Was ist Cloud Computing?

Philipp Steubel – PortraitPhilipp Steubel
23. Januar 2026
5 Lesezeit (Minuten)
facebookx-twitterlinkedin
Cloud Computing Bild
Gratis testen
Demo ansehen

Zusammenfassung

Cloud Computing ermöglicht es Unternehmen, IT-Ressourcen flexibel über das Internet zu nutzen. Statt eigener Server kommen Cloud-Dienste für Rechenleistung, Speicher und Software zum Einsatz. Das schafft Skalierbarkeit, senkt Betriebskosten und erleichtert die Anpassung an neue Geschäftsanforderungen.

IT-Infrastruktur war lange gleichbedeutend mit eigenen Servern, festen Kapazitäten und hohen Investitionen. Mit Cloud Computing hat sich dieses Modell grundlegend verändert. Rechenleistung, Speicherplatz und Software-Anwendungen lassen sich heute bedarfsgerecht über Cloud-Plattformen beziehen.

Für Unternehmen jeder Größe ist Cloud Computing damit zu einem zentralen Baustein moderner IT-Strategien geworden. Dieser Leitfaden erklärt, was Cloud Computing ist, welche Arten von Cloud Computing es gibt und wie Unternehmen Cloud-Lösungen sinnvoll einsetzen.

Asana AI in Aktion erleben

Was ist Cloud Computing?

Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Ressourcen über das Internet. Statt eigene Hardware im Rechenzentrum zu betreiben, greifen Unternehmen auf Cloud-Services von Cloud-Anbietern zu. Diese stellen Rechenressourcen, Datenspeicher und Software on-demand bereit.

Typisch für Cloud Computing sind drei Merkmale: Self-Service, Skalierbarkeit und Abrechnung im Abonnement. IT-Teams können Ressourcen flexibel anpassen, ohne physische Infrastruktur aufzubauen oder zu warten. Die zugrunde liegende Infrastruktur liegt beim Anbieter, während Unternehmen sich auf ihre Anwendungen und Workloads konzentrieren.

Vorteile von Cloud Computing für Unternehmen

Die Vorteile von Cloud Computing zeigen sich nicht nur auf technischer Ebene, sondern vor allem in der Art und Weise, wie Unternehmen ihre IT und ihre Arbeitsprozesse organisieren. Statt langfristig Kapazitäten zu planen und in eigene Infrastruktur zu investieren, können IT-Ressourcen flexibel an aktuelle Geschäftsanforderungen angepasst werden. Das erhöht die Reaktionsfähigkeit und schafft Spielraum für Wachstum und Innovation.

Zentrale Vorteile von Cloud Computing sind dabei:

  • Skalierbarkeit: Rechenleistung, Speicherplatz und weitere Computing-Ressourcen lassen sich je nach Bedarf kurzfristig erhöhen oder reduzieren. Unternehmen zahlen nur für die Kapazitäten, die sie tatsächlich nutzen, und vermeiden Über- oder Unterdimensionierung.

  • Kostenkontrolle: Cloud-Modelle ersetzen hohe Anfangsinvestitionen in Hardware durch planbare Betriebskosten. Das vereinfacht die Budgetierung und entlastet insbesondere wachsende Unternehmen oder Projekte mit schwankender Auslastung.

  • Hohe Verfügbarkeit: Moderne Cloud-Infrastrukturen verteilen Daten und Anwendungen über mehrere Rechenzentren. Dadurch lassen sich Ausfallzeiten reduzieren und Services auch bei Störungen stabil betreiben.

Darüber hinaus erleichtert Cloud Computing die Zusammenarbeit zwischen IT-Abteilungen und Fachbereichen. Software-Anwendungen können schneller bereitgestellt, getestet und angepasst werden, ohne lange Beschaffungs- oder Installationsprozesse. Das beschleunigt Projekte und unterstützt agile Arbeitsweisen.

