Die wichtigsten Marketing-KPIs

Philipp Steubel – PortraitPhilipp Steubel
29. April 2026
6 Lesezeit (Minuten)
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Zusammenfassung

Marketing-KPIs helfen Teams dabei, den Erfolg ihrer Marketingmaßnahmen messbar zu machen und ihre Arbeit besser mit den Unternehmenszielen zu verbinden. Statt nur einzelne Zahlen wie Seitenaufrufe oder Likes zu betrachten, zeigen relevante Kennzahlen, welche Aktivitäten tatsächlich zu Leads, Umsatz und langfristigem Wachstum beitragen.

Viele Marketingteams arbeiten heute über zahlreiche Kanäle hinweg: SEO, Google Ads, LinkedIn, Social Media, Content Marketing, E-Mail-Marketing, Webinare und Landingpages. Dadurch entstehen viele Daten, aber nicht jede Metrik ist automatisch entscheidungsrelevant. Genau hier helfen Marketing-KPIs: Sie zeigen, welche Marketingaktivitäten Wirkung erzielen, wo Budget effizient eingesetzt wird und wo Optimierungspotenzial besteht.

Ein guter KPI macht Fortschritte sichtbar. Er zeigt nicht nur, was passiert ist, sondern auch, ob eine Kampagne auf das richtige Ziel einzahlt. Für Marketingverantwortliche ist das besonders wichtig, weil sie nachweisen müssen, welchen Beitrag ihre Arbeit zu Neukunden, generierten Leads, Pipeline und Umsatz leistet.

In diesem Artikel erfahren Sie, was Marketing-KPIs sind, welche wichtigen Marketing-KPIs Sie kennen sollten und wie Sie ein strukturiertes KPI-Tracking aufbauen.

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Was sind Marketing-KPIs?

Marketing-KPIs sind messbare Leistungsindikatoren, mit denen Teams bewerten, wie erfolgreich ihre Marketingstrategie, Kampagnen und Kanäle sind. KPI steht für Key Performance Indicator, also eine zentrale Kennzahl, die den Fortschritt in Richtung eines bestimmten Ziels zeigt. Eine allgemeine Einführung dazu finden Sie im Artikel zu Key Performance Indicators.

Der Unterschied zwischen einer normalen Metrik und einem KPI liegt im Zielbezug. Eine Metrik kann zum Beispiel die Anzahl der Website-Besucher, Seitenaufrufe oder Follower zeigen. Ein Marketing-KPI wird daraus erst, wenn diese Zahl direkt mit einem Ziel verbunden ist, etwa mehr qualifizierte Leads, niedrigere Marketingkosten oder eine höhere Conversion Rate.

Ein Beispiel: Die Klickrate eines Call-to-Action ist eine Metrik. Wenn Ihr Ziel jedoch lautet, über eine Landingpage mehr Demo-Anfragen zu gewinnen, kann die Click-through-Rate beziehungsweise CTR zu einem zentralen KPI werden. Dann zeigt sie, ob der CTA Nutzer tatsächlich zum nächsten Schritt führt.

Warum sind Marketing-KPIs wichtig?

Marketing-Kennzahlen helfen Teams dabei, Entscheidungen nicht aus dem Bauch heraus zu treffen, sondern auf Basis von Daten. Gerade im Online-Marketing ist das entscheidend, weil viele Kanäle gleichzeitig laufen und Budgets schnell verteilt werden müssen.

Ohne klare KPIs sehen Teams zwar viele Zahlen, wissen aber oft nicht, welche davon wichtig sind. Das führt dazu, dass Vanity Metrics zu viel Gewicht bekommen. Dazu gehören Kennzahlen, die gut aussehen, aber wenig über den geschäftlichen Erfolg aussagen, etwa reine Impressionen, Likes oder Seitenaufrufe ohne Bezug zu Lead-Generierung, Kaufentscheidung oder Umsatz.

Marketing-KPIs schaffen Klarheit. Sie beantworten Fragen wie: Welche Kampagne bringt qualifizierte Kontakte? Welche Landingpage hat die beste Conversion Rate? Welcher Kanal erzeugt potenzielle Kunden zu vertretbaren Kosten? Und welche Marketingmaßnahmen zahlen auf den Return on Investment ein?

Besonders wertvoll werden KPIs, wenn sie regelmäßig ausgewertet und mit konkreten Maßnahmen verbunden werden. Dafür können Teams in Asana Kampagnen, Aufgaben, Verantwortlichkeiten und Ergebnisse an einem Ort koordinieren. Mehr zur strukturierten Kampagnenarbeit finden Sie im Artikel zum Marketingkampagnen-Management.

