Was sind Synergieeffekte? Definition und Bedeutung im Überblick

Philipp Steubel headshotPhilipp Steubel25. April 20223 Minuten Lesezeit
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Zusammenfassung

Wenn sich zwei oder mehr Unternehmen zusammenschließen und aus dieser Kooperation Wettbewerbsvorteile erzielen, spricht man von Synergieeffekten. Beispiele für Synergieeffekte wären die Reduktion die Kosten, die bessere Auslastung der Ressourcen und das Teilen von Know-How. Dazu sollte man vorher das Synergiepotenzial bestimmen, um zu sehen, ob eine Zusammenarbeit auch sinnvoll ist.

In der heutigen Welt ist es für Unternehmen oft wichtig, mit anderen Firmen zu kooperieren. Diese Zusammenarbeiten können entweder positive, neutrale oder negative Auswirkungen haben. Vor allem in der Wirtschaft bezeichnet man Kooperationen, die einen positiven Effekt haben, auch als Synergieeffekte.

Erfahren Sie in diesem Artikel mehr über die Synergieeffekte Definition und die verschiedenen Arten von diesen Effekten. Wir erklären Ihnen darüber hinaus auch, wie Sie ein effektives Synergie-Management führen können.

Was sind Synergieeffekte?

Einfach erklärt kann man Synergieeffekte erzielen, wenn sich zwei oder mehrere Unternehmen zusammenschließen und so ein Wettbewerbsvorteil für alle Parteien geschaffen wird. In so einem Fall kommt es zu einer Win-Win-Situation für die beteiligten Unternehmen.

Natürlich können durch Kooperationen auch neutrale bzw. negative Synergieeffekte entstehen. Von Synergieeffekten spricht man allerdings nur dann, wenn die Kooperation eine positive Wirkung hat. Diese Wettbewerbsvorteile können sehr verschieden sein:

  • Kosten sparen: Der offensichtlichste Vorteil für Kooperationen sind Kostensenkungen. Indem Bereiche oder Anlagen gemeinsam genutzt werden, teilen sich die erstmaligen und laufenden Kosten auf die Synergie-Teilnehmer auf.

  • Ressourcen ideal auslasten: Durch den Zusammenschluss von Unternehmen können Anlagen auch besser ausgelastet werden. Wenn ein Unternehmen zum Beispiel bei einer Produktionsanlage nur die Hälfte der Kapazität nutzt, wäre der Zusammenschluss mit anderen Unternehmen zur Nutzung der vollen Kapazität sehr sinnvoll. 

  • Know-How teilen: Jedes Unternehmen ist auf einen eigenen Bereich spezialisiert. Indem mehrere Unternehmen ihr Know-How teilen, kann die Qualität aller Produkte gesteigert werden.

  • Stärken und Schwächen ausgleichen: Während manche Unternehmen in Sachen Ressourcenplanung besser sind, haben andere Unternehmen eine stärkere Marketing-Abteilung. Durch Kooperationen können hier die Teilnehmer die gegenseitigen Stärken nutzen und die Schwächen ausgleichen. Eine SWOT-Analyse bietet hier oft den Ausgangspunkt zur Bestimmung dieser Stärken und Schwächen.

Woher stammt der Begriff “Synergie”?

Das Prinzip der Synergie gibt es in verschiedenen Bereichen, wie etwa im Bereich der Chemie oder der Biologie. Hier spricht man bei einer Synergie von der Kooperation mehrere Lebewesen, Zellen oder anderen Strukturen. Diese Kooperation führt insgesamt zu einer verbesserten Situation für alle Teilnehmer dieser Synergie.

Dieses Prinzip wurde im Laufe der Zeit auf die Wirtschaft übertragen. Denn auch hier können sich verschiedene Teilnehmer, in diesem Fall Unternehmen, zusammenschließen, um einen Vorteil für alle Beteiligten zu schaffen.

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Welche Arten von Synergieeffekten gibt es?

Insgesamt unterscheidet man zwischen drei verschiedenen Arten von Synergieeffekten:

Universelle Synergieeffekte:

Fast bei allen Formen des Zusammenwirkens kann man universelle Synergieeffekte erzielen. Diese sind unabhängig von der Branche, in der die Teilnehmer agieren, oder der Form der Kooperation und gemeinsamen Wertschöpfung. Man kann universelle Verbundeffekte beispielsweise durch die Zusammenlegung verschiedener Unterbereiche erzielen, wie das Finanz- oder Verwaltungswesen, erzielen. 

Indem diese Bereiche von einem Team für mehrere Unternehmen durchgeführt werden, werden insgesamt Kostenersparnisse erzielt. Das Team besteht idealerweise aus Mitgliedern von verschiedenen Unternehmen, wodurch diese auch von dem gegenseitigen Know-How profitieren können.