Asana AI in Aktion erleben

Arten von Cloud Computing

Cloud Computing lässt sich grundsätzlich aus zwei Perspektiven betrachten: nach den angebotenen Service-Modellen und nach den Bereitstellungsmodellen. Beide Unterscheidungen sind wichtig, um Cloud-Lösungen richtig einzuordnen und passende Entscheidungen für das eigene Unternehmen zu treffen.

Service-Modelle: IaaS, PaaS und SaaS

Die bekanntesten Service-Modelle im Cloud Computing sind Infrastructure as a Service, Platform as a Service und Software as a Service. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Verantwortung beim Cloud-Anbieter und wie viel beim Unternehmen selbst liegt.

  • Infrastructure as a Service (IaaS): Der Anbieter stellt grundlegende IT-Ressourcen wie Rechenleistung, Speicher und Netzwerke bereit. Unternehmen behalten die Kontrolle über Betriebssysteme, Middleware und Anwendungen und können ihre IT-Umgebung sehr individuell gestalten.

  • Platform as a Service (PaaS): Zusätzlich zur Infrastruktur stellt der Anbieter Entwicklungsumgebungen, Middleware und Laufzeitumgebungen bereit. Das vereinfacht insbesondere die Softwareentwicklung, da sich Teams auf Code und Funktionalität konzentrieren können.

  • Software as a Service (SaaS): Fertige Software-Anwendungen werden direkt über das Internet genutzt, meist im Abonnement. Installation, Wartung und Updates übernimmt der Anbieter, was den Aufwand für IT-Teams deutlich reduziert.

Diese Modelle bauen aufeinander auf und ermöglichen unterschiedliche Grade an Kontrolle, Flexibilität und Entlastung. Welche Variante sinnvoll ist, hängt von Anforderungen, Know-how und internen Ressourcen ab.

Bereitstellungsmodelle: Public, Private und Hybrid Cloud

Neben den Service-Modellen unterscheiden sich Cloud-Lösungen auch nach ihrer technischen Architektur und ihrem Bereitstellungsmodell.

  • Public Cloud: IT-Ressourcen werden über gemeinsam genutzte Rechenzentren bereitgestellt und mehreren Kunden zur Verfügung gestellt. Dieses Modell bietet hohe Skalierbarkeit und Kosteneffizienz.

  • Private Cloud: Die Cloud-Infrastruktur ist einem einzelnen Unternehmen vorbehalten, entweder im eigenen Rechenzentrum oder bei einem externen Anbieter. Sie bietet mehr Kontrolle und wird häufig bei sensiblen Daten eingesetzt.

  • Hybrid Cloud: Dieses Modell kombiniert Cloud-Services mit bestehenden On-Premise-Systemen. Unternehmen können sensible Daten lokal halten und gleichzeitig von der Flexibilität der Cloud profitieren.

Viele Unternehmen setzen heute auf hybride oder Multicloud-Strategien, um Abhängigkeiten zu reduzieren und unterschiedliche Anforderungen an Sicherheit, Leistung und Kosten optimal auszubalancieren.

Cloud Anbieter und Cloud Plattformen

Der Markt für Cloud Computing wird maßgeblich von großen, internationalen Cloud-Anbietern geprägt. Zu den bekanntesten zählen Amazon Web Services (AWS), Microsoft Azure und Google Cloud. Diese Anbieter betreiben weltweit verteilte Rechenzentren und stellen umfangreiche Cloud-Plattformen bereit, über die Unternehmen auf Rechenleistung, Speicher, Datenbanken und weitere Cloud-Services zugreifen können.

Cloud-Plattformen bieten nicht nur technische Infrastruktur, sondern auch ein Ökosystem aus Cloud-Anwendungen, Entwicklungswerkzeugen und Integrationen mit Drittanbietern. Dadurch lassen sich unterschiedliche Anwendungsfälle abbilden – von klassischen IT-Workloads über Softwareentwicklung bis hin zu datenintensiven Anwendungen wie künstlicher Intelligenz oder IoT.