Welche Marketing-KPIs gibt es?

Nicht jedes Team braucht dieselben Kennzahlen. Die wichtigsten Kennzahlen hängen davon ab, ob Sie Markenbekanntheit aufbauen, Leads generieren, Umsatz steigern oder bestehende Kunden stärker binden möchten. Trotzdem gibt es einige Marketing-KPIs, die für viele Teams relevant sind.

Bereich

Marketing-KPI

Was die Kennzahl zeigt

Website

Website-Besucher, Seitenaufrufe, Bounce Rate, Verweildauer

Wie Nutzer mit Ihrer Website interagieren

Conversion

Conversion Rate, Kontaktformulare, Demo-Anfragen

Wie viele Nutzer eine gewünschte Aktion ausführen

Lead-Generierung

Marketing Qualified Leads, Sales Qualified Leads, CPL

Wie effizient Sie qualifizierte Leads gewinnen

Paid Marketing

ROAS, CAC, Cost per Lead

Wie rentabel bezahlte Kampagnen sind

Social Media

Engagement-Rate, Klickrate, Reichweite

Wie stark Inhalte auf Social Media wirken

Content Marketing

Organischer Traffic, Verweildauer, generierte Leads

Wie Inhalte zur Customer Journey beitragen

Kundenwert

Customer Lifetime Value, CLV

Welchen langfristigen Wert Kunden bringen

Diese Tabelle zeigt bereits: Ein einzelner Marketing-KPI reicht selten aus. Entscheidend ist, wie die Kennzahlen zusammenwirken. Eine hohe Klickrate ist gut, aber nur dann wirklich wertvoll, wenn daraus auch qualifizierte Leads oder zahlende Kunden entstehen.

Die wichtigsten Marketing-KPIs im Überblick

Conversion Rate

Die Conversion Rate zeigt, wie viele Nutzer eine gewünschte Aktion ausführen. Das kann ein Kauf, eine Anmeldung zu einem Webinar, das Ausfüllen eines Formulars oder ein Klick auf einen CTA sein. Sie ist besonders wichtig, wenn Sie Landingpages, Lead-Generierung oder Performance-Kampagnen bewerten möchten.

Eine niedrige Conversion Rate kann viele Ursachen haben: unklare Botschaften, zu lange Formulare, fehlender Social Proof, schlechte mobile Darstellung oder eine schwache Nutzerführung. Wenn Teams ihre Conversion Rate verbessern möchten, sollten sie nicht nur das Design betrachten, sondern die gesamte Customer Journey. Mehr dazu lesen Sie im Asana-Artikel zur Customer Journey Map.

CTR / Click-through-Rate

Die CTR, also Click-through-Rate, misst, wie viele Nutzer auf einen Link, eine Anzeige oder einen Call-to-Action klicken. Sie ist relevant für Google Ads, E-Mail-Marketing, LinkedIn-Kampagnen, SEO-Snippets und Landingpages.

Eine hohe Klickrate zeigt, dass Botschaft, Angebot und Zielgruppe zusammenpassen. Eine niedrige CTR kann darauf hinweisen, dass Überschrift, CTA oder Anzeigenversprechen nicht klar genug sind.

Cost per Lead / CPL

Cost per Lead, kurz CPL, zeigt, wie viel ein generierter Lead kostet. Die Berechnung ist einfach: Marketingkosten geteilt durch die Anzahl der Leads in einem bestimmten Zeitraum.

CPL ist besonders wichtig, wenn Sie verschiedene Kanäle miteinander vergleichen. Ein Webinar kann zum Beispiel weniger Leads generieren als eine Social-Media-Kampagne, dafür aber deutlich qualifiziertere Kontakte liefern.

Customer Acquisition Cost / CAC

Customer Acquisition Cost, kurz CAC, zeigt, wie viel es kostet, einen neuen Kunden zu gewinnen. Diese Kennzahl geht über den Cost per Lead hinaus, weil sie betrachtet, welche Leads tatsächlich zu Neukunden werden.

CAC ist besonders wichtig, wenn Marketing und Vertrieb eng zusammenarbeiten. Wenn viele Marketing Qualified Leads, also MQL, entstehen, aber nur wenige Sales Qualified Leads, also SQL, daraus werden, stimmt möglicherweise die Lead-Qualität nicht.