Endemische Synergieeffekte:

Endemische Verbundeffekte wiederum werden dann erzielt, wenn ähnliche oder identische Bereiche zusammengeführt werden. Diese Art von Synergieeffekten tritt demnach nicht überall auf.

Ein Beispiel hierfür wäre die gemeinsame Nutzung von Ressourcen, wie etwa einer Produktionsanlage. Hier können Unternehmen zusammen den Aufbau der Produktionsanlage finanzieren und dadurch wertvolle Ressourcen einsparen. Auch die Nutzung gemeinsamer Vertriebskanäle wäre ein Beispiel hierfür.

Spezifische Effekte:

In seltenen Fällen spricht man jedoch auch von sogenannten spezifischen Synergieeffekten. Diese können zum Beispiel dann auftreten, wenn Patente oder Lizenzen geteilt werden. Da dies jedoch nur in den wenigsten Branchen relevant ist, tritt diese Art auch nur selten in Kraft.

Synergieeffekte Beispiele

Synergieeffekte werden in vielen Branchen genutzt. Ein bekanntes Beispiel wäre zum Beispiel die Lebensmittelindustrie. Der Großkonzern Rewe vereint hier die verschiedensten Supermärkte unter einem Hut, wie etwa Billa, Penny oder Rewe selbst. Bereiche wie die Verwaltung werden hier gemeinsam abgefertigt. Da somit nicht jeder Supermarkt den Verwaltungsaufwand selbst bewältigen muss, können wertvolle Ressourcen eingespart werden. Gerade in der Lebensmittelbranche, die mit einer geringen Gewinnmarge arbeitet, ist dies sehr sinnvoll. Auch die Marktmacht wird damit insgesamt erhöht.

Aber auch in der Fertigungsindustrie oder der Automobilindustrie werden Verbundeffekte schon lange Zeit genutzt. Hier könnten wir als Beispiel den Großkonzern VW nennen. Viele bekannte Marken, wie Audi, Skoda, Lamborghini oder auch Porsche gehören alle zum Konzern “Volkswagen”.

Hier wird ebenfalls die Produktion, die Entwicklung und die Verwaltung in einer zentralen Stelle zusammengeführt. Somit können sich die einzelnen Marken viele Kosten sparen.

Wann ist eine Kooperation sinnvoll?

Wenn man eine Kooperation mit anderen Teams oder Unternehmen eingeht, sollte man sich im Vorhinein natürlich immer die Frage stellen, wie sinnvoll diese Zusammenarbeit überhaupt ist. Bei welchen Bereichen kann man zusammenarbeiten und was ist überhaupt das Ziel, das damit erreicht werden soll?

Man sollte dementsprechend ein gutes Synergiemanagement führen. Viele Unternehmen haben sogar eigene Bereiche dafür, man spricht hier von Mergers & Acquisitions . Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit sollte zunächste einmal das Synergiepotenzial bestimmt werden.

Während dieser Begriff sehr ähnlich wie Synergieeffekte klingt, sind damit unterschiedliche Dinge gemeint. Denn Synergieeffekte bezeichnen positive Auswirkungen, die tatsächlich eingetreten sind. Hier wurde die Kooperation bereits durchgeführt.

Das Synergiepotenzial wiederum beschreibt die theoretischen Auswirkungen, die eine Kooperation haben kann. Hier betrachtet man also die Bedingungen, unter denen die Zusammenarbeit durchgeführt wird und die Ergebnisse, die erreicht werden sollen. Wenn unter einer realistischen Planung die Kooperation erfolgversprechend ist, wird diese auch in den meisten Fällen durchgeführt. 

Gerade wenn durch diese Kooperation große Veränderungen anstehen, sollte man die Mitarbeiter der jeweiligen Unternehmen/Bereiche/Teams darauf vorbereiten. Denn wenn eine Veränderung nicht akzeptiert wird, ist diese auch nicht weniger erfolgsversprechend. Es wäre daher ratsam, für eine erfolgreiche Teamsynergie Kenntnisse im Bereich Change Management zu haben.

Auf lange Sicht sollten auch regelmäßige Reports dazu erstellt werden, damit ein Soll-Ist Vergleich durchgeführt werden kann. Wieviel Nutzen hatte die Zusammenarbeit insgesamt? Konnte das Ziel erreicht werden? Hier sollte man auch die Strategie der Zusammenarbeit eventuell anpassen, wenn die Ziele nicht erreicht wurden.

Auch in einem Team lässt sich das Prinzip nutzen, denn auch hier können die verschiedenen Mitarbeiter zusammenarbeiten, um gemeinsam mehr zu schaffen als einzeln. Hier können Work-Management Tools wie Asana sehr hilfreich sein, denn damit wird die Arbeit rund um die Arbeit verringert. So können sich die Teams mehr auf ihre Aufgaben fokussieren.

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