So holen Sie Mitarbeiter-Feedback ein (Tipps und Beispiele)

Team Asana – FotoTeam Asana16. Juni 20225 Minuten Lesezeit
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Zusammenfassung

Durch Mitarbeiter-Feedback können Teammitglieder ihre Meinung zum Führungsteam und zu den organisatorischen Abläufen im Unternehmen äußern. Allerdings kann es mitunter ziemlich schwierig sein, ehrliches Feedback von einem Team einzuholen. Nutzen Sie daher diese Strategien, um effektiv vorzugehen. 

Wenn die Teammitglieder ihr volles Potenzial ausschöpfen sollen, ist es wichtig, ihnen Feedback zu geben. Doch ebenso wichtig ist es, effektives, ehrliches Feedback zu erhalten, damit ein gesundes Team aufgebaut – und optimiert – werden kann. 

Wer weiß, wie man Feedback gibt und annimmt, stärkt die Teamleistung und verbessert seinen Führungsstil. Schließlich ist es Ihr Ziel als Führungskraft, das Team zum Erfolg zu führen und einen offenen Raum für ehrliche Kommunikation zu schaffen. Lernen Sie Strategien zur Förderung von Mitarbeiter-Feedback auf allen Ebenen – von der zwischenmenschlichen bis hin zur organisatorischen. 

Was ist ein Mitarbeiter-Feedback?

In Form von Mitarbeiter-Feedback können Teammitglieder ihre Eindrücke und Meinung zu Führungs- und Organisationsprozessen äußern. Unternehmen konzentrieren sich oft nur auf das Feedback, das sie ihren Mitarbeitern geben, doch auch das Feedback der Mitarbeiter sind von großem Wert. 

Indem Sie das Feedback Ihrer Mitarbeiter fördern, geben Sie ihnen die Chance, sich Gehör zu verschaffen. Letztendlich kann das Feedback der Mitarbeiter dazu beitragen, Ihren Führungsstil zu stärken und die Teamsynergie zu verbessern.

Warum ist Mitarbeiter-Feedback so wichtig?

Mitarbeiter-Feedback ist auf allen Ebenen wichtig, doch am häufigsten findet es auf diesen drei Ebenen statt: zwischen Personen, im Team und im Unternehmen.

[Inline-Illustration] Die Vorteile von Mitarbeiter-Feedback (Infografik)
  • Von Person zu Person: Hierbei handelt es sich um ein Feedback-Gespräch zwischen einer Führungskraft und einem Mitarbeiter. Wirksames Feedback von Person zu Person kann das Vertrauen im Team stärken und die Beziehung zwischen einer Führungskraft und ihrem Mitarbeiter verbessern. 

  • Auf Teamebene: Hier geht es um das Feedback vom (und zwischen dem) gesamten Team. Das Einholen von Team-Feedback trägt dazu dabei, die Teamdynamiken besser kennenzulernen und effektive Arbeitsbeziehungen aufzubauen. 

  • Auf Unternehmensebene: Möglicherweise sind Sie am Einholen von Unternehmens-Feedback gar nicht beteiligt. Doch als Führungskraft können Sie Ihr Team motivieren, sich an diesem Feedback zu beteiligen und gegebenenfalls die Resultate mit anderen zu teilen. Durch die Weitergabe und Sammlung von Feedback auf Unternehmensebene wird Transparenz geschaffen und eine effektive Unternehmenskultur aufgebaut. 

Als Führungskraft haben Sie die Aufgabe, Vertrauen aufzubauen, damit sich Ihr Team darin bestärkt fühlt, auf Unternehmensebene ehrliches Feedback zu geben. Umgekehrt können die Teammitglieder ihre Kommunikationsfähigkeit stärken, wenn sie sich bestärkt fühlen und bereit sind, auf jeder dieser Ebenen Feedback zu geben.

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Wann sollte man um Mitarbeiter-Feedback bitten?

Der passende Zeitpunkt für die Einholung von Mitarbeiter-Feedback hängt von der Ebene ab, auf der es stattfindet. Je nach Ebene müssen Sie Ihren Ansatz möglicherweise ändern.

Nachstehend finden Sie den idealen Zeitpunkt für die verschiedenen Ebenen:

  • Feedback von Person zu Person: Der beste Zeitpunkt, um diese Art von Feedback zu erbitten, ist unmittelbar nachdem Sie einem Teammitglied Feedback gegeben haben. Als Führungskraft sollten Sie gute Beziehungen aufbauen, gezielte Fragen stellen und diese Art von Feedback parallel zu Ihrem eigenen Feedback einholen. 

  • Team-Feedback: Holen Sie zu wichtigen Meilensteinen ein umfassenderes Team-Feedback ein. Der beste Zeitpunkt dafür ist das Ende oder der Beginn eines bestimmten Zeitabschnitts – also etwa bei der vierteljährlichen Leistungsbeurteilung oder beim Mitarbeitergespräch zum Jahresende. 