Customer Lifetime Value / CLV

Der Customer Lifetime Value beschreibt den erwarteten Gesamtwert eines Kunden über die gesamte Kundenbeziehung hinweg. Der CLV hilft dabei, Marketingausgaben besser einzuordnen. Ein hoher CAC kann akzeptabel sein, wenn Kunden langfristig einen hohen Wert bringen.

Gerade im B2B-Marketing ist diese Perspektive wichtig, weil Kaufprozesse länger dauern und einzelne Abschlüsse oft mehr Gewicht haben.

Return on Investment / ROAS

Der Return on Investment zeigt, ob sich Marketingaktivitäten finanziell lohnen. Im Performance Marketing wird häufig auch der Return on Ad Spend, kurz ROAS, betrachtet. Diese Kennzahl zeigt, wie viel Umsatz im Verhältnis zu den Werbeausgaben entsteht.

Mehr zu Performance-Marketing-Metriken finden Sie im Artikel zu Performance Marketing.

Website-KPIs: Bounce Rate, Verweildauer und Seitenaufrufe

Website-KPIs zeigen, wie Nutzer mit Ihrer Website interagieren. Die Absprungrate beziehungsweise Bounce Rate gibt an, wie viele Besucher eine Seite verlassen, ohne weiter zu interagieren. Die Verweildauer zeigt, wie lange Nutzer auf einer Seite bleiben. Seitenaufrufe zeigen, wie häufig Inhalte aufgerufen werden.

Diese Kennzahlen sind hilfreich, sollten aber nie isoliert bewertet werden. Eine kurze Verweildauer ist nicht automatisch schlecht, wenn Nutzer schnell finden, was sie suchen und anschließend konvertieren.

Social-Media-KPIs

Social-Media-KPIs helfen dabei, die Wirkung von Inhalten auf Plattformen wie LinkedIn zu bewerten. Dazu gehören Reichweite, Engagement-Rate, Klickrate und Conversions aus Social-Media-Traffic.

Wichtig ist auch hier der Zielbezug. Viele Likes sind schön, aber für Marketingteams zählt am Ende, ob daraus relevante Website-Besucher, Leads oder Kunden entstehen. Einen vertiefenden Überblick bietet der Artikel zu Social-Media-Kennzahlen.

Wie wählen Sie die richtigen Marketing-KPIs aus?

Die Auswahl der richtigen Marketing-KPIs beginnt nicht bei den Daten, sondern bei den Zielen. Fragen Sie zuerst: Was soll Marketing konkret erreichen? Mehr Markenbekanntheit, mehr Leads, niedrigere Akquisekosten, bessere Conversion Rates oder mehr Umsatz?

Danach legen Sie fest, welche Kennzahlen diesen Fortschritt am besten abbilden. Für eine SEO-Strategie können organischer Traffic, Ranking-Entwicklung und Conversions aus organischen Besuchen relevant sein. Für eine Landingpage sind Conversion Rate, CTR, Bounce Rate und Formularabschlüsse wichtiger. Für Paid-Kampagnen zählen häufig ROAS, CAC, CPL und generierte Leads.

Ein guter KPI sollte vier Kriterien erfüllen: Er ist messbar, relevant, verständlich und handlungsorientiert. Wenn ein KPI zwar interessant ist, aber keine Entscheidung auslöst, ist er wahrscheinlich nicht zentral genug.

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Was besagt die 70/20/10-Regel im Marketing?

Die 70/20/10-Regel ist ein Planungsansatz für Marketingbudgets und Marketingaktivitäten. Sie besagt, dass etwa 70 % der Ressourcen in bewährte Maßnahmen fließen sollten, 20 % in neue, aber vielversprechende Ansätze und 10 % in Experimente.

Für Marketing-KPIs bedeutet das: Nicht jede Maßnahme braucht dieselben Benchmarks. Bewährte Kanäle sollten stabile Zielwerte haben, etwa für CPL, Conversion Rate oder ROAS. Neue Ansätze sollten mit Lernzielen bewertet werden. Experimente brauchen klare Hypothesen und einfache Erfolgskriterien.

So verhindern Teams, dass sie nur Bestehendes optimieren und keine neuen Wachstumschancen testen.

Marketing-KPIs mit Asana verfolgen

Marketing-KPIs werden erst dann wirklich wertvoll, wenn aus Erkenntnissen konkrete Arbeit entsteht. Genau hier entsteht in vielen Teams eine Lücke: Daten liegen in Google Analytics, Anzeigenplattformen, CRM-Systemen oder Marketing Analytics Tools, aber die Umsetzung passiert verteilt über E-Mails, Tabellen und Meetings.