Bei der Auswahl eines Cloud-Anbieters spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Unternehmen bewerten unter anderem Datensicherheit und Compliance, die Verfügbarkeit von Rechenzentren in bestimmten Regionen, die Skalierbarkeit der Cloud-Infrastruktur sowie die Integration mit bestehenden Systemen und Software-Anwendungen. Auch Kostenmodelle und Vertragsbedingungen beeinflussen die Entscheidung, insbesondere bei langfristigen Cloud-Strategien.

In der Praxis setzen viele Organisationen nicht auf einen einzelnen Anbieter, sondern kombinieren mehrere Cloud-Plattformen. Solche Multicloud-Ansätze helfen, Abhängigkeiten zu reduzieren und Cloud-Services gezielt nach ihren Stärken einzusetzen.

Vergleich: Cloud Computing vs. On-Premise

Kriterium

Cloud Computing

On-Premise

Investitionen

Laufende Betriebskosten

Hohe Anfangsinvestitionen

Skalierbarkeit

Sehr hoch

Begrenzt

Wartung

Beim Anbieter

Intern

Zugriff

Ortsunabhängig

Standortgebunden

Flexibilität

Hoch

Gering

Diese Unterschiede erklären, warum Cloud-basierte Lösungen für viele Unternehmen attraktiver werden, insbesondere bei dynamischen Workloads.

Sicherheit in Cloud Computing

Sicherheit ist eines der zentralen Themen beim Einsatz von Cloud Computing. Cloud-Anbieter investieren umfangreich in physische Sicherheit ihrer Rechenzentren sowie in technische Maßnahmen wie Verschlüsselung, Zugriffskontrollen und kontinuierliche Überwachung. Dadurch erreichen viele Cloud-Infrastrukturen ein Sicherheitsniveau, das einzelne Unternehmen mit eigener IT nur schwer abbilden könnten.

Gleichzeitig bleibt ein Teil der Verantwortung immer beim Unternehmen selbst. Besonders beim Umgang mit sensiblen Daten, personenbezogenen Informationen oder geschäftskritischen Anwendungen ist eine klare Sicherheitsstrategie notwendig. Dazu gehören eindeutig definierte Zugriffsrechte, sichere Authentifizierungsverfahren und ein bewusster Umgang mit Berechtigungen innerhalb von Cloud-Anwendungen.

Auch rechtliche und regulatorische Anforderungen spielen eine wichtige Rolle. IT-Abteilungen sollten prüfen, wo Daten gespeichert werden, wie sie verarbeitet werden und welche Standards der jeweilige Cloud-Anbieter erfüllt. Datensicherheit, Compliance und Transparenz sind damit keine rein technischen Fragen, sondern fester Bestandteil jeder Cloud-Strategie.

Cloud Computing und künstliche Intelligenz

Cloud Computing bildet die technische Grundlage für viele Anwendungen im Bereich künstliche Intelligenz. Rechenintensive Aufgaben wie maschinelles Lernen, Datenanalyse oder das Training komplexer Modelle erfordern flexible Computing-Ressourcen, die sich in der Cloud bedarfsgerecht bereitstellen lassen.

Statt eigene Hochleistungsrechner zu betreiben, können Unternehmen Cloud-Infrastruktur on-demand nutzen und Rechenleistung genau dann abrufen, wenn sie benötigt wird. Das senkt Einstiegshürden und macht KI-Anwendungen auch für kleinere Organisationen und spezialisierte Anwendungsfälle zugänglich.

Auch im Zusammenspiel mit IoT profitiert künstliche Intelligenz von Cloud Computing. Große Datenmengen aus vernetzten Geräten lassen sich zentral speichern, auswerten und in KI-Modelle integrieren. So entstehen neue Möglichkeiten, Daten in Echtzeit zu analysieren und intelligente Entscheidungen zu unterstützen, ohne dass lokale Systeme überlastet werden.

Wie Asana Cloud Computing sinnvoll ergänzt

Asana ist keine Cloud-Plattform im technischen Sinn wie IaaS oder PaaS, sondern eine cloudbasierte Software-Anwendung, die Arbeit organisiert. Genau darin liegt der Mehrwert im Kontext von Cloud Computing: Während Cloud-Anbieter die technische Infrastruktur bereitstellen, hilft Asana Teams dabei, die Arbeit rund um Cloud-Projekte strukturiert zu steuern.

Asana AI in Aktion erleben

IT-Teams und Fachabteilungen nutzen Asana, um Cloud-Einführungen, Migrationen oder laufende Cloud-Services transparent zu koordinieren. Aufgaben, Abhängigkeiten und Zuständigkeiten werden zentral abgebildet, sodass alle Beteiligten jederzeit wissen, woran gearbeitet wird und welche Schritte als Nächstes anstehen.

Asana AI greift ausschließlich auf Informationen aus dem jeweiligen Workspace zu und arbeitet auf organisatorischer Ebene. Sie unterstützt Teams unter anderem durch:

  • automatische Zusammenfassungen von Projekten, Aufgaben und Entscheidungen

  • klare Statusübersichten über laufende Cloud-Initiativen und IT-Projekte

  • Unterstützung bei der Priorisierung, wenn mehrere Workloads parallel laufen

  • bessere Abstimmung zwischen IT-Abteilungen und Business-Teams

So hilft Asana, Cloud Computing nicht nur technisch, sondern auch organisatorisch beherrschbar zu machen – ohne in Infrastruktur, Systeme oder Datenflüsse einzugreifen.

Typische Anwendungsfälle für Cloud Computing

Cloud Computing wird heute in nahezu allen Bereichen der IT eingesetzt. Besonders verbreitet ist der Einsatz dort, wo Flexibilität, Skalierbarkeit und schnelle Bereitstellung entscheidend sind. Unternehmen nutzen Cloud-Dienste unter anderem für den Betrieb von Software-Anwendungen, für Cloud-Speicher oder als Basis für Entwicklungs- und Testumgebungen.

Auch datenintensive Szenarien spielen eine wichtige Rolle. Cloud-Plattformen dienen als Grundlage für IoT-Anwendungen, da sie große Datenmengen aus vernetzten Geräten aufnehmen und verarbeiten können. Die Möglichkeit, Ressourcen on-demand zu nutzen, macht Cloud Computing besonders attraktiv für wechselnde Anforderungen und dynamische Geschäftsmodelle.

Herausforderungen und Grenzen von Cloud Computing

Trotz der vielen Vorteile ist Cloud Computing kein Selbstläufer. Eine stabile Internetverbindung ist Voraussetzung für den Zugriff auf Cloud-Anwendungen, was insbesondere bei geschäftskritischen Prozessen berücksichtigt werden muss. Auch die Kostenkontrolle kann zur Herausforderung werden, wenn Rechenleistung und Speicherplatz flexibel genutzt, aber nicht aktiv überwacht werden.

Hinzu kommt die Integration in bestehende IT-Infrastrukturen. Cloud-Lösungen müssen sauber mit On-Premise-Systemen, bestehenden Anwendungen und Sicherheitskonzepten zusammenspielen. Unternehmen sind daher gut beraten, Cloud Computing strategisch einzuführen, klare Nutzungsregeln zu definieren und Verantwortlichkeiten festzulegen.

Nur wenn technische Möglichkeiten, organisatorische Prozesse und geschäftliche Anforderungen zusammengedacht werden, entsteht aus Cloud Computing ein nachhaltiger Mehrwert.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Fazit

Cloud Computing ist heute ein zentraler Baustein moderner IT-Infrastrukturen. Es ermöglicht Unternehmen, IT-Ressourcen flexibel zu nutzen, schnell zu skalieren und Betriebskosten besser zu steuern.

Entscheidend für den langfristigen Erfolg ist jedoch nicht allein die Technologie. Unternehmen, die Cloud Computing strategisch einführen, organisatorisch begleiten und klar in ihre Geschäftsanforderungen einbetten, schaffen eine stabile Grundlage für zukunftsfähige IT-Strukturen und nachhaltiges Wachstum.

Asana AI in Aktion erleben

Verwandte Ressourcen

Artikel

Digitalisierung in der Industrie: Wie KI Produktionsprozesse neu vernetzt