  • Unternehmensbezogenes Feedback: Nach einem feststehenden Zeitplan, der allen gerecht wird, beispielsweise halbjährlich. Üblicherweise wird diese Art von Feedback von der Personalabteilung oder dem Führungsteam eingeholt. 

Das Vertrauen, das Sie als Führungskraft auf der zwischenmenschlichen und der Teamebene aufbauen, sorgt für mehr Selbstvertrauen und Sicherheit im Team, wodurch ehrliche Antworten ermöglicht werden.  

Die Teammitglieder sind oft nicht darauf vorbereitet, von Angesicht zu Angesicht Feedback zu geben. Bitten Sie sie nicht nur einzeln um ihre Meinung, sondern bieten Sie ihnen auch die Möglichkeit, das Feedback zu einem späteren Zeitpunkt anonym abzugeben. So können sich die Teammitglieder ohne Bedenken zu Wort melden. 

4 Tipps für das Einholen von Mitarbeiter-Feedback

Oft ist es schwierig einzuschätzen, ob die Teammitglieder ehrlich zu Ihnen sind, wenn Sie sie um Feedback bitten. Anhand der folgenden Tipps können Sie ein respektvolles, kommunikatives Umfeld schaffen. 

[Inline-Illustration] Tipps zum Einholen von Mitarbeiterfeedback (Infografik)

1. Schaffen Sie Vertrauen

Teammitglieder, die Vertrauen zu Ihnen haben, werden Ihnen eher eine ehrliche Antwort geben. Vertrauen braucht jedoch Zeit, also haben Sie Geduld beim Aufbau dieser gemeinsamen Basis. Der beste Weg, das Vertrauen der Teammitglieder zu gewinnen, ist, Worten Taten folgen zu lassen. Teilen Sie allen vom ersten Tag an mit, dass Sie vorhaben, ehrlich zu ihnen zu sein, und ermutigen Sie die Mitglieder, im Gegenzug auch ehrlich zu Ihnen zu sein.

Lesenswert: Eine Asana-Führungskraft verrät, wie Sie mit gutem Beispiel vorangehen können

2. Bieten Sie eine anonyme Möglichkeit an

Anonymität gibt Teammitgliedern, die möglicherweise sehr zurückhaltend sind oder sich nicht trauen, ihren Standpunkt klar zu äußern, eine gewisse Sicherheit. Selbst Teammitglieder, die Ihnen vertrauen, fühlen sich vielleicht nicht wohl dabei, konstruktive Kritik zu äußern, weil sie sich selbst unsicher sind oder nicht wissen, was sie in diesem Moment sagen sollen. Bieten Sie zusätzliche, anonyme Möglichkeiten zum Austausch an, damit die Teammitglieder ausreichend Gelegenheit haben, ihre Empfindungen zu verarbeiten.

3. Stellen Sie die richtigen Fragen

Die richtigen Fragen zu stellen, kann darüber entscheiden, wer kein Feedback erhält oder ob er eine Vielzahl nützlicher Antworten erhält. Stellen Sie sich die folgenden Szenarien vor:

  • Szenario 1: Sie erbitten ein persönliches Mitarbeiter-Feedback. Die einzige Frage, die Sie dabei stellen, lautet: „Haben Sie ein Feedback für mich?“ Die meisten Teammitglieder antworten: „Nicht direkt“ oder „Nein, ich finde, Sie machen das gut“.

  • Szenario 2: Sie bitten Ihre Mitarbeiter in einer detaillierten Umfrage um Feedback. Dabei stellen Sie spezifische Fragen, zum Beispiel: „Wie könnte die Dynamik im Team verbessert werden?“ und „Was würde die Beziehung zu Ihrem Vorgesetzten verbessern?“ Die Teammitglieder geben spezifische Antworten, die auf die jeweilige Frage eingehen.

Im ersten Szenario sollen die Teammitglieder ohne Anleitung ein Feedback für Sie abgeben. Im zweiten Szenario bitten Sie die Teammitglieder um konkrete Angaben, was ihnen die Beantwortung erleichtert. 

4. Setzen Sie das Feedback in die Tat um

Vermitteln Sie den Teammitgliedern, dass Sie deren Anliegen ernst nehmen. Wenn Sie bei den erhaltenen Feedbacks eine Tendenz feststellen, erkennen Sie, wie wichtig deren Bearbeitung ist. Sagen beispielsweise mehrere Teammitglieder, dass sie Schwierigkeiten dabei haben, ein Projekt auf den Weg zu bringen, brauchen sie vielleicht mehr Unterstützung bei der Projektplanung

Wenn dies geschieht, teilen Sie dem Team mit, dass Sie dessen Anliegen gehört haben und Änderungen einleiten wollen. Sobald die Teammitglieder merken, dass Sie diese Änderungen vorgenommen haben, werden sie sich geschätzt und respektiert fühlen.