In Asana können Teams aus KPI-Erkenntnissen konkrete Aufgaben und Projekte erstellen. Wenn zum Beispiel eine Heatmap zeigt, dass Nutzer auf einer Landingpage den CTA kaum sehen, kann daraus direkt ein Aktionspunkt entstehen: CTA verschieben, Text testen, Design anpassen und A/B-Test vorbereiten. Die Ergebnisse werden anschließend im Projekt dokumentiert.

Mit Asana AI und AI Teammates können Teams zusätzlich kollaborative Aufgaben unterstützen. Asana AI Teammates können Inhalte erstellen, Recherchen zusammenfassen, Daten analysieren und Risiken aufzeigen. Sie können wie Teammitglieder Aufgaben übernehmen und dabei den Projektkontext berücksichtigen. Das ist hilfreich, wenn Marketingteams aus Kampagnenbriefings, KPI-Analysen oder Heatmap-Erkenntnissen strukturierte nächste Schritte ableiten möchten.

Ein möglicher Workflow sieht so aus:

Schritt

Beispiel in der Praxis

Umsetzung in Asana

KPI prüfen

Landingpage hat hohe Absprungrate

Analyse als Aufgabe erfassen

Ursache suchen

Heatmap zeigt schwachen CTA-Bereich

Erkenntnis im Projekt dokumentieren

Hypothese formulieren

Neuer CTA könnte mehr Klicks erzeugen

Testaufgabe mit Verantwortlichen erstellen

Maßnahme umsetzen

Design und Text anpassen

Fristen, Abhängigkeiten und Freigaben steuern

Ergebnis bewerten

CTR und Conversion Rate vergleichen

Learnings für nächste Kampagne sichern

So wird KPI-Tracking nicht nur zu einem Reporting-Prozess, sondern zu einem Arbeitsablauf, der Verbesserungen tatsächlich voranbringt.

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Fazit: Marketing-KPIs verbinden Daten mit Entscheidungen

Marketing-KPIs helfen Teams dabei, den Erfolg ihrer Marketing-Kampagnen messbar zu machen und ihre Arbeit an klaren Unternehmenszielen auszurichten. Entscheidend ist nicht, möglichst viele Zahlen zu erfassen, sondern die richtigen Kennzahlen auszuwählen.

Ob Conversion Rate, CTR, CPL, CAC, ROAS oder Customer Lifetime Value: Jede Kennzahl sollte zeigen, ob Ihre Marketingstrategie funktioniert und wo Sie gezielt verbessern können. Mit einem strukturierten Prozess in Asana können Teams KPI-Erkenntnisse in konkrete Aufgaben, Tests und Optimierungsmaßnahmen übersetzen.

So entsteht ein Marketingprozess, der nicht nur misst, sondern kontinuierlich bessere Entscheidungen ermöglicht.

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FAQ: Marketing-KPIs

Was sind KPIs im Marketing?

KPIs im Marketing sind messbare Kennzahlen, mit denen Teams den Erfolg ihrer Marketingmaßnahmen bewerten. Sie zeigen, ob Kampagnen, Kanäle oder Inhalte auf wichtige Ziele wie Leads, Umsatz, Reichweite oder Kundenbindung einzahlen.

Welche Kennzahlen gibt es im Marketing?

Wichtige Marketing-Kennzahlen sind unter anderem Conversion Rate, CTR, CPL, CAC, ROAS, Customer Lifetime Value, Bounce Rate, Verweildauer, Seitenaufrufe, Engagement-Rate, MQL und SQL.

Was sind die wichtigsten Marketing-KPIs?

Die wichtigsten Marketing-KPIs hängen vom Ziel ab. Für Lead-Generierung sind CPL, MQL, SQL und Conversion Rate relevant. Für Paid-Kampagnen zählen ROAS und CAC. Für Content Marketing sind organischer Traffic, Verweildauer und generierte Leads wichtig.

Was ist der Unterschied zwischen KPI und Metrik?

Eine Metrik ist eine messbare Zahl, etwa Seitenaufrufe oder Klicks. Ein KPI ist eine Metrik mit direktem Bezug zu einem strategischen Ziel. Nicht jede Metrik ist also automatisch ein KPI.

Was besagt die 70/20/10-Regel im Marketing?

Die 70/20/10-Regel empfiehlt, 70 % der Ressourcen in bewährte Maßnahmen zu investieren, 20 % in neue Ansätze und 10 % in Experimente. So bleibt Marketing planbar, ohne Innovation zu vernachlässigen.

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