. B. die Unternehmensrichtlinien und Ressourcen. Viele Bestandteile des Plans sind jedoch einzigartig und hängen von der Rolle und den Verantwortlichkeiten jedes Einzelnen ab.

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Was sollten neue Mitarbeiter in ihren ersten 90 Tagen leisten?

In den ersten 90 Tagen sollte sich Ihr neuer Mitarbeiter darauf konzentrieren, sich in die Unternehmenskultur zu integrieren und seine Aufgaben zu meistern. In dieser Anfangsphase haben neue Mitarbeiter zwar durchaus etwas Zeit, an anderen Aufgaben mitzuarbeiten. Doch ihr wichtigstes Ziel besteht in dieser Phase darin, sich voll und ganz einzugliedern und einzugewöhnen.

Zu den Leistungen, die Ihr neuer Mitarbeiter in den ersten 90 Tagen erbringen soll, gehören:

Nach Ablauf der ersten 90 Tage sollten Sie einen Leistungsbericht für den neuen Mitarbeiter erstellen, um seine Fortschritte zu evaluieren. In dieser Zeit können Sie konstruktives Feedback zu den Leistungen des Mitarbeiters geben und ihm zeigen, wie er sich in seiner Rolle weiter entwickeln kann.

So schreiben Sie einen 30-60-90-Tage-Plan

In der Regel erstellen Sie einen Plan für 30-60-90 Tage, bevor Ihr neuer Mitarbeiter eingestellt wird oder unmittelbar nachdem er seine Arbeit aufgenommen hat. Infolgedessen wissen Sie wahrscheinlich nicht viel über die Persönlichkeit oder die Stärken Ihres neuen Mitarbeiters. Daher sollten Sie Ihren 30-60-90-Tage-Plan nicht auf die Fähigkeiten des Teammitglieds abstimmen, sondern Ihre eigenen Erwartungen an das neue Teammitglied zugrunde legen, um jeden Plan individuell anzupassen.

So schreiben Sie einen 30-60-90-Tage-Plan

Schritt 1: Fragen stellen

Sobald Sie einen neuen Mitarbeiter eingestellt haben, beginnen Sie Ihren 30-60-90-Tage-Plan damit, sich das Gesamtbild vor Augen zu führen und zu beurteilen, wie Ihr neuer Mitarbeiter in dieses Bild passt. Stellen Sie sich alle Fragen, die Ihnen zu der Stelle, dem Einführungsprozess und dem Team einfallen. Einige Fragen, mit denen Sie das Brainstorming beginnen können, sind:

  • Welche Erwartungen haben Sie an diese Person? 

  • Welches konkrete Problem soll die betreffende Person lösen?

  • Über welche Kenntnisse sollte diese Person verfügen, um dieser Position gerecht zu werden?

  • Was werden die täglichen Aufgaben des neuen Mitarbeiters sein?

  • Wie wird sich der neue Mitarbeiter an der Projektentwicklung beteiligen?

Letztlich wird Ihr 30-60-90-Tage-Plan Ihrem neuen Mitarbeiter eine klare Vorstellung davon vermitteln, wie die ersten drei Monate aussehen werden. Die frühzeitige Beantwortung dieser Fragen schafft die Voraussetzungen für den Erfolg und hilft dem neuen Mitarbeiter, die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse für diese Position einzusetzen.

Schritt 2: Realistische Erwartungen festlegen

Ihr 30-60-90-Tage-Plan ist keine tägliche Liste von Aktivitäten, die Ihr neuer Mitarbeiter ausführen soll. Ihr Ziel ist es vielmehr, Ihrem neuen Mitarbeiter einen Überblick über seine Rolle und Funktion im Unternehmen zu geben. 

Bei der Erstellung Ihres 30-60-90-Tage-Plans sollten Sie auch bedenken, dass ein neues Teammitglied in den ersten Monaten seiner Beschäftigung nur eine begrenzte Menge an Aufgaben erledigen kann. Auch wenn Sie vielleicht einige dringende Aufgaben zu erledigen haben, sollten Sie Ihrem neuen Mitarbeiter nicht zu schnell zu viel zumuten. 

Überlegen Sie, wie hoch ein angemessenes Arbeitspensum sein sollte, und minimieren Sie dieses Arbeitspensum zumindest in den ersten 30 Tagen. Gehen Sie auch davon aus, dass es eine Lernkurve geben wird. Wenn Sie dann feststellen, dass das Teammitglied schnell aufholt, können Sie ihm nach Bedarf zusätzliche Aufgaben übertragen. 