4 Beispiele für Mitarbeiter-Feedback

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Mitarbeiter-Feedback zu sammeln. Bieten Sie den Teammitgliedern verschiedene Möglichkeiten an, um detaillierte Antworten zu erhalten. Die folgenden Beispiele für Mitarbeiter-Feedback sollen Ihnen eine Vorstellung davon vermitteln, wie Sie Feedback einholen können.

[Inline-Abbildung] Mitarbeiter-Feedback (Beispiel)

Fragebögen für neue Mitarbeiter

Nachdem ein Teammitglied das Onboarding und seinen 30-60-90-Tage-Plan durchlaufen hat, sollten Sie Feedback zu den Erfahrungen einholen. Am besten erfassen Sie dieses Feedback mithilfe eines Fragebogens, in dem spezifische Fragen zum Onboarding-Prozess gestellt werden. Fragebögen eignen sich gut für neue Teammitglieder, da Sie möglicherweise noch keine enge Beziehung zu ihnen aufbauen konnten. 

Beispielfragen:

  • Was hat Ihnen am Onboarding-Prozess gefallen? Was hätte noch besser laufen können?

  • Welcher Aspekt der Stelle reizt Sie am meisten? Worüber machen Sie sich Sorgen? 

  • Wie können wir unsere Zeit im Einzelgespräch am besten nutzen?

  • Über welchen Bereich des Unternehmens würden Sie gerne mehr erfahren?

Umfragen zum Mitarbeiterengagement

Befragungen sind ein tolles Tool, um nicht nur das Engagement, sondern auch ehrliches Feedback zu erhalten. So lässt sich feststellen, wie ein Mitarbeiter seine Position, das Team und das Unternehmen als Ganzes einschätzt. 

Die Rückmeldungen können Aufschluss über die Leistung der Führungskräfte und die Stimmung der Mitarbeiter geben und den Teams ein Mitspracherecht zum Wohle des Unternehmens verschaffen. 

Beispielfragen:

  • Empfinden Sie Ihre Tätigkeit bei [Unternehmen] als sinnerfüllt?

  • Haben Sie den Eindruck, dass [Ihr Vorgesetzter] sich für Ihren Erfolg einsetzt?

  • Haben Sie klare Vorstellungen von Ihrer beruflichen Weiterentwicklung bei [Unternehmen]?

  • Wie lässt sich die Führungsqualität bei [Unternehmen] verbessern?

Leistungsbeurteilungen

Leistungsbeurteilungen geben Ihnen Gelegenheit, Feedback zu geben und zu erhalten. Erkundigen Sie sich bei einem Meeting mit Ihrem Team, indem Sie einen offenen Dialog eröffnen. Bitten Sie die Teammitglieder im Anschluss an das Feedback, mitzuteilen, wie sie sich fühlen. 

Beispielfragen:

  • Welche Ziele haben Sie in diesem [Zeitraum] erreicht? Welche Ziele konnten nicht erreicht werden?

  • Auf welche Leistungen sind Sie in diesem [Zeitraum] besonders stolz?  

  • Auf welche Ergebnisse waren Sie in diesem [Zeitraum] nicht besonders stolz und warum? 

  • Auf welche Ziele werden Sie sich im/in den nächsten [Zeitraum] konzentrieren?

Abschlussgespräche

Abschlussgespräche sind ein wertvolles Tool, um zieführendes Mitarbeiter-Feedback zu erhalten. Wenn ein Teammitglied das Unternehmen verlässt, vereinbaren Sie am letzten Arbeitstag ein Abschlussgespräch. Ausscheidende Teammitglieder sind eher bereit, ehrliche Antworten zu geben.

Beispielfragen:

  • Was war der ausschlaggebende Grund für Ihren Austritt bei [Unternehmen]?

  • Worin besteht eine Stärke von [Unternehmen]? Was könnte verbessert werden?  

  • Wie hätten wir Sie dabei unterstützen können, als [Position] bei uns zu bleiben?

  • Wie kann [Unternehmen] Schulung und Weiterbildung noch optimieren?

Nutzen Sie das Feedback Ihrer Mitarbeiter, um Ihre Führungsqualitäten zu verbessern

Teammitglieder erbringen bessere Leistungen, wenn Sie ihren Bedürfnissen gerecht werden. Zur Verbesserung der Leistung und der Gruppendynamik sollten Sie die Mitarbeiter um Feedback bitten und – was am wichtigsten ist – zuhören.

Feedback zu erhalten ist zwar der erste Schritt, doch müssen Sie, nachdem Sie das Feedback erhalten haben, auch darauf reagieren. Nutzen Sie nach Erhalt des Feedbacks eine Projektmanagement-Software, um die Antworten aufzuzeichnen und daraus entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Asana bietet eine zentrale Informationsquelle, damit Teammitglieder die von Ihnen vorgenommenen Änderungen in Echtzeit mitverfolgen können. Wenn Ihre Teammitglieder wissen, dass Sie deren Feedback wertschätzen, wissen sie im Gegenzug auch Ihr Feedback zu schätzen.

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