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Schritt 3: SMART-Ziele definieren

Laut einer Studie von BambooHR aus dem Jahr 2014 verliert ein durchschnittliches Unternehmen in den ersten drei Monaten jeden Monat ein Sechstel seiner neu eingestellten Belegschaft. Wenn ein neuer Mitarbeiter gleich bei seiner Einstellung die vorher definierten SMART-Ziele des Teams kennenlernt, weiß er, worauf er hinarbeiten kann und wie seine Leistung zur Zielerreichung beiträgt. Auf diese Weise motivieren Sie die neuen Teammitglieder und erhöhen so die allgemeine Mitarbeiterbindung. 

Welche Ziele ein neuer Mitarbeiter erhält, hängt von der jeweiligen Funktion und Hierarchieebene des Mitarbeiters ab. Sehen Sie sich nachfolgend einige Beispiele für 90-Tage-SMART-Ziele für verschiedene Stellen an:

  • Redaktion: Veröffentlichen Sie drei Artikel für einen unserer Kunden, wobei jeder Artikel den gesamten Veröffentlichungsprozess durchlaufen soll: Angefangen bei der Qualitätskontrolle über die internen und kundenseitigen Korrekturrunden bis hin zum letzten Feinschliff. 

  • Kundensupport: Bearbeiten Sie mit Ihrem Team zusammen 30 Anfragen. Erlernen Sie dafür das interne Computersystem und lösen Sie eine Reihe unerwarteter technischer Probleme. 

  • Agentur: Schreiben Sie in Zusammenarbeit mit weiteren Projektbeteiligten einen Werbetext. Bewerben Sie den Artikel dann bei Bloggern und sorgen Sie dafür, dass er auf mindestens drei für den Kunden relevanten Websites veröffentlicht wird.

In den ersten 90 Tagen sollten sich die neuen Mitarbeiter darauf konzentrieren, sich in ihrer neuen Rolle zurechtzufinden. Durch die Einbeziehung messbarer Ziele in ihren Aktionsplan können die neuen Mitarbeiter eigenständig ein konkretes Projekt in Angriff nehmen. So bekommen sie nicht das Gefühl, immer nur anderen über die Schulter schauen zu dürfen. 

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Schritt 4: Einen Mentor zuweisen

Ein 30-60-90-Tage-Plan ist kein Dokument, das Sie Ihrem neuen Mitarbeiter einfach aushändigen können und ihn dann an seine Arbeit schicken. Viel eher soll ihm dieser Plan als eine Referenz dienen, während er im Team lernt, seine neuen Aufgaben zu erledigen. 

Weisen Sie jedem neuen Mitarbeiter einen Mentor zu, der ihm bei Bedarf mit Rat und Tat zur Seite steht. Diese Person wird in den ersten Wochen als Ansprechpartner für alle Fragen zur Verfügung stehen. Ein guter Mentor soll vor allem Orientierungshilfe geben, damit der neue Kollege sich in diesem neuen Arbeitsumfeld nicht so überfordert fühlt.

Achten Sie darauf, dass der zugewiesene Mentor nicht gleichzeitig der Vorgesetzte des Mitarbeiters ist. Auf diese Weise steht ihm jemand zur Seite, an den er sich mit Fragen zur Teamsynergie und zu den Normen des Teams wenden kann. Ihre Aufgabe als Führungskraft besteht vielmehr darin, das größere Ganze zu vermitteln, d. h. die langfristigen Ziele und die besten Vorgehensweisen für die Zusammenarbeit im Team.

Schritt 5: Regelmäßige Rücksprachen einplanen

Ein wichtiger Punkt bei der Erstellung eines 30-60-90-Tage-Plans ist, dass Sie flexibel bleiben müssen. Auch wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Plan genau das beschreibt, was Sie sich von Ihrem neuen Mitarbeiter erhoffen, gibt es keine Garantie dafür, dass die ersten 90 Tage wie erwartet verlaufen. 

Es kann zum Beispiel sein, dass ein anderes Team bereits nach einer Woche die Hilfe Ihres neuen Mitarbeiters benötigt, was die SMART-Ziele, die Sie ursprünglich für ihn festgelegt haben, über den Haufen werfen kann. Es ist auch möglich, dass Ihr neuer Mitarbeiter langsamer oder schneller lernt, als Sie erwartet haben. Wenn Sie sich darüber im Klaren sind, dass es sich bei dem Plan um einen Überblick und nicht um einen Zeitplan handelt, sparen Sie sich die Enttäuschung, wenn dieser geändert werden muss.

Wesentliche Bestandteile eines 30-60-90-Tage-Plans

Der Inhalt eines 30-60-90-Tage-Plans hängt von dem Teammitglied ab, das in Ihr Unternehmen kommt. Der Rahmen des Plans sollte jedoch weitgehend gleich aussehen. Zu den wesentlichen Bestandteilen eines 30-60-90-Tage-Plans gehören:

Wesentliche Bestandteile eines 30-60-90-Tage-Plans
  • Unternehmensmission: Stellen Sie am Anfang des 30-60-90-Tage-Plans kurz die Mission Ihres Unternehmens dar, damit Ihr neuer Mitarbeiter eine Vorstellung davon bekommt, wofür Ihr Unternehmen steht. 

  • Orientierungspunkte: Die Orientierungspunkte können Informationen über Ihre Unternehmenskultur enthalten und die Grundwerte Ihres Unternehmens näher erläutern. Dazu gehören zum Beispiel Dinge wie: „Fragen stellen... Wertschätzung von Beziehungen... Teamgeist... Gesundheit steht an erster Stelle...“

  • Lernen Sie das Team kennen: Fügen Sie in diesem Abschnitt Bilder und Kurzbeschreibungen der Personen ein, mit denen Ihr neuer Mitarbeiter eng zusammenarbeiten wird. Dies kann eine gute Referenz für den neuen Mitarbeiter sein, wenn er versucht, sich mit den Namen und Rollen im Team vertraut zu machen. 

  • Überblick über den ersten Tag: Der Überblick über den ersten Tag ist der einzige Abschnitt des 30-60-90-Tage-Plans, in dem ein detaillierter Zeitplan für den neuen Mitarbeiter aufgeführt ist. Auch wenn sich dieser Zeitplan ändern kann, sollten Sie Ihr Bestes tun, um Ihren neuen Mitarbeiter darüber zu informieren, was sie oder er am ersten Tag zu erwarten hat. Dazu gehören auch Informationen zum Einloggen oder zur Einrichtung der E-Mail und Telefon-Mailbox. Auf diese Weise fühlen sich die neuen Mitarbeiter nicht verloren oder unsicher darüber, was sie tun oder wohin sie sich wenden sollen. 

  • Wichtigste Prioritäten: In diesem Abschnitt geben Sie einen Überblick über die Aufgaben des neuen Mitarbeiters und die Anforderungen, die Sie an ihn in seiner neuen Rolle stellen. 

  • SMART-Ziele: Wie bereits erwähnt, sollten die SMART-Ziele, die Sie im 30-60-90-Tage-Plan auflisten, messbare, arbeitsplatzbezogene Ziele sein, die der neue Mitarbeiter in den ersten 90 Tagen erreichen soll. 

  • Ressourcen: In diesem Abschnitt sollten Sie Links zum Unternehmenshandbuch, zur Stellenbeschreibung, zum Teamverzeichnis und zu anderen relevanten Ressourcen angeben. Sie können diesem Abschnitt alle Ressourcen hinzufügen, von denen Sie glauben, dass sie für das Teammitglied nützlich sein werden, wenn es sich mit dem Unternehmen und der Stelle vertraut macht.

Verwenden Sie diesen 30-60-90-Tage-Plan als Grundgerüst, um für jeden neuen Mitarbeiter, den Sie einstellen, einen individuellen Plan zu erstellen und auf ihn anzupassen.

Optimieren Sie Ihren Einführungsprozess mit einem Arbeitsmanagement-Tool

Wenn Sie vor Ort zusammenarbeiten, kann es sinnvoll sein, Ihren 30-60-90-Tage-Plan auszudrucken und ihn Ihrem neuen Mitarbeiter am ersten Arbeitstag auszuhändigen. Wenn Sie jedoch jemanden aus der Ferne einarbeiten, müssen Sie Ihren 30-60-90-Tage-Plan online weitergeben. Ein effizienter Weg, dies zu tun, ist die Verwendung einer Projektmanagement-Software. Sobald Sie den Plan freigegeben haben, können Sie mit der Software die Fortschritte des Teammitglieds verfolgen und überwachen.

Mithilfe einer Projektmanagement-Software können Sie Ihren Onboarding-Prozess direkt mit täglichen Aufgaben ausstatten. Auf diese Weise kann Ihr neuer Mitarbeiter nach Ablauf der ersten 90 Tage unverzüglich eine aktive Rolle im Team übernehmen. Um Ihr neues Teammitglied auf Erfolgskurs zu bringen, können Sie sich gern einmal unsere kostenlose Vorlage für die Einführung von Mitarbeitern ansehen.